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Der Sage Mittelstandsblog

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Pressemitteilungen

Studie zeigt: Strategisch HR-Software immer wichtiger, Online-Lösungen sind am Vormarsch

13 Jänner 2015

Die internationale Studie von Sage, Geschäftsbereich HR-Software, zeichnet ein aktuelles Bild des Einsatzes von HR-Lösungen (Stand Oktober 2014). Demnach dominieren heute klassische Module für Personal-Verwaltung wie Lohnverrechnung, Zeiterfassung und Urlaubsverwaltung. Die Zukunft soll allerdings anders aussehen: jedes zweite Unternehmen plant, in strategische Module wie Personalakt, Training, Recruitment bis Performance Management zu investieren. Und diese Lösungen sollen verstärkt online, als Software as a Service bezogen werden.



Welche HR-Themen beschäftigen die Unternehmen  in naher Zukunft?

Diese Frage stand im Mittelpunkt des „HCM-Survey 2014“, einer Umfrage der Sage-Gruppe, weltweit führender Anbieter betriebswirtschaftlicher Software für kleine und mittelständische Unternehmen.
Befragt zu HCM (Human Capital Management) wurden im September und Oktober 2014 Kunden und Interessenten aus Österreich, Deutschland, Frankreich, England, Spanien und Portugal, wobei mit 713 Antworten eine hohe Response Rate erzielt wurde, speziell in Österreich. Die angestrebten Zielgruppen wurden erreicht: So sind es beim Kriterium Funktion mehrheitlich HR-Manager (61%), bei der Unternehmensgröße der Mittelstand (50-99 Mitarbeiter 12%, 100-249 Mitarbeiter 26%, 250-499 Mitar-beiter 22%) und die Branchenverteilung ist, abgesehen von einem leichten Schwerpunkt bei Industrie (16%), sonst über alle Sparten ausgewogen verteilt (jeweils zwischen 1-7%). Damit hat die Studie ein aussagekräftiges Ergebnis.
 
Personalverwaltung dominiert, strategisches HR-Management ist heute noch Theorie
Die eingesetzten HR-Module zeigen klar, dass Software-Lösungen fast ausschließlich zur Personal-verwaltung genutzt werden. Als Top 3 wurden Lohnverrechnung (91%), Zeiterfassung (71%) und Ur-laubsanträge (70%) genannt, gefolgt mit etwas Abstand von der Reisekostenabrechnung (47%). Be-nigna Prochaska, Geschäftsführerin von Sage Österreich und für den Bereich HR-Lösungen weltweit verantwortlich, sieht den Unterschied zwischen Praxis und Theorie bestätigt: „Die strategischen Pro-dukte wie Mitarbeitergespräche, Performance- oder Skills Management sind alle noch sehr schwach besetzt, die Antworten spiegeln das Gesamtbild wider. Theoretisch weiß man, wie wichtig es heute für den Erfolg des Unternehmens ist, Talente zu finden und die besten Köpfe an sich zu binden. Aber in der Praxis tun sich die Unternehmen mit dem Umsetzen noch schwer und das sieht man in der Um-frage an den fehlenden Tools. Software könnte strategische HR unterstützen, damit das gelebt wird.“

Vier von fünf Lösungen sind  inhouse, jedoch die Akzeptanz von SaaS steigt 
Personal-Software Lösungen sind zu 82% im eigenen Unternehmen installiert, nur 11% nutzen heute bereits SaaS (Software as a Service), 7% machten keine Angaben dazu. Diese eindeutigen Zahlen sind aus der Vergangenheit erklärbar und passen mit ähnlichen Studien zusammen, etwa über Cloud Services.
Blickt man jedoch in die Zukunft, so zeigt sich ein anderes Bild: Für die Anschaffung neuer Module oder den Ersatz bestehender Lösungen nennen nur mehr 57 Prozent inhouse als Präferenz, 12 Prozent denken ausschließlich an SaaS und 31 Prozent können sich eine Mischvariante vorstellen.
Erklärbar ist die Tendenz zu Mischvarianten mit der Tatsache, dass man einerseits Bestehendes nicht ablösen will, andererseits neue Lösungen heute schnell und einfach implementiert werden sollen.

