{"id":353,"date":"2024-05-08T10:00:53","date_gmt":"2024-05-08T08:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/glossary\/mutterschutzlohn\/"},"modified":"2026-01-23T11:08:04","modified_gmt":"2026-01-23T10:08:04","slug":"mutterschutzlohn","status":"publish","type":"sage_glossary","link":"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/mutterschutzlohn\/","title":{"rendered":"Mutterschutzlohn"},"content":{"rendered":"<header class=\"entry-header has-dark-background-color entry-header--has-illustration entry-header--has-illustration--generic\">\n\t<div class=\"container\">\n\t\t<div class=\"entry-header__row row align-center\">\n\t\t\t<div class=\"col col-lg-7 col-xlg-6 entry-header__content\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"component component-single-header\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"entry-header__misc text--subtitle text--uppercase text--small\">\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/\" class=\"entry-header__link\">Beschreibung im Lexikon<\/a>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"entry-title-wrapper\">\n\t\t\t\t\t<h1 class=\"entry-title\">\n\t\t\t\t\t\tMutterschutzlohn\t\t\t\t\t<\/h1>\n\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\t<div class=\"single-post-details container\">\n\t\t<div class=\"col\">\n\t\t\t<span class=\"reading-time\"> Minuten zu lesen<\/span>\n\t\t<button\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\tclass=\"social-share-button button button--icon button--secondary js-social-share-button\"\n\t\t\tdata-share-title=\"Mutterschutzlohn\"\n\t\t\tdata-share-url=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/mutterschutzlohn\/\"\n\t\t\tdata-share-text=\"Bitte lesen Sie diesen interessanten Artikel\"\n\t\t>\n\t\t\t<span class=\"social-share-button__share-label\">Teilen<\/span>\n\t\t\t<span class=\"social-share-button__copy-label\" hidden>Link kopieren<\/span>\n\t\t\t<span class=\"social-share-button__copy-tooltip\" aria-hidden=\"true\" hidden>Kopiert<\/span>\n\t\t<\/button>\n\n\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/header>\n\n\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-inhalt\">Inhalt<\/h3>\n\n\n<?xml encoding=\"utf-8\" ?><div class=\"wp-block-yoast-seo-table-of-contents yoast-table-of-contents\"><ul><li><a href=\"#h-inhalt\" data-level=\"3\">Inhalt<\/a><\/li><li><a href=\"#h-mutterschutzlohn-ein-leitfaden-zur-berechnung-und-anspruchen\" data-level=\"2\">Mutterschutzlohn: Ein Leitfaden zur Berechnung und Anspr&uuml;chen<\/a><\/li><li><a href=\"#h-was-ist-mutterschutzlohn\" data-level=\"2\">Was ist Mutterschutzlohn?<\/a><\/li><li><a href=\"#h-wer-zahlt-den-mutterschutzlohn\" data-level=\"2\">Wer zahlt den Mutterschutzlohn?<\/a><\/li><li><a href=\"#h-wann-muss-der-arbeitgeber-mutterschutzlohn-zahlen\" data-level=\"2\">Wann muss der Arbeitgeber Mutterschutzlohn zahlen?<\/a><\/li><li><a href=\"#h-die-rolle-des-arbeitgebers-beim-beschaftigungsverbot\" data-level=\"2\">Die Rolle des Arbeitgebers beim Besch&auml;ftigungsverbot<\/a><\/li><li><a href=\"#h-wie-lange-kann-mutterschutzlohn-bezogen-werden\" data-level=\"2\">Wie lange kann Mutterschutzlohn bezogen werden?<\/a><\/li><li><a href=\"#h-berechnungsgrundlage-fur-den-mutterschutzlohn\" data-level=\"2\">Berechnungsgrundlage f&uuml;r den Mutterschutzlohn<\/a><\/li><li><a href=\"#h-mutterschutzlohn-berechnen-ein-beispiel\" data-level=\"2\">Mutterschutzlohn berechnen: ein Beispiel<\/a><\/li><li><a href=\"#h-erstattungsanspruch-gegenuber-der-krankenkasse\" data-level=\"2\">Erstattungsanspruch gegen&uuml;ber der Krankenkasse<\/a><ul><li><a href=\"#h-weitere-interessante-artikel\" data-level=\"3\">Weitere interessante Artikel<\/a><\/li><\/ul><\/li><\/ul><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-mutterschutzlohn-ein-leitfaden-zur-berechnung-und-anspruchen\">Mutterschutzlohn: Ein Leitfaden zur Berechnung und Anspr\u00fcchen<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Mutterschutzlohn ist ein wichtiger Aspekt des Arbeitsrechts, der Schwangere oder M\u00fctter, die gerade entbunden haben, unterst\u00fctzt, wenn sie aufgrund eines Besch\u00e4ftigungsverbotes nicht arbeiten k\u00f6nnen. Dies gilt allerdings nicht f\u00fcr die Mutterschaftsfristen, w\u00e4hrend derer die (werdende) Mutter \u00fcber das Mutterschaftsgeld und den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld finanziell abgesichert ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb werfen wir einen detaillierten Blick auf den Mutterschutzlohn, wer ihn erh\u00e4lt, wer ihn zahlt und wie er berechnet wird. Von der rechtlichen Grundlage bis hin zur praktischen Umsetzung bietet dieser Artikel eine umfassende \u00dcbersicht \u00fcber dieses wichtige Thema.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kurz\u00fcbersicht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Schwangere oder stillende Arbeitnehmerinnen haben bei einem Besch\u00e4ftigungsverbot au\u00dferhalb der gesetzlichