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Anpassungen der Familienzulagen

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Familienzulagen

Mit der Änderung des Familienzulagengesetzes müssen Sie in der Lohnsoftware Anpassungen vornehmen. Was sich im Gesetz ändert und was konkret zu tun ist.

Seit dem 1. August 2020 gelten in der Schweiz neue Gesetzesbestimmungen betreffend Familienzulagen. Das Familienzulagengesetz wird in drei Bereichen geändert:

  • Die Altersgrenze für den Bezug von Ausbildungszulagen wird von 16 Jahre auf 15 Jahre gesenkt.
  • Arbeitslose Mütter, die eine Mutterschaftsentschädigung beziehen, erhalten Anrecht auf Familienzulagen.
  • Neu wird eine gesetzliche Grundlage für Finanzhilfen an Familienorganisationen geschaffen.

Altersgrenze für Ausbildungszulagen

Das Familienzulagengesetz (FamZG) unterscheidet zwei Arten von Familienzulagen: die Kinderzulage und die Ausbildungszulage. Die Beträge können kantonal unterschiedlich hoch ausfallen. Das vorgegebene Minimum für die Zulagen betragen bis 12-Jährige 200 Franken, für 12- bis 16-Jährige 210 Franken und neu für ab 15-Jährige in Ausbildung 250 Franken. Bisher hatten Eltern, deren Kind eine nachobligatorische Ausbildung beginnt und noch nicht 16 Jahre alt ist, keinen Anspruch auf die Ausbildungszulage. Dies ändert sich nun: Neu wird den Eltern mit Beginn der nachobligatorischen Ausbildung des Kindes die Ausbildungszulage ausgerichtet, sofern es das 15. Altersjahr erreicht hat.

Familienzulagen für arbeitslose Mütter

Bisher hatten arbeitslose Mütter, die eine Mutterschaftsentschädigung beziehen, kein Anrecht auf eine Familienzulage. Dies ist neu der Fall. Dank dieser Anpassung wird für ein Kind die Zulage ausgerichtet, wenn beispielsweise wegen einer fehlenden Vaterschaftsanerkennung keine andere Person einen Anspruch auf Familienzulagen erheben kann.

Finanzhilfen an Familienorganisationen

Mit der Anpassung des Familienzulagengesetzes wurde eine gesetzliche Grundlage für die Finanzhilfen an Familienorganisationen geschaffen. Zwar unterstützt der Bund bereits seit mehr als 70 Jahren Familienorganisationen. Bisher wurden die Finanzhilfen lediglich gestützt auf die Bundesverfassung gewährt. Nun wurde im Familienzulagengesetz eine explizite gesetzliche Grundlage dafür geschaffen.

Änderung der Ausbildungszulagen in der Lohnsoftware

Was ist konkret für die Anpassung der Familienzulagen zu tun? Die zuständige Ausgleichskasse informiert das Unternehmen, welche Mitarbeitenden Kinder in besagtem Alter haben. «Die HR-Verantwortlichen müssen nun abklären, ob sich die Jugendlichen, die sich im 15. Lebensjahr befinden, in einer überobligatorischen Ausbildung befinden», sagt Paola Ramella, Payroll & HR Specialist bei Sage Schweiz. Diese zwei Kriterien müssen gleichzeitig erfüllt sein, damit die Familienzulage angepasst werden kann:

  • Das Kind muss am 1. August 2020 das 15. Altersjahr erreicht haben.
  • Das Kind muss sich in einer überobligatorischen Ausbildung befinden.

Trifft dies zu, müssen der oder die Lohnverantwortliche/r die neuen Ansätze und Abgrenzungen in der Lohnsoftware abbilden. «Für diese Änderungen müssen die neuen Tabellen der relevanten Kantone heruntergeladen und in der Sage-Software eingelesen werden», sagt Paola Ramella und fügt an, «Details zum Vorgehen finden unsere Kunden auf der umfassenden Online Help für ihr Produkt.»

Gut zu wissen: Zu den überobligatorischen Ausbildungen zählen alle Ausbildungen nach Absolvierung der in den Kantonen vorgeschriebenen Schuljahre. Die Ausbildungszulage wird bis zum Abschluss der Ausbildung des Kindes gewährt, längstens jedoch bis zum Ende des Monats, in dem es das 25. Altersjahr vollendet. Weitere Informationen zu den Ausbildungszulagen finden Sie im Merkblatt der Ausgleichskassen.

 

 

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