Wir spielen gerade

Wir spielen gerade

«Netzwerken ist genauso wichtig wie Produktentwicklung»

Zurück zur Suche

Sage Advice – Logo
Sage AdviceDer Blog für fundiertes Unternehmerwissen
AbonnierenAbonnieren
Netzwerken ist genauso wichtig wie Produktentwicklung

Was bewegt die Firmengründer? Welches sind die grössten Herausforderungen, die sie meistern müssen? Wir haben bei drei Start-ups nachgefragt. Heute im Fokus: das Start-up Contexity.

Contexity ist ein Unternehmen, das intelligente Suchlösungen und personalisierte Services für Websites, E-Commerce und Datenbestände aus unterschiedlichen Quellen anbietet. Das Unternehmen ist breit aufgestellt und bietet sowohl Anwendungen zum Aufbereiten und Strukturieren von Daten als auch Tools, mit denen die Suche für End-User vereinfacht werden kann. Die Informatikerin Doris Paramythis ist Mitgründerin von Contexity. Sie kümmert sich um Partner und Sales Management, koordiniert Entwicklungen und erledigt die gesamte Administration des Unternehmens mit fünf Mitarbeitenden.

In welcher Phase befindet sich Ihre Firma zurzeit?
Doris Paramythis: Wir haben Contexity 2013 gegründet und sind mittlerweile in der Phase, unser Start-up weiter auszubauen. Eigentlich sind wir als Spin-off aus einer Web-Agentur entstanden. Wir sind nicht darauf angewiesen, möglichst schnell und stark zu wachsen, wir erweitern unser Angebot stetig und ebenso wächst unser Partner- und Kundenstamm.

Wie kommen Sie mit potenziellen Partnern in Kontakt?
An Konferenzen und einschlägigen Events wie dem START Summit ist es relativ einfach, an einem einzigen Tag, viele verschiedene interessante Leute zu treffen. Ich vernetze mich per Summit-App mit entsprechenden Personen und mache möglichst viele Termine ab. Über die App werde auch ich von Interessenten kontaktiert.

Nutzen Sie auch sonst Social Media für die Vernetzung und fürs Marketing?
Als Marketing-Tool sehr wohl, aber zur Vernetzung bzw. Erstkontaktaufnahme kaum, hierbei spielt Social Media für uns nur nachgelagert eine Rolle.

Zurück zu den Anfängen Ihrer Firma. Wie erlebten Sie die ersten Jahre als Firmengründerin?
Sehr, sehr spannend! Ich habe in diesen Jahren so unglaublich viel gelernt und möchte keinen Tag missen – na gut, ein paar Tage vielleicht schon …

Welches waren die grössten Herausforderungen in der Gründungszeit?Z
u Beginn war es für uns schwierig, das richtige Mass an Networking, Marketing & Sales versus Entwicklung zu finden. Die Frage ist, welche zeitlichen Investitionen sich lohnen, und was dabei herauskommt. Das mussten wir erst einmal herausfinden. Und mit den ersten Kundenprojekten mussten wir dann auch die richtige Balance finden zwischen der Arbeit an den aktuellen Projekten und der Weiterentwicklung unserer Produkte und Services.

Gibt es Dinge, die Sie beim nächsten Start-up anders machen würden?
Ja, wir würden sicher früher versuchen, potenzielle Partner und Kunden zu finden. Wir haben eher spät damit angefangen, ein entsprechendes Netzwerk aufzubauen und haben uns zu einseitig auf die Entwicklung unserer Produkte konzentriert. Kunden- und Partnersuche und somit das Networking sind genauso wichtig wie Produktentwicklung.

Haben Sie in der Anfangsphase die Hilfe von Coaches in Anspruch genommen oder Workshops für Start-ups besucht?
Ja, das war sehr nützlich, zumal ich als Österreicherin mich erst mal mit den Schweizer Bestimmungen vertraut machen musste. Neben Coaching und Workshops bei Startups.ch engagierten wir anfangs zudem einen Treuhänder. Inzwischen mache ich das aber alles selbst – zumindest so lange wir nur wenige Mitarbeitende sind.

Doris Paramythis, Mitgründerin des Start-ups Contexity.
Doris Paramythis, Mitgründerin des Start-ups Contexity.

Worin bestehen Herausforderungen heute, nach rund fünf Jahren?
Wir müssen immer am Ball bleiben. Für einen anhaltenden Erfolg müssen wir stetig evaluieren, welche innovativen Einsatzgebiete für unsere Produkte und Services existieren. Das Finden von Information ist für viele Unternehmensworkflows essenziell. Mit unserer Software Semanteer decken wir die typischen Anwendungsgebiete ab, etwa die Suche auf Websites und Portalen, aber auch in ganzen Enterprise-Umgebungen oder im E-Commerce. In der nahen Zukunft werden Themen wie Cognitive Search und Machine Learning eine immer grössere Rolle spielen. Die Such-Tools werden die User wirklich verstehen und sich automatisch verbessern. Dementsprechend müssen wir jetzt die notwendigen Weichen stellen, um zur richtigen Zeit mit den passenden Produkten zur Stelle zu sein.

Passen Sie denn Ihre Angebote je nach Kunde oder Partnerfirma entsprechend an?
Nicht direkt, bei unterschiedlichen Projekten sind zwar jeweils andere Lösungen erforderlich, aber wir können mit unserer Software sehr flexibel darauf reagieren. Wir bieten ein Framework an, dessen Tools je nach Anforderungen konfiguriert werden können. So muss das Rad nicht jedes Mal neu erfunden werden, und wir können auf einfache Art massgeschneiderte Suchlösungen mit intelligenten, personalisierten Empfehlungen realisieren.

Sage Start für Firmengründer

Dank Cloud greifen Sie jederzeit auf Ihre Daten zu und arbeiten von unterwegs oder online mit Ihrem Treuhänder zusammen.

Lernen Sie Sage Start kennen