Work-Life-Balance

Work-Life-Balance: Unstimmigkeiten zwischen Beruf und Freizeit ausgleichen

Die Work-Life-Balance hat als Schlagwort eine eigene Karriere mit zahlreichen Umwegen hinter sich. Das Empfinden, zu viel zu arbeiten und zu wenig Zeit für sich selbst zu haben, ist ein altbekanntes Problem der Arbeitswelt. Da sich in immer mehr Arbeitswelten das Berufliche mit dem Privaten vermischt, ist die traditionelle Trennung zwischen reiner Arbeitszeit und Freizeit in vielen Fällen nicht mehr möglich. Beruflich stark strapazierte Arbeitskräfte, die für ihre Firma ständig erreichbar sind, können in der Freizeit als Person körperlich anwesend sein, sind geistig aber abwesend. Dieses Phänomen gilt als eigentlicher Kern des Problems: Die Konzentration auf private Ziele droht auf der Strecke zu bleiben, weil berufliche Anforderungen das Lebensgefühl und die Lebensqualität dominieren. Es kommt zu einem Zustand der Unausgeglichenheit, der zu einem Leidensdruck führen kann.

Work-Life-Balance als definierbares Ziel für Mitarbeiter?

Bedenkliche Statistiken der gesetzlichen Krankenversicherungen zur allgemeinen gesundheitlichen Situation von Beschäftigten haben in vielen Unternehmen einen Umdenkprozess im Bereich der Mitarbeiterführung in Gang gesetzt. Burn-out gehört fast schon zu den Volkskrankheiten und betrifft zunehmend jüngere Arbeitnehmer. Aus wachsenden Anforderungen entsteht schnell die subjektiv empfundene Überforderung. Jeder Tag wird als Tag durchlitten, an dem man ans Limit seiner Kompetenz oder Leistungsfähigkeit geht. Hier liegt auch der Schlüssel zu einer methodisch effektiven Interpretation des Begriffs Work-Life-Balance. Denn es geht neben flexibleren Arbeitszeitmodellen ebenso um Arbeitsinhalte, erfüllte Erwartungen und Anerkennung.

Work-Life-Balance als Qualitätsbegriff

„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“ Mit dieser Erkenntnis haben sich bereits viele Generationen von Schülern getröstet, wenn sie den Sinn und Wert bestimmter Lerninhalte infrage stellten. Das Leben ist das perfekte Gegenmodell zur Schule – die Schule ist der Widersacher eigener Lebensziele. In der Arbeitswelt fehlen vergleichbar griffige Formeln als Trostspender. Denn der Wert der Arbeit wird durch die Gegenleistung in Form eines Arbeitsentgelts beziffert. Das Entgelt sichert die Existenz ab. Die Sinnfrage stellt sich im Zweifelsfall gar nicht mehr. Gut bezahlte Führungskräfte kokettieren höchstens noch mit dem empfundenen Missverhältnis aus Lohn und Lebensqualität: „Mein Gehalt besteht nur zum kleinsten Teil aus gerechtem Lohn für geleistete Arbeitszeit. Der Rest ist Schmerzensgeld.“ In modernen Personalstrategien wird die Work-Life-Balance als positives Leitbild herangezogen. Die Mitarbeiter werden mit ihrem empfundenen Dilemma nicht alleingelassen. Immer mehr Unternehmen betrachten es als Teil ihrer Fürsorgepflicht, ihren Beschäftigten ein ausgeglichenes und erfülltes Privatleben zu ermöglichen.

Nutzen der Work-Life-Balance für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Fremdbestimmtheit und Selbstbestimmtheit sind die zwei Kräfte, die in einem Arbeitnehmer in ständigem Konflikt miteinander liegen. Arbeitnehmer, die jedoch ausreichend Zeit und Motivation haben, ihre privaten Ziele und Leidenschaften ebenso intensiv verfolgen zu können wie ihre beruflichen, gelten als besonders wertvoll. Denn sie schöpfen Energie und Leistungsfähigkeit aus eigenen, selbstbestimmten Quellen.

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