Wir spielen gerade

Wir spielen gerade

Revision Quellensteuer: Das ist neu

Zurück zur Suche

Quellensteuer

Harmonisiert, aber noch immer komplex: Am 1. Januar 2021 tritt das neue Bundesgesetz über die Revision der Quellenbesteuerung in Kraft. Welche Änderungen kommen auf Arbeitgeber zu? Die wichtigsten Punkte im Überblick.

Die Änderungen bei der Quellensteuer haben unter anderem zum Ziel, quellenbesteuerte Personen und solche, die ordentlich besteuert werden, gleich zu behandeln. Die Berechnungen im Monats- und Jahresmodell sollen zudem in allen Kantonen geregelt werden. Damit Sie als Kleinunternehmer oder lohnverantwortliche Person eines KMU auf dem neusten Stand sind, fassen wir im Folgenden die wichtigsten Änderungen in 5 Punkten zusammen.

  1. Steuerabrechnung im Wohnsitz- oder Aufenthaltskanton

Ab dem 1. Januar 2021 hat der Arbeitgeber nur noch die Möglichkeit, die Quellenversteuerung bei der kantonalen Steuerbehörde seines Firmensitzes abzurechnen, wenn der Arbeitnehmer im Ausland ansässig und kein Wochenaufenthalter ist. Ansonsten ist der Wohnsitz- oder Aufenthaltskanton des Arbeitnehmers anspruchsberechtigt. Die Quellensteuer muss also zwingend über die entsprechende Steuerbehörde des Wohnsitzes des Arbeitnehmers abgerechnet werden.

  1. Harmonisierung im Monats- und Jahresmodell

Die Berechnung der Quellensteuer erfolgt neu einheitlich entweder nach dem Monatsmodell oder dem Jahresmodell. Mit der Vereinheitlichung in den Kantonen soll sichergestellt werden, dass alle Kantone desselben Berechnungsmodells den gleichen Sachverhalt gleich beurteilen.

  • Folgende Kantone verrechnen im Monatsmodell: Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug, Zürich.
  • Folgende Kantone verrechnen im Jahresmodell: Fribourg, Genf, Tessin, Waadt, Wallis.
  1. Wohnsitzwechsel

Ändern quellensteuerpflichtige Arbeitnehmende ihren Wohnsitz- oder Wochenaufenthaltskanton, müssen Arbeitgeber die Quellensteuerabrechnung ab dem Folgemonat bei der Steuerverwaltung des neuen Wohnsitz- oder Aufenthaltskantons einreichen. Es gelten dann die Tarife des neuen Kantons – und unter Umständen ein anderes Berechnungsmodell.

  1. Gesamtbeschäftigungsgrad

Arbeitgeber müssen Mitarbeiterinformationen stets aktuell halten, um die entsprechenden Änderungen in der Quellensteuer abzubilden. Dazu gehören etwa Zivilstandsänderungen, Anzahl Kinder, Wohnsitzwechsel, Kantonswechsel, zusätzliche Erwerbstätigkeiten sowie der Gesamtbeschäftigungsgrad. Um Änderungen nachvollziehen zu können, sollten Informationen mit Quelle und Datum versehen werden.

  • Für Arbeitnehmer gilt: Quellensteuerpflichtige Arbeitnehmende mit mehreren Arbeitsverhältnissen müssen ab dem 1. Januar 2021 ihren Gesamtbeschäftigungsgrad offenlegen.
  • Für Arbeitgeber gilt: Sie müssen das satzbestimmende Einkommen der Arbeitnehmer ermitteln. Falls der Gesamtbeschäftigungsgrad des Arbeitnehmers nicht bekannt ist, berechnet der Arbeitgeber den satzbestimmenden Lohn entsprechend des Beschäftigungsgrades.

Die Revision im Detail: Um mehr Details zur Quellensteuer-Revision zu erfahren, lesen Sie das Kreisschreiben 45 der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV).

Erleichterung dank passender Lohnsoftware

Auch mit der Revision bleibt die Abrechnung der Quellensteuer für viele Lohnverantwortliche eine Herausforderung. In einem Unternehmen ohne Swissdec-zertifizierte Lohnsoftware ist man besonders gefordert. Deshalb ist es in jedem Fall ratsam, eine Swissdec-zertifizierte Lohnsoftware zu nutzen. Alle HR- und Lohnsoftwarelösungen von Sage werden entsprechend mit dem Swissdec-Standard 5.0 aktualisiert. Zudem ist in den Lohnbuchhaltungen von Sage Start, Sage 50 Extra und Sage 200 Extra das einheitliche Lohnmeldeverfahren (ELM) integriert. Dieses ermöglicht es, sämtliche Lohn- und Quellensteuermeldungen auf elektronischem Weg den Behörden zu übermitteln.