Anpassungen der Quellensteuer

Quellensteuer ab 2019: Jetzt Partnerdaten nachmelden

Firmen, die Quellensteuerpflichtige beschäftigen, müssen deren Daten der Steuerbehörde melden – inklusive der Daten der Lebenspartner. Ab 1. Januar 2019 auch dann, wenn die Daten elektronisch via einheitliches Lohnmeldeverfahren (ELM) gemeldet werden.

Quellensteuer

Im Quellensteuerverfahren übernimmt der Arbeitgeber als «Schuldner der steuerbaren Leistung» (SSL) die gesetzliche Vertretung der quellensteuerpflichtigen Person – und muss den Steuerbehörden alle für eine gesetzesmässige Quellenbesteuerung erforderlichen Personendaten melden. Swissdec-zertifizierte Lohnbuchhaltungsprogramme unterstützen die Erfassung dieser Daten – damit nicht mehr erhoben wird als nötig (Datenschutz). Zudem ermöglichen sie es, Eintritte, Mutationen und Austritte zusammen mit der monatlichen Quellensteuerabrechnung direkt aus der Lohnbuchhaltung elektronisch zu melden.

Knackpunkt «Altdaten»

Viele Kunden, die quellensteuerpflichtige Personen beschäftigen, haben diese vor der Einführung des «Lohnstandard-CH Quellensteuer» (ELM-QST) Anfang 2014 mittels Papierformular angemeldet – und die Personendaten nicht im Lohnbuchhaltungssystem erfasst. Für Firmen, welche die Daten elektronisch einreichen, galt für diese «Altdaten» bislang eine Übergangsfrist, während der die Partnerdaten der quellensteuerpflichtigen Personen nicht zwingend gemeldet werden mussten. Diese Frist endet am 31. Dezember 2018.

Bis Ende 2018 fehlende Partnerdaten erfassen

Ab 1. Januar 2019 müssen somit für alle quellensteuerpflichtigen Personen, die den Zivilstand «Verheiratet» oder «Eingetragene Partnerschaft» haben und die aufgrund der Art ihres Einkommens nach QST-Tarifcode eingestuft werden können, die Partnerdaten erfasst und gemeldet werden – auch beim elektronischen Verfahren. Zu melden sind folgende Partnerdaten:

  • Name und Vorname
  • Geburtsdatum
  • Sozialversicherungsnummer (sofern bekannt)

Bei Einkommen oder Rentenbezug zudem:

  • Art des Einkommens (Lohn, Ersatzeinkommen, Rente)
  • Haupt- oder Nebenerwerb (keine Zahlen zum Einkommen nötig)
  • Arbeitsort (Kanton oder Ausland)
  • Datum der Arbeitsaufnahme

Drei kumulierte Gründe für Angaben zu Konkubinatspaaren

Angaben dazu, ob die quellensteuerpflichtige Person in einem Konkubinat lebt, sind nur erforderlich, wenn folgende drei Bedingungen kumulativ erfüllt sind:

  1. Person ist quellensteuerpflichtig
  2. Person ist ledig, geschieden, getrennt oder verwitwet
  3. Person hat abzugsberechtigte Kinder

Sind alle drei Bedingungen erfüllt, muss unter Konkubinat «Ja», «Nein» oder «Unbekannt» gemeldet werden. Konkrete Angaben zum Konkubinatspartner (z. B. Name) sind aber nicht nötig.

Für die Kinder werden folgende Daten verlangt: Name und Vorname, Geburtsdatum sowie Beginn respektive Ende der Abzugsberechtigung. Diese Angaben sind aber in der Regel bereits im ERP-System erfasst, da sie auch für die Anmeldung bei der Familienausgleichskasse benötigt werden.

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