{"id":6443,"date":"2019-10-15T05:00:52","date_gmt":"2019-10-15T03:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/?p=6443"},"modified":"2026-01-22T15:43:53","modified_gmt":"2026-01-22T14:43:53","slug":"psd2-neue-regeln-im-zahlungsverkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/psd2-neue-regeln-im-zahlungsverkehr\/","title":{"rendered":"PSD2 \u2013 Neue Regeln im Zahlungsverkehr"},"content":{"rendered":"<header class=\"entry-header has-dark-background-color entry-header--has-illustration entry-header--has-illustration--generic\">\n\t<div class=\"container\">\n\t\t<div class=\"entry-header__row row align-center\">\n\t\t\t<div class=\"col col-lg-7 col-xlg-6 entry-header__content\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"component component-single-header\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"entry-header__misc text--subtitle text--uppercase text--small\">\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/kategorie\/recht-steuern-finanzen\/\" class=\"entry-header__link\">Recht, Steuern und Finanzen<\/a>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"entry-title-wrapper\">\n\t\t\t\t\t<h1 class=\"entry-title\">\n\t\t\t\t\t\tPSD2 \u2013 Neue Regeln im Zahlungsverkehr\t\t\t\t\t<\/h1>\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p class=\"entry-header__description\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\t\t<div class=\"single-post-details container\">\n\t\t<div class=\"col\">\n\t\t\t<span class=\"posted-on \"><time class=\"entry-date published\" datetime=\"2019-10-15T05:00:52+02:00\">15. Oktober 2019<\/time><\/span><span class=\"reading-time\"> Minuten zu lesen<\/span>\n\t\t<button\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\tclass=\"social-share-button button button--icon button--secondary js-social-share-button\"\n\t\t\tdata-share-title=\"PSD2 \u2013 Neue Regeln im Zahlungsverkehr\"\n\t\t\tdata-share-url=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/psd2-neue-regeln-im-zahlungsverkehr\/\"\n\t\t\tdata-share-text=\"Bitte lesen Sie diesen interessanten Artikel\"\n\t\t>\n\t\t\t<span class=\"social-share-button__share-label\">Teilen<\/span>\n\t\t\t<span class=\"social-share-button__copy-label\" hidden>Link kopieren<\/span>\n\t\t\t<span class=\"social-share-button__copy-tooltip\" aria-hidden=\"true\" hidden>Kopiert<\/span>\n\t\t<\/button>\n\n\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\t<\/header>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-post-author has-dark-background-color alignfull\">\n\t<div class=\"container\">\n\t\t<div class=\"col\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"co-authors\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t<div class=\"entry-author-wrapper\">\n\t\t\t<a class=\"entry-author\" href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/author\/sabinepreusser\/\">\n\t\t\t\t<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2019\/02\/PreusserSabine2015.jpg\" class=\"entry-author__image\" height=\"40\" width=\"40\" fetchpriority=\"high\" \/>\t\t\t\t<span class=\"entry-author__name\">Sabine Preusser<\/span>\n\t\t\t<\/a>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n\n\n<p>Mit der europaweiten PSD2-Richtlinie gibt es neue Regeln, die seit dem 14. September 2019 im Produktivbetrieb Anwendung finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zahlungsdienstrichtlinie regelt, welche Drittanbieter auf die Bankkonten von Verbrauchern zugreifen k\u00f6nnen. Darunter fallen <a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/online-bezahlsysteme\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Online-Bezahlmethoden<\/a> wie z.B. Paydirekt, PayPal, Klarna (Sofort\u00fcberweisung), Trustly, Amazon Pay, Google Pay oder Apple Pay \u2013 Dienstleister, die Zahlungen online abwickeln, bei denen es sich aber nicht um Banken handelt, sondern sogenannte \u201eZahlungsdienstleister\u201c. Ziel der PSD2 ist es, die Sicherheitsstandards in diesem Bereich f\u00fcr Verbraucher und Bankkunden weiter zu verbessern und gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen Banken und Zahlungsdienstleistern zu