Wir spielen gerade

Wir spielen gerade

Tipps für die Budgetierung im Unternehmen

Zurück zur Suche

Budgetierung

Das Budget ermöglicht einen richtungsweisenden Blick aus der Vogelperspektive. Gerade in kleineren und mittleren Unternehmen eine wichtige Voraussetzung für den Geschäftserfolg. Lesen Sie unsere Tipps, die bei der Budgetierung helfen. 

Die Erstellung des Budgets gehört zu den wichtigsten Faktoren in der Unternehmensplanung. Die Budgetplanung der nächsten 12 Geschäftsmonate wird sich in der Erfolgsrechnung, in der Bilanz und in der Geldflussrechnung abzeichnen. Nur wer einen soliden Budgetplan macht, setzt die Grundlagen für eine stetige Liquidität.

Eine Budgetierung erfordert eine möglichst realistische Einschätzung der geplanten Einnahmen, Erträge, Ausgaben und Kosten. Aber Vorsicht: Die verschiedenen Elemente des Finanzplans sollten konsistent sein und sich nicht gegenseitig widersprechen. Andernfalls kann es sein, dass von Kreditgebern oder Beteiligten unangenehme Fragen gestellt werden oder Unklarheiten entstehen, die den gesamten Prozess der Budgetierung erschweren.

  • Planen Sie nicht aus dem Bauch heraus, sondern erstellen Sie das Budget anhand von historischen Daten aus Ihrem Unternehmen, aus eigenen Erfahrungen, aus Recherchen und Berechnungen.
  • Prüfen Sie Ihre Prognosen bereits im laufenden Geschäftsjahr, um mögliche Anpassungen zu machen. Mit einem Soll-Ist-Vergleich finden Sie heraus, wo potenziell Verluste entstehen können.
  • Finden Sie die relevanten Kennzahlen heraus und setzen Sie diese in Bezug auf die Unternehmensziele und die erforderlichen Massnahmen.
  • Erstellen Sie das Budget für das kommende Jahr nicht zu spät – also nicht kurz vor Jahresende – aber auch nicht zu früh, wenn die Prognosen noch zu unsicher sind. Der November eignet sich für viele Unternehmen und Branchen diesbezüglich gut.
  • Fehlen wichtige Basisinformationen zu Faktoren wie beispielsweise künftige Ausgaben, Kundenverluste, etc. kann eine externe Recherche oder eine Beratung hilfreich sein. Wissenslücken können überall auftauchen. Fragen Sie bei Bedarf und je nach Thema befreundete Unternehmer, Buchhalter, Ihren Treuhänder oder informieren Sie sich durch Fachliteratur.
  • Nutzen Sie geeignete digitale Tools und ein Buchhaltungsprogramm, um die Budgetplanung übersichtlich zu gestalten. Sage-Lösungen bieten einfache und effiziente Unterstützung.
  • Planen Sie nicht zu genau, sondern wägen Sie ab. Ein Budgetplan lässt sich nicht auf jede Kommastelle berechnen. Besser, Sie berücksichtigen viele verschiedene Einflussfaktoren und lassen die Zahlen der vergangenen Jahre in angepasster Form einfliessen.
  • Unterscheiden Sie zwischen Fixkosten (Miete samt Nebenkosten, Leasing, Administration, Versicherungsprämien etc.) und variablen Kosten (diese entstehen beispielsweise in direktem Zusammenhang mit der Produktion (Wareneinkauf, Transport- und Energiekosten, Zölle, etc.). Je nach dem gehören Betriebskosten (IT, Internet, Telefon, Zinsen, Fahrzeuge, Miete, Personal, Versicherungen etc.) zu den fixen oder variablen Kosten.
  • Vergessen oder vernachlässigen Sie das Marketing nicht. Das KMU-Portal des Bundes macht folgende Schätzung: Ein reifes Unternehmen, das in einem etablierten Markt arbeitet und sich massvolle Ziele setzt, bringt für Marketingmassnahmen ungefähr 2 bis 5 Prozent seines Jahresumsatzes auf. Bei einer Start-up-Firma, die ein starkes Wachstum anstrebt oder in einen neuen Markt eindringen will, können dies auch 7 bis 10 Prozent des Jahresumsatzes sein.
  • Planen Sie eine Rückzahlung von Fremdkapital mit ein, wenn Sie erwarten, dass die Kosten für das Fremdkapital zunehmen und dadurch die Gesamtrendite Ihres Kapitals übersteigen könnten. Prüfen Sie alternativ aber auch die Möglichkeit einer Steueroptimierung, die Sie über die Fremdkapitalzinsen erreichen können.
  • Überlegen Sie sich verschiedene Budget-Szenarien. Das kann gerade in Krisenzeiten helfen, bessere Entscheidungen zu treffen.

Stellen Sie sich die richtigen Fragen zur Budgetierung:

  • Wo komme ich her? Was sind die Ziele? Was möchte ich ändern?
  • Wo lassen sich Einsparungen machen? Beantworten Sie diese Frage, ohne die Ziele und die Ausrichtung des Geschäftsziels ausser Acht zu lassen.
  • Welche Maschinen, Fahrzeuge, IT-Infrastruktur muss ich erneuern? Planen Sie diese Ausgaben nicht wie in der Buchhaltung als Abschreibung ein, sondern als konkrete Ausgaben der jeweiligen Anschaffungspreise.
  • Wo können Mehrkosten anfallen? Bestehen zusätzliche Risiken wie z. B. alte Infrastruktur, veraltete Technologie oder Ähnliches?
  • Betreffend Wachstum des Unternehmens: Wo und wie kann ich neue Kundschaft generieren? Muss mit dem Verlust von bestehenden Kunden gerechnet werden? Und was sind meine Akquisekosten zur Deckung oder zur Erreichung des Break-Even?
  • Schätze ich die Prognosen richtig ein? Ist es realistisch, den eigenen Marktanteil aus dem Marktvolumen abzuleiten? Eine vorsichtige Schätzung bewahrt vor bösen Überraschungen. Diese sollte in Abhängigkeit der Ziele und der Strategie gesetzt werden.

Buchhaltungssoftware

Mit der richtigen Software jederzeit den Überblick über die Finanzen behalten, Mehrwertsteuer-Abrechnungen auf Knopfdruck erledigen und die Business-Performance optimieren.

Software vergleichen