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Und jährlich grüsst der Jahresabschluss

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Jahresabschluss

Neben den alten bekannten Aufgaben, die zum Jahresabschluss gehören, gibt es in diesem Jahr einige Neuerungen, die Sie berücksichtigen sollten.

Sie müssen für Ihr Unternehmen das Geschäftsjahr in der Buchhaltung abschliessen? Dann haben Sie vielleicht bereits Routine darin und machen dies aus dem Effeff – oder Sie stehen vor einer Herausforderung, die es zu bewältigen gilt und bei der Sie möglichst nichts vergessen und keine Fehler machen wollen. Je nachdem, welcher Jahresabschluss-Typ Sie sind, erledigen Sie mithilfe Ihrer Software mehr Aufgaben selbst – oder Sie lagern möglichst viele Aufgaben an Ihre Treuhänderin aus.

In jedem Fall ist es hilfreich, mittels einer Checkliste dafür zu sorgen, dass nichts vergessen geht. Und um gängige Fehler von Vornherein zu verhindern, ist ein Blick auf unsere Liste der bekannten Jahresabschluss-Fehler nützlich. Neben den jährlich wiederkehrenden Aufgaben gibt es für den Jahresabschluss 2021 aber auch zwei Neuerungen, die unbedingt berücksichtigt werden müssen, erklärt Petra Wespi, Team Manager Customer Support Payroll bei Sage Schweiz: «Erstens muss im Lohnausweis neben der AHV-Nummer auch das Geburtsdatum der Arbeitnehmenden eingetragen werden und zweitens erfolgt eine Erhöhung des Privatanteils bei der Nutzung von Geschäftsfahrzeugen.»

  1. Neuerung in der Lohndeklaration

Der Lohnausweis für 2021 hat sich minimal verändert: Neu muss neben der 13-stelligen AHV-Nummer im Feld C auch das Geburtsdatum des oder der Arbeitnehmenden vermerkt werden. Dafür steht ein neues Formular zur Verfügung, das ab diesem Jahr ausschliesslich zu verwenden ist. Natürlich können Sie die Lohnausweise manuell erstellen, das bedeutet aber schnell mal Mehraufwand und ist zudem fehleranfällig. Wir empfehlen deshalb für die Deklaration der Löhne 2021 ein Software-Update, damit die Lohnausweise automatisiert erstellt werden können.

  1. Erhöhung des Privatanteils von Geschäftsfahrzeugen

Ab 1.1.2022 gelten für Aussendienstmitarbeitende, bei denen der Arbeitsweg pauschal im Privatanteil des Geschäftsfahrzeuges besteuert wird, ein neuer Tarif. Die Verordnungsveränderung führt zur Erhöhung dieses Privatanteils von 0,8 % auf neu 0,9 %. Damit entfallen die Aufrechnung für den Arbeitsweg sowie auch der Fahrkostenabzug bei der direkten Bundessteuer. Trotzdem bleibt es für Arbeitnehmende weiterhin möglich, die effektive private Nutzung mit einem Fahrtenheft abzurechnen, um den Fahrkostenabzug geltend zu machen.

Für Arbeitgeber entfällt somit die Pflicht, den Anteil am Aussendienst auf dem Lohnausweis zu deklarieren. Petra Wespi erklärt, wie man das konkret macht: «Der Prozentsatz des Privatanteils des Geschäftsfahrzeugs muss manuell von 0,8 % auf 0,9 % geändert werden: In Sage 50 Extra ist dies unter den Firmenstamm-Zusatzfeldern vorzunehmen, in Sage 200 Extra in den Konstanten und in Sage Start in den Firmenzusatzdaten.» Wenn die aktuelle Softwareversion installiert ist, wird bei Sage Start und Sage 50 Extra der Prozentsatz automatisch mit dem Update angepasst.

Weitere Neuerungen beim Jahresabschluss?

Ob es noch weitere Änderungen für 2022 gibt, steht im November 2021 noch nicht definitiv fest. Nach aktuellem Kenntnisstand sind jedoch keine Änderungen der Sozialversicherungsbeiträge ab dem 1. Januar 2022 vorgesehen. Um über eventuelle spätere Änderungen im Bild zu sein, sollten Sie regelmässig die entsprechenden Informationsquellen überprüfen und Kontrollen in Ihrer Buchhaltung durchführen, rät Petra Wespi. Sie gibt Tipps, worauf Sie besonders achten sollten:

  • Gibt es Veränderungen der Tarife bei den Sozialversicherungen? Die aktuellen Beiträge und Informationen finden Sie auf der Website des Bundesamtes für Sozialversicherungen.
  • Dasselbe gilt für die Beträge bei den Familienzulagen, die im Falle einer Veränderung manuell geändert werden müssen. Allerdings sind die Kinderzulagen-Tabellen nicht historisiert, sondern sie werden jeweils überschrieben. Es wird deshalb empfohlen, die Änderung der Tabellen erst nach der Durchführung des Jahresabschlusses vorzunehmen.
  • Gibt es neue Tarife für die Quellensteuer (QST)? Je nach Kanton kann es zu Neuerungen kommen. Konsultieren Sie auch dazu die entsprechenden Websites. Falls ein Kanton das QST-Inkasso angepasst hat, können Sie diese Werte im Versicherungsstamm unter dem jeweiligen Kanton anpassen (nicht die gesamten Daten der Schweiz laden). «Dies muss zwar nicht für den Jahresabschluss 2021 gemacht werden, doch sollten die neuen Tarife vor dem ersten Lohnlauf 2022 eingetragen werden», sagt Petra Wespi dazu.

Als weitere Punkte, die kontrolliert und allenfalls zu ändern sind, gehören die Arbeitgeberbeiträge wie FAK- und AHV-Verwaltungskostenbeiträge sowie die UVG-Beiträge. Zudem kann ein Test des Lohnabschlusses bereits vor Ende Jahr vor bösen Überraschungen schützen – beispielsweise, indem man bereits Ende November Proben macht. Allfällig gefundene Fehler kann man so noch vor Jahresende korrigieren. Und zu guter Letzt steht auf der Jahresabschluss-Checkliste auch die Eröffnung eines neuen Geschäftsjahres. Sage Kunden finden im Help Center  zu ihren Produkten die passenden Tipps und Checklisten.

 

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