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ISO 20022: Was, wann, wie?

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ISO 20022: Was, wann, wie?

Der Schweizer Zahlungsverkehr tritt in ein neues Zeitalter ein. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Umstellung anzugehen. Denn schon bald kann man nur noch mit ISO-20022-konformen Methoden zahlen. Betroffen sind alle – von der Einzelperson übers KMU bis zum Grosskonzern.

Wer nicht umstellt, bleibt aussen vor: PostFinance gibt den Takt vor und stellt den Zahlungsverkehr per Anfang 2018 auf den neuen ISO-20022-Standard um, die Banken folgen bis Mitte 2018. Die Finanzinstitute akzeptieren nach einer Übergangsfrist spätestens ab 2020 nur noch Zahlungen in den neuen Formaten. Und niemand kann sich herausreden: Die ISO-20022-Umstellung betrifft alle, von der einzelnen Privatperson bis zum Grosskonzern. Auch KMU müssen sich rechtzeitig auf die neue Ära vorbereiten – jetzt ist es höchste Zeit dafür. Wer nicht rechtzeitig umstellt, wird faktisch zahlungsunfähig.

Harmonisierung bringt Veränderungen

Der Hintergrund: Mit ISO 20022 wird der Schweizer Zahlungsverkehr harmonisiert. Post und Banken setzen in Zukunft auf einheitliche Standards, die auf der internationalen Norm ISO 20022 basieren. Die bisherigen Verfahren DTA und EZAG verschwinden ebenso wie die sage und schreibe sieben verschiedenen Zahlungsformulare. Stattdessen heisst es künftig «pain.001» oder «pain.008» und eingezahlt wird mit der «QR-Rechnung mit Zahlteil». Dabei steht «pain» übrigens nicht für «Schmerz» – der Zahlungsverkehr soll mit ISO 20022 ja deutlich schmerzloser werden – sondern für «payment initiation».

Auch die Kontonummern von Banken und PostFinance haben ausgedient: ISO 20022 kennt nur noch die auch international gültige IBAN-Nummer. Der Aufwand für die Umstellung wird durch Vorteile wie stark verbesserte Effizienz, höhere Datenqualität und besseres Cash-Management rasch wettgemacht. Doch was ist konkret zu tun, um am Ball zu bleiben und schmerzhafte Pannen zu vermeiden?

  1. Aktuelle Software einsetzen: Fragen Sie Ihren Software-Anbieter, ob Ihre Buchhaltungslösung bereits ISO-20022-fähig ist. Führen Sie falls nötig ein Update auf die neueste Version durch – oder ersetzen Sie die bisherige Software durch ein modernes Produkt, wenn Sie merken, dass Ihr Anbieter noch nicht so weit ist oder Unsicherheiten bezüglich ISO 20022 zeigt. Sage-Kunden müssen sich in dieser Hinsicht keine Sorgen machen: Alle Sage-Buchhaltungen sind in der neuesten Version bereits auf ISO 20022 getrimmt.
  2. Mit der Hausbank reden: PostFinance und die verschiedenen Banken haben unterschiedliche Fahrpläne für die ISO-20022-Migration. Klären Sie mit Ihrem Finanzinstitut ab, welches Zeitfenster es für die Umstellung vorsieht. Besprechen Sie mögliche Vorgehensweisen und Optimierungsmöglichkeiten und fragen Sie, ob eine Testumgebung zur Verfügung steht – so können Sie zunächst mit «Trockenübungen» Erfahrungen sammeln.
  3. Planen und Budgetieren: Der Übergang ins ISO-20022-Zeitalter geschieht in vielen Unternehmen ganz reibungslos: Im Zentrum steht meist ein Update der Finanzsoftware. Das geht zum grössten Teil einfach und oft sogar automatisch über die Bühne. Nach dem Update der Software erfordert die Umstellung – zumindest bei Sage – nur wenige Schritte. Bei grösseren Systemen ist ein Software-Update manchmal auch mit einem Hardware-Wechsel verbunden, sei es aus Performance-Gründen oder weil sich die Mindestanforderungen ändern. Dann ist es sinnvoll, die Umstellung sorgfältig zu budgetieren.
  4. Konfiguration aktualisieren: Passen Sie in Ihrer Software Basisangaben wie die Bankverbindung oder die eigenen Kontonummern entsprechend an. Die Umstellung wird aufwändiger, wenn eine grosse Anzahl von Kunden oder Lieferanten mit hinterlegten Bankverbindungen vorliegt. Prüfen Sie dabei nach, ob die bestehende Kontoangabe noch stimmt – es kann ja sein, dass ein Geschäftspartner im Zug der Umstellung neue Konti erhält oder gleich die Bank wechselt.

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