Beschreibung im Lexikon

Obligationen

Damit Unternehmen, Staaten oder andere öffentliche Körperschaften zu frischem Kapital kommen, können sie Obligationen (auch Anleihe oder engl. Bonds) ausgeben – sogenannt «emittieren» – und sich so Fremdkapital beschaffen.

Der Begriff Obligation leitet sich aus dem Lateinischen «obligare» ab, was so viel wie «anbinden, verpflichten» bedeutet. Es handelt sich normalerweise um ein festverzinsliches Wertpapier. Die Kapitalbeschaffung funktioniert dabei wie folgt: Der Emittent, auch Schuldner genannt, veräussert die Obligation und erhält dafür Fremdkapital von einem Gläubiger bzw. Investor. Der Schuldner verpflichtet sich, dem Gläubiger für eine gewisse Laufzeit einen Zins zu zahlen und das Fremdkapital am Ende der Laufzeit zurückzuzahlen. Der Zinssatz wird vor dem Rechtsgeschäft abgesprochen.

Aus Sicht des Emittenten/Schuldner wird das Kapital aus Obligationen buchhalterisch in der Regel als langfristiges Fremdkapital in der Bilanz hinterlegt (man spricht auch von «aktiviert»). Für den Gläubiger stellt die Obligation einen Vermögenswert dar, der im Anlagevermögen aktiviert wird.

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