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Die zündende Geschäftsidee

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Die zündende Geschäftsidee

Die Skizze auf der Papierserviette ist noch kein Businessplan: Wie man eine Geschäftsidee findet und weiterentwickelt – und wie man bei der Geschäftsidee die Spreu vom Weizen trennt.

Nicht jeder stolpert im Alltag über die zündende Geschäftsidee und wird damit über Nacht zum erfolgreichen Jungunternehmer. Um ehrlich zu sein: Kaum jemandem geht es wohl so. Sogar die abenteuerlichen Geschichten aus dem Silicon Valley sind Einzelfälle, zumal sie in Realität oft etwas anders aussehen als in den Erzählungen. Nichtsdestotrotz: Eine gute Idee kann zu einer umsetzbaren Geschäftsidee werden. Doch wie findet man eine Idee und wie entwickelt man sie weiter?

Background definieren: B2C oder B2B?

Manche Gründer, die auf der Suche nach einer Geschäftsidee sind, stossen auf ein Problem aus ihrem eigenen Alltag oder aus ihrem Umfeld und generieren daraus ein Geschäftsmodell. Wer also ein Start-up mit Kundendienstleistungen oder -produkten aufbauen will, kann damit Erfolg haben im B2C-Bereich.

Diese Strategie ist aber im B2B-Umfeld nicht zielführend. Wer hier eine erfolgreiche Idee haben will, braucht schon spezifische Branchenkenntnisse, um entsprechende Bedürfnisse und Probleme erkennen zu können. Darum gilt es, zuerst den Background zu definieren, in dem man tätig sein möchte und entsprechende Recherchen anzustellen. Richtet man sich nach Endkunden oder möchte man sein Produkt anderen Unternehmen anbieten?

Eigene oder fremde Ideen

Mit einer Geschäftsidee muss man nicht die Welt neu erfinden. Auch bestehende Ideen zu verbessern oder eine Lösung in einem ganz neuen Rahmen anzubieten, kann eine erfolgreiche Strategie sein. Doch ob das Deo nun 24, 48 oder 72 Stunden vor Schweissgeruch schützt oder der Seifenspender zu Hause nun batteriebetrieben funktioniert: Ein herbeigeredetes Problem bringt ein Unternehmen nicht weiter. Deshalb sollte man sich fragen: Existiert das Problem, das man lösen will, auch wirklich?

Zeitpunkt, Zielgruppe, Buyer Personas

Die beste Idee kann zum falschen Zeitpunkt zum totalen Flop werden. Der Markt muss bereit dafür sein. Wurden bis vor kurzem hauptsächlich Kleingüter wie Bücher, Musik oder Kleider online geshoppt, werden heute auch sperrige Möbel online gekauft. Vor wenigen Jahren wäre das noch undenkbar gewesen. Genauso entscheidend wie die entwickelte Idee ist deshalb der passende Zeitpunkt der Markteinführung. Wichtig ist es, zwischen echter Innovation und blossen Zusatzfeatures zu unterscheiden.

Den Fokus auf eine bestimmte Zielgruppe zu legen, ist ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung einer Geschäftsidee. Um die Eigenschaften und Bedürfnisse der potenziellen Kunden besser zu kennen, kann das Konzept der Buyer Personas helfen. Dabei werden nicht grobe Zielgruppen definiert, sondern fiktive Personen, die den typischen Kunden repräsentieren. Zur Beschreibung solcher Buyer Personas können beispielsweise zugehörige einer Zielgruppe oder potenzielle Kunden befragt werden, um damit ein möglichst genaues Profil zu erhalten. Dabei genügt es nicht, lediglich nach ihrem Konsumverhalten zu fragen. Man muss herausfinden, welches ihre Bedürfnisse, ihr Verhalten, ihre Wünsche sind. Auch wenn eine befragte Person ein Bedürfnis für ein Produkt verneint und sagt «das brauche ich nicht» sollte man die Bedarfspunkte ermitteln: Macht das Produkt im Umfeld dieser Menschen Sinn? Welches könnte die Käufergruppe sein?

Die Idee vermarkten

Viele Konzepte und Ideen sind nicht selbsterklärend geschweige denn selbstverkaufend. Um Erfolg zu haben, soll man den künftigen Kunden bestmöglich zeigen, worum es geht und worin der Mehrwert des neuen Produkts, der neuen Dienstleistung liegt. Die ausgereifte, weiterentwickelte Idee sollte deshalb im Businessplan konkretisiert werden. Egal, ob Sie eine völlig neue Idee haben oder ob Sie eine vorhandene Lösung verbessern, die bereits auf dem Markt erhältlich ist. Wer überzeugend ist, kann durchaus neue Käufergruppen generieren.

Und auch in einem scheinbar gesättigten Markt lässt sich mit einer guten Idee etwas machen. Selbst die erfolgreichsten Unternehmen haben unzufriedene Kunden, die bereit sind, ihren Anbieter bei der nächsten Gelegenheit zu wechseln. Vielleicht ist das ja ein Ansatz, um über Ihre nächste Idee zu grübeln?

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