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Die AHV-Beiträge steigen – was tun?

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AHV-Beiträge

Mit der angenommenen Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) steigen ab 1. Januar 2020 die AHV-Beitragssätze für Arbeitgeber und Arbeitnehmer – erstmals seit über 40 Jahren. Für Unternehmen herrscht Handlungsbedarf.

Mit 66,4 Prozent hat das Schweizer Stimmvolk das Bundesgesetz über die Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) deutlich angenommen. Ziel ist der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz durch ein international konformes Steuersystem. Bisher gültige Steuerregelungen, die nicht mit internationalen Standards übereinstimmen, werden somit aufgehoben. Entsprechend sieht die STAF-Vorlage Massnahmen wie die Abschaffung der Steuerprivilegien für Statusgesellschaften – Unternehmen, die ihre Erträge hauptsächlich im Ausland erwirtschaften –, die Offenlegung stiller Reserven, die Senkung der Gewinnsteuersätze, die Umsetzung einer Patentbox oder die Erhöhung der Dividendenbesteuerung vor.

Neben den neuen steuerlichen Sonderregelungen beinhaltet das Bundesgesetz ausserdem Massnahmen zur Finanzierung der AHV. Ab 2020 erhält diese zusätzlich 2 Milliarden Franken pro Jahr. Davon stammen 800 Millionen Franken vom Bund, die restlichen 1,2 Milliarden tragen die Unternehmen und Versicherten. Sprich: Erstmals seit über 40 Jahren werden die AHV-Beitragssätze leicht angehoben. Sie steigen um 0,3 Prozent – je 0,15 Prozentpunkte für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Das Bundesgesetz tritt ab 1. Januar 2020 in Kraft. Auf die erhöhten AHV-Beiträge sollten Unternehmen rechtzeitig reagieren: «Unternehmen müssen die entsprechenden Anpassungen in ihrem Lohnsystem vornehmen», erklärt Doris Fellmann-Marbach, Business Analyst von Sage. «Bei den AHV-Abzügen mag das neu sein. Bei anderen Beiträgen ändert sich der Prozentsatz oft auf ein neues Geschäftsjahr. Etwa bei der Unfall- oder der Krankentaggeldversicherung, die nicht selten mit dem Bonus-Malus-System arbeitet. So gesehen sind die erhöhten Beitragssätze Teil einer üblichen Jahresendarbeit, die sowieso anfällt.»

AHV-Beiträge anpassen: Mit Sage auf der sicheren Seite

Für Sage-Start-Nutzer ist der Jahreswechsel einfach: Sage wird ein Auto-Update ausliefern, mit dem Nutzer die Löhne direkt mit den neuen AHV-Abzügen verrechnen. Anwender von Sage 50 Extra und Sage 200 Extra werden über das Jahresendschreiben darauf hingewiesen, für das neue Geschäftsjahr die Abzüge entsprechend anzupassen.

Darüber hinaus sollten Arbeitnehmende schon vor Jahresende – spätestens aber mit dem Januarlohn – über die erhöhten Beiträge informiert werden. Denn der Nettolohn fällt nun kleiner aus, sofern der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin keine Lohnerhöhung erhält. «Gerade weil die STAF-Vorlage und somit die AHV-Beitragserhöhung in den Medien stark präsent war, macht es für Arbeitgeber durchaus Sinn, ihre Angestellten proaktiv über die Änderungen in Kenntnis zu setzen», hält Fellmann fest.

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