erleichtern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-psd2-ist-bereits-in-kraft\">PSD2 ist bereits in Kraft<\/h2>\n\n\n\n<p>Bereits seit dem 13. Januar 2018 gilt die zweite EU-Zahlungsdienste-Richtlinie (Payment Services Directive 2 \u2013 PSD2). Sie verpflichtet Banken, durch die Einrichtung von Schnittstellen, Nichtbanken Zugriff auf Kontodaten ihrer Kunden zu erm\u00f6glichen. Wenn der Kunde dies m\u00f6chte und aktiv einwilligt, k\u00f6nnen durch die Bundesanstalt f\u00fcr Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zertifizierte Drittanbieter auf Grundlage der PSD2 Kontoinformationen abfragen oder Zahlungen ausl\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis zum 14. M\u00e4rz 2019 mussten Banken und Zahlungsdienste so genannten Drittanbietern (Third Party Providers) eine Testumgebung (Sandbox) und die dazugeh\u00f6rige technische Dokumentation der Schnittstelle zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab dem 14. September 2019 ist dann der Produktivbetrieb sicher zu stellen. Zu diesem Zeitpunkt treten dar\u00fcber hinaus auch die Vorgaben der PSD2 \u00fcber die \u201estarke Kundenauthentifizierung\u201c im elektronischen Zahlungsverkehr in Kraft und haben sp\u00fcrbare Auswirkungen auf das Online-Banking.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-verbirgt-sich-hinter-starker-kundenauthentifizierung\">Was verbirgt sich hinter \u201estarker Kundenauthentifizierung\u201c?<\/h2>\n\n\n\n<p>Unter der \u201estarken Kundenauthentifizierung\u201c oder \u201eZwei-Faktor-Authentifizierung\u201c versteht man, dass die Autorisierung eines Zahlungsvorgangs mit Hilfe mindestens zweier Eingabeelemente erfolgt. Diese Elemente m\u00fcssen zwingend aus den drei Kategorien Wissen, Besitz und Inh\u00e4renz stammen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wissen: Beispielsweise die Nutzung eines Passworts<\/li>\n\n\n\n<li>Besitz: Verwendung eines Smartphones, TAN-Generator etc., die die Transaktionsnummer (TAN) zuliefern<\/li>\n\n\n\n<li>Inh\u00e4renz: Elemente, die dem Nutzer pers\u00f6nlich oder k\u00f6rperlich zu eigen sind, wie bspw. sein Fingerabdruck<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die PSD2 regelt, wann eine \u201estarke Kundenauthentifizierung\u201c notwendig ist. Sie ist insbesondere beim Ausl\u00f6sen einer elektronischen Zahlung erforderlich, bspw. wenn ein Zahler im Gesch\u00e4ft mit seiner Karte und pers\u00f6nlicher Identifikationsnummer (PIN) bezahlt. Erfolgt die Zahlung mit Karte und Unterschrift, ist auch dies ausreichend.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei k\u00fcnftigen Zahlungen besteht f\u00fcr Zahlungsdienstleister die M\u00f6glichkeit einer sogenannten Transaktionsrisikoanalyse, um festzulegen, ob eine \u201estarke Kundenauthentifizierung\u201c notwendig ist. Bei der Analyse wird jede eingehende Zahlung automatisch auf m\u00f6gliche Betrugsszenarien untersucht. Grundlage hierf\u00fcr k\u00f6nnen \u00c4hnlichkeiten zu bekannten Betrugsmustern oder ungew\u00f6hnliche Abweichungen von bisherigen Verhaltensmustern des Nutzers ein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-zugriff-auf-online-banking-konto\">Zugriff auf Online-Banking-Konto<\/h2>\n\n\n\n<p>Beim Zugriff auf das Online-Banking-Konto kommt die \u201estarke Kundenauthentifizierung\u201c ebenfalls zum Einsatz. Zum Einloggen erfolgt auch weiterhin eine Authentisierung. Um m\u00f6glichen Missbrauch beim Online-Banking jedoch vorzubeugen, ist eine \u201estarke Kundenauthentifizierung\u201c mindestens alle 90 Tage zwingend erforderlich und somit reicht es mit PSD2 nicht mehr, wenn Kunden Kartendaten und Kontonummer oder Nutzername und Kennwort eingeben. Ein zweites, andersartiges Merkmal wie ein Fingerabdruck oder eine SMS ans eigene Smartphone soll die Sicherheit erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-nachhaltige-auswirkung-auf-das-bisherige-tan-verfahren\">Nachhaltige Auswirkung auf das bisherige TAN-Verfahren<\/h2>\n\n\n\n<p>Was den neuen Anforderungen an eine \u201estarke\u201c Authentifizierung nicht mehr standh\u00e4lt, ist die altbekannte Papierliste mit indizierten Transaktionsnummern, kurz iTAN, denn diese werden eben nicht dynamisch mit einem konkreten Zahlungsvorgang verkn\u00fcpft. Daher m\u00fcssen sich Bankkunden von diesem TAN-Verfahren verabschieden.