Jahresabschluss: selber machen, delegieren, digitalisieren

Welcher Jahresabschluss-Typ sind Sie?

Ob ganz aus eigener Kraft erstellt oder mit Unterstützung durch Software und Treuhänder: Der Jahresabschluss gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Buchhaltung und sollte ohne Sorgen und Strapazen möglich sein.

Alles dem Treuhänder überlassen

Im Supermarkt finden sich die ersten Clementinen, der Advent steht vor der Tür und die Festtage locken schon. Da war doch noch etwas? Richtig: Erst der Jahresabschluss macht die Finanz- und Lohnbuchhaltung vollständig. Um diese Aufgabe kommt man einfach nicht herum. Und sie lässt bei manchen Unternehmerinnen und Unternehmern den Blutdruck steigen.

Der Jahresabschluss lässt sich auf mehrere Arten bewältigen. Die Praxis zeigt, dass es vier unterschiedliche «Jahresabschluss-Typen» gibt – vom ganz eigenständigen «Do-it-yourself-Unternehmer» bis zum «Volldelegierer». Zum Ergebnis kommen sie alle, aber je nach Methode sind bei der Vorbereitung unterschiedliche Aspekte zu beachten.

Typ 1: Alles selber machen – ohne Software, ohne Treuhänder

Papier und Stift oder bestenfalls Excel: Auch so lässt sich ein Jahresabschluss erfolgreich über die Bühne bringen. Aber dazu braucht es umfassendes Wissen, nicht nur zur Buchhaltung an sich, sondern auch, was die finanziellen Verhältnisse des Unternehmens und die gesetzlichen Rahmenbedingungen angeht. Ausserdem geht bei dieser Methode rasch einmal etwas vergessen. Drei Tipps, damit das nicht passiert:

  • Verschaffen Sie sich Übersicht über alle Wertpapiere.
  • Beachten Sie gesetzliche Änderungen.
  • Passen Sie die Quellensteuertarife an.

Weitere Informationen zum selbstständigen Jahresabschluss gefällig? Abonnieren Sie weitere Tipps.

Typ 2: Mit der Buchhaltungssoftware arbeiten – ohne Treuhänder

Ihre Buchhaltungssoftware unterstützt Sie beim Jahresabschluss und erledigt manche Routinevorgänge automatisch. Das ist weniger fehleranfällig als der Umgang mit Papier und Excel und reduziert den Arbeitsaufwand. Der Verzicht auf den Treuhänder setzt jedoch viel Wissen voraus – und der gesamte verbleibende Aufwand für den Abschluss liegt allein bei Ihnen. Vier Tipps, damit Sie dennoch ruhig schlafen können:

  • Prüfen Sie die Restwerte von Anlagen, Mobiliar, IT-Systemen, Maschinen und Fahrzeugen.
  • Melden Sie die Lohnsumme der AHV-Ausgleichskasse, der Pensionskasse und der Unfallversicherung.
  • Bewerten Sie angefangene Arbeiten von laufenden Projekten per Stichtag.
  • Führen Sie rechtzeitig eine umfassende Inventur durch.

Lesen Sie detailliertere Informationen zum Jahresabschluss mit der Buchhaltungssoftware.

Typ 3: Alles dem Treuhänder überlassen

Ein Treuhänder nimmt Ihnen einen Grossteil der Abschluss-Aktivitäten ab und garantiert, dass alle gesetzlichen Rahmenbedingungen erfüllt werden. Ein bisschen Arbeit Ihrerseits braucht es aber trotzdem: Belege und Dokumente, die Sie nicht einreichen, kann selbst der beste Treuhänder nicht berücksichtigen. Gute Vorbereitung ist das A und O des perfekten Jahresabschlusses. Beachten Sie dabei vor allem Folgendes:

  • Koordinieren Sie die Zusammenarbeit mit dem Treuhänder möglichst früh – nicht erst kurz vor dem Jahresende.
  • Strukturieren Sie Ihre Belegsammlung schon während dem Jahr und erfassen Sie möglichst alles elektronisch.
  • Übermitteln Sie alle notwendigen Unterlagen gemäss Vereinbarung.

Damit Sie nichts vergessen, steht hier eine Checkliste mit einer kompletten Übersicht über alle benötigten Unterlagen für Sie bereit.

Typ 4: Software und Treuhänder nutzen

Eine per Software korrekt geführte Buchhaltung und ein kundiger Treuhänder ergeben zusammen die wohl bestmögliche Kombination. Der Treuhänder erhält alle nötigen Informationen bereits im richtigen Format aufbereitet – sofern er mit einer kompatiblen Software arbeitet – und muss keine Schachteln voller Belege durchforsten. Und Sie selbst bekommen revisionssichere Zahlen sowie die Gewissheit, dass der Abschluss den geltenden Gesetzen genügt. Drei Gedanken zum Jahresabschluss mit Treuhänder und Software:

  • Prüfen Sie, ob Ihre Buchhaltungssoftware den Anforderungen noch genügt und wechseln Sie bei Bedarf zu einem aktuellen, leistungsfähigen Produkt.
  • Achten Sie darauf, dass die Software die Zusammenarbeit mit dem Treuhänder bestmöglich unterstützt – nicht nur, aber auch beim Jahresabschluss.
  • Ermitteln Sie, ob Sie der Treuhänder in allen Bereichen genügend unterstützt – bei Finanzen, Löhnen, Auftragswesen etc.

Damit Ihnen die Softwarewahl leichter fällt, haben wir eine Evaluationshilfe zusammengestellt. Sie können sie hier anfordern.

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