Inhouse versus Online bedeutet für viele Befragte Sicherheit versus Schnelligkeit
Die Gründe, SaaS abzulehnen, liegen für 57% in Sicherheitsaspekten, des Weiteren geben 46% auch die Wahrung der Privatsphäre an. Ebenso 46% haben eine interne starke IT-Struktur, die weiter genutzt werden soll.
Die Vorteile für eine Online Lösung werden zu 60% im Wegfall der IT-Infrastruktur gesehen, 58% nennen die kurze Implementierungszeit, die gesteigerte Flexibilität wird mit 42 Punkten bewertet.
Aus den Kommentaren eine positive Tendenz abzulesen, sich mit der Thematik Online zu befassen und die neuen Möglichkeiten offen abzuwägen.

Software-Kriterien: benutzerfreundlich, stabil im Sinne von sanften Änderungen
Die wesentliche Eigenschaft beim Einsatz einer HR-Software ist mit 88% der Nennungen die einfache Verwendung, also die Benutzerfreundlichkeit. Danach kommen mit 58% Datensicherheit und mit 47% Stabilität, ein Kriterium auf das Benigna Prochaska ein besonderes Augenmerk hat: „Stabilität bedeu-tet nicht nur, das Programm muss immer verfügbar sein, sondern auch, es soll möglichst gleich aus-sehen. In Studien wurde bei  Anwendern beobachtet, wie nach einem Update deren Blutdruck steigt, weil ein Eingabe-Feld woanders steht  oder gestern etwas ging und heute nicht. In der Produkt-Entwicklung müssen wir daher achten, dass nicht ständig alles neu sein soll. Diesen Aspekt darf man nicht unterschätzen, vor allem in der klassischen Personalverrechnung, die stark automatisiert ist um Prozesskosten schlank zu halten.“
Einfache Integrationsmöglichkeiten wurden dagegen mit 29% überraschend gering eingestuft. Die Vermutung liegt nahe, dass dies seitens der aus dem Bereich HR stammenden Antwortenden eher als IT-Thema gesehen wird und diese Anforderung für sie daher weniger von Bedeutung ist.

Jedes 2. Unternehmen plant, in strategische HR-Module zu investieren
Die eingangs angesprochene noch bestehende Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis wird sich in naher Zukunft ändern. So plant die Hälfte der befragten Unternehmen, in neue HR-Bereiche zu inves-tieren. Wiederum die Hälfte davon, also 25% des Gesamt-Surveys, wollen dies bereits in den kom-menden 18 Monaten tun.
Investiert wird dabei speziell in strategische Bereiche wie Training (39%), elektronische Personalakte (37%) und Recruitment (34%). Auch Performance Management (27%) und Kompetenz-Management (25%) liegen in der vorderen Hälfte der Nennungen.

Für Benigna Prochaska schließt sich damit der Bogen der strategischen HR: „Die elektronische Personalakte ist künftig mehr als der klassische Akt, hier soll der Mitarbeiter auch selbst seine Kenntnisse eintragen und aktualisieren können. Gemeinsam mit den Zielvereinbarungen aus dem Mitarbeitergespräch weiß man dann, was jeder an Aus- und Weiterbildung braucht. Kompetenzen können Software-unterstützt für interne und externe Stellenausschreibungen eindeutig definiert werden. Heute wird in diesen Bereichen noch viel mit Papier gemacht, künftig ist das alles im System und damit für die jeweiligen Führungskräfte und ihre Mitarbeiter  jederzeit einfach nachvollziehbar. Das ist die Richtung, in die wir mit unserem HR-Lösungs-Angebot gehen.