<\/p>\n\n\n\n<p>Beliebt ist bei vielen Bankkunden als zukunftsf\u00e4hige Alternative die mTAN: W\u00e4hrend man PC oder Laptop nutzt, um sich auf seinem Bankkonto einzuloggen, erh\u00e4lt man die ben\u00f6tigte TAN f\u00fcr die Freigabe der Transaktion in Sekundenschnelle per SMS aufs Mobiltelefon. Bei diesem Verfahren wird die TAN auf einem separaten Ger\u00e4t empfangen und bleibt nur wenige Minuten lang g\u00fcltig. F\u00fcr dieses und andere Verfahren ist immer ein Anmeldeverfahren notwendig und muss freigeschaltet werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-sind-daten-noch-sicher\">Sind Daten noch sicher?<\/h2>\n\n\n\n<p>Verbraucher m\u00fcssen nun nicht f\u00fcrchten, dass Firmen unkontrolliert auf ihre Daten zugreifen k\u00f6nnen. Sie m\u00fcssen ihnen die Weitergabe ausdr\u00fccklich erlauben, der Zugriff geschieht \u00fcber die Hausbank und nur f\u00fcr den angefragten Zweck. Die EU hat das maschinengesteuerte Auslesen von Girokonten, das Auskunft \u00fcber s\u00e4mtliche Zahlungen und Gewohnheiten von Bankkunden gibt, verboten. \u201eKunden k\u00f6nnen sich auf Datensicherheit verlassen\u201c, betont der Bundesverband deutscher Banken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Banken sind insgesamt trotzdem wenig begeistert. Es sei \u201eunverst\u00e4ndlich\u201c, dass Drittdienste einen gesetzlich definierten Zugang zur Infrastruktur der Banken h\u00e4tten, der umgekehrt nicht gelte, monierte der Bundesverband deutscher Banken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-faq-liste\">FAQ-Liste<\/h2>\n\n\n\n<p>Um unseren Artikel abzurunden, stellen wir Ihnen zu den Thema eine <a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2019\/08\/Sage_FAQ-zu-PSD2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">FAQ-Liste<\/a> zur Verf\u00fcgung und beantworten darin Fragen, die h\u00e4ufig zu PSD2 gestellt werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"single-cta\">\n\t<div class=\"single-cta__positioner\">\n\t\t<div class=\"single-cta__wrapper has-dark-background-color\">\n\t\t\t<div class=\"single-cta__content\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<h2 class=\"single-cta__title h3\">2026: Alle neuen Gesetze immer im Blick<\/h2>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"single-cta__description\">\n\t\t\t\t\t\t<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><strong>Bleiben Sie informiert &#8211; mit unserem Newsletter<\/strong> 1x im Monat<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:list --><\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\"><!-- wp:list-item --><\/p>\n<li>Neue Trends aus der Arbeitswelt<\/li>\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/p>\n<p><!-- wp:list-item --><\/p>\n<li>Aktuelle Urteile verst\u00e4ndlich erkl\u00e4rt<\/li>\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/p>\n<p><!-- wp:list-item --><\/p>\n<li>Tipps zu Recht, Steuern &amp; Finanzen<\/li>\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/p>\n<p><!-- wp:list-item --><\/p>\n<li>Experten-Interviews, Studien u.v.m<\/li>\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/ul>\n<p><!-- \/wp:list --><\/p>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a\n\t\t\t\t\t\thref=\"#gate-a59880de-3d38-4b82-914c-ffa16bab6ae7\"\n\t\t\t\t\t\tclass=\"single-cta__button button button--primary\"\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t>Newsletter abonnieren<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"1215\" height=\"810\" src=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2023\/09\/GettyImages-1277533180-1215x810.jpg\" class=\"single-cta__image\" alt=\"\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2023\/09\/GettyImages-1277533180-1215x810.jpg 1215w\" sizes=\"auto, (min-width: 48em) 33vw, 100vw\" \/>\t\t\t<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der europaweiten PSD2-Richtlinie gibt es neue Regeln, die seit dem 14. 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