Sage Foundation

Vom Büro auf den Bauernhof

Marc Wiederkehr unterstützte während einer Woche eine neunköpfige Bergbauernfamilie in Obersaxen. Der Kundenberater erzählt von harter Arbeit, schönen Begegnungen und seinem Respekt, den er den Bergbauern zollt.

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Heuen an steilen Hängen, Zäune reparieren, Unkraut und schwere Steine aus der Wiese entfernen oder Tiere füttern von frühmorgens bis spätabends: Das sind nicht die Tätigkeiten, die Marc Wiederkehr, Kundenberater bei Sage in Root, gewohnt ist. «Im Alltag arbeite ich im Innendienst, dennoch war ich erstaunt, wie anstrengend die körperliche Arbeit für mich als 1.90-Meter-Mann, der viel Sport macht, war», sagt er. Besonders die oft gebückte Haltung mit schweren Lasten in den steilen Hängen machten ihm zu schaffen.

Die Woche bei der Bergbauernfamilie in Obersaxen hat Wiederkehr aber in bester Erinnerung. «Ich wollte etwas Sinnvolles tun, etwas machen, das im Kontrast zu meiner Arbeit im Büro steht», erzählt der Software-Verkäufer. Jemandem zu helfen und dabei ein «Fitnessprogramm» zu durchlaufen, sei doch eine gute Kombination. «Ich mag es, in der Natur zu arbeiten und am Ende des Tages ein konkretes Resultat meiner Tätigkeit zu sehen.»

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SOS-Hilfe für die kinderreiche Bauernfamilie

Marc Wiederkehr entschied sich, innerhalb des Angebots von Sage Foundation Schweizer Bergbauern zu unterstützen. Seinen Einsatzort fand er über die Caritas-Website Bergeinsatz.ch. «Ich kenne die Bündner Berge vom Skifahren, so habe ich mich für die Obersaxer Familie entschieden, die für meinen möglichen Zeitraum eine SOS-Hilfe beantragt hatte.» Zur Familie gehören sieben Kinder, wovon zwei das Elternhaus bereits verlassen haben. «Der Vater arbeitet draussen unglaublich hart, während die Mutter im Haushalt alle Hände voll zu tun hat. Ständig muss gewaschen, gekocht, geputzt werden. Neben meiner Hilfsarbeit beim Bauern habe ich gelegentlich auch im Haushalt geholfen», erzählt Wiederkehr. Abends hat er mit den Kindern gespielt oder ihnen etwas vorgelesen – Tätigkeiten, für welche die Eltern im Sommer kaum je Zeit haben. Denn nach ihrer Arbeit in Haus und Hof erledigen sie abends Büroarbeiten oder andere Dinge, für die sie tagsüber keine Zeit haben.

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Wenn der Jungesel ausriss, verfolgten ihn Eselmutter, Bauer und Hilfsbauer.

Enormer Zeitdruck statt Idylle

Von der Familie wurde die Hilfskraft aus der Stadt sehr gut aufgenommen. «Die Umgebung, die Natur, die Tiere – das ist alles sehr schön. Ich liebe es, in der Natur zu arbeiten. Aber der Arbeitsalltag der Bergbauern ist alles andere als eine Idylle. Er ist sehr hart, der Zeitdruck ist im Sommer enorm», sagt Wiederkehr. Morgens um 6.15 Uhr gibt es Frühstück, ab 7 Uhr ist er mit dem Bauer bis abends bei der Arbeit. Pausen gibt es nur zum Mittagessen und zum Abendessen.

«Die Arbeit ist sehr wetterabhängig. Bei gutem Wetter wird möglichst lange draussen gearbeitet, und wenn es mal regnet, werden Maschinen repariert, Schneideblätter der Mähmaschinen geschliffen oder die Esel eingefangen, die mal wieder ausgebüxt sind.» Ein Höhepunkt in Wiederkehrs einwöchigem Arbeitseinsatz war der Alpaufzug am Freitag. «13 Kühe mussten auf die Alp geführt werden, doch den Bullen und zwei Kühe mussten wir von der Herde trennen. Das war alles andere als einfach und kostete uns viel Zeit und Energie.»

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Belohnung für die harte Arbeit: Das Panorama in Obersaxen.

Erfahrungen fürs Leben

In nur einer Woche hat Marc Wiederkehr viel vom Leben der Bergbauernfamilie mitbekommen. «Ich habe den vollen Respekt dafür, was die Familienmitglieder jeden Tag leisten», sagt er. Damit meint er nicht nur die Arbeit des Bauern, sondern insbesondere auch der anstrengende Alltag der Mutter und der Kinder, die in der Freizeit mithelfen und für den Schulweg vom abgelegenen Haus zuerst einen Kilometer zur Busstation zurücklegen, um dann mit dem Bus zur Schule zu fahren. Dementsprechend kurz fällt ihre Mittagspause zuhause aus.

Nicht nur die Obersaxer Familie hat von Wiederkehrs Aufenthalt profitiert, sondern auch er selbst. «Es tut gut, im eigenen Land Menschen zu unterstützen, die Hilfe nötig haben. Ich empfehle jedem, eine solche Woche durchzuführen – besonders für ein Stadtkind wie mich ist ein solcher Landeinsatz ein perfektes Kontrastprogramm zum städtischen Büroalltag», sagt er. «Und die Aussicht beim Aufstehen auf das Bergpanorama und die frische Bergluft sind einfach unbezahlbar.»

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Müde, aber zufrieden: Marc Wiederkehr bei der Arbeit.

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