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ISO 20022: Final Call für Bankkunden

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ISO 20022: Final Call für Bankkunden

Jetzt sollten auch Bankkunden ihren Zahlungsverkehr auf die neuen ISO-20022-Formate umstellen. Nur so ist gewährleistet, dass weiterhin alle Zahlungen korrekt ablaufen.

Für die Geschäftskunden der PostFinance ist es Alltag: Ein- und ausgehende Zahlungen werden seit Anfang 2018 nicht mehr über die «alten», PostFinance-spezifischen Standards abgewickelt, sondern über die gemäss ISO 20022 standardisierten Formate pain und camt. Die erste Umstellungswelle ist erfolgreich über die Bühne gegangen, wie unsere erste Bilanz zeigt.

Auf den Stichtag 30. June 2018 müssen sich auch die Bankkunden auf ISO 20022 einstellen. Die Banken selbst haben ihre Systeme bereits per Anfang December 2017 umgestellt. Sie verkehren heute untereinander gemäss der neuen Norm. Laut Boris Brunner, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Business Development & Operations von SIX Interbank Clearing, gab es bei der Umstellung der Banken keine Probleme: «Einige waren zwar erst auf den letzten Termin so weit, aber alle konnten den Stichtag einhalten.»

Einheitlicher Standard

Die bisherigen Zahlungsformate der Banken (DTA) unterscheiden sich technisch von denen der PostFinance (EZAG). Deshalb müssen alle Geschäftskunden der Banken ihre Software auch für den Verkehr mit ihrer Bank anpassen – auch wenn sie bereits bei der PostFinance umgestellt sind. Den PostFinance-Kunden fällt die Umstellung für Banken allerdings leichter, denn sie haben sich gedanklich und projektbezogen bereits einmal mit dem Thema beschäftigt. Und wie bei der PostFinance-Umstellung gilt: Die Banken sowie Softwareanbieter wie Sage unterstützen den Übergang ihrer Kunden in die ISO-20022-Ära tatkräftig.

Aufs Ganze gesehen ist der Umstellungslauf auf der Zielgeraden: Per Ende April waren 60 Prozent der Bankkunden umgestellt, auf den 30. June rechnet SIX mit über 80 Prozent. «Das übertrifft unsere Erwartungen», stellt Brunner fest und betont, dies sei auch ein Verdienst der Banken und Softwarepartner. Boris Brunner rechnet indes nicht damit, dass per 30. June sämtliche Bankkunden ISO-20022-ready sind. «Bis zum Stichtag sollte die Masse umgestellt sein. Wenn ein Kunde noch nicht so weit ist, kann er mit seiner Bank eine individuelle Vereinbarung mit klarem Umstellungstermin treffen.»

Haben Sie als Banken-Geschäftskunde noch nicht umgestellt? Dann heisst es jetzt «Final Call»! Denn wer den Zahlungsverkehr weiter mit den alten Formaten abwickelt, verursacht bald Probleme – nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern auch bei seinen Geschäftspartnern. Es kann zu Lieferverzögerungen, Mahnungen und zusätzlichen Spesen kommen, bis hin zu Zahlungen, die überhaupt nicht mehr durchgeführt werden. Auf unserer ISO-Website finden Sie viele Informationen und Hilfsmittel zur ISO-20002-Umstellung.

QR-Rechnung kommt 2019

Die Umstellung der Zahlungsformate auf ISO 20022 ist Voraussetzung für das zweite Element der Harmonisierung des Schweizer Zahlungsverkehrs: Die traditionelle Vielfalt der Einzahlungsscheine wird durch eine einheitliche QR-Rechnung mit Zahlteil abgelöst. Ein scanbarer QR-Code wird zusammen mit dem herkömmlichen Rechnungstext und sämtlichen Rechnungsinformationen in Textform aufs Papier gedruckt.

«Bevor wir die QR-Rechnung einführen können, muss ISO 20002 flächendeckend bei den Unternehmen funktionieren», betont Boris Brunner. Unter anderem deswegen habe SIX so viel Gewicht auf die zeitgerechte Umstellung auf ISO 20022 gelegt. «Es wäre gefährlich zu denken, man könne mit der Umstellung warten und sie dann erst gleichzeitig mit der QR-Rechnung in Angriff nehmen.» SIX räumt demnach den Bankkunden noch Zeit für die Umstellung auf die QR-Rechnung ein und setzt den Stichtag auf «nicht vor Mitte 2019» an – ein exakter Termin steht noch nicht fest (Anm. der Redaktion: Mittlerweile wurde das Datum für die Einführung auf den 30. June 2020 festgelegt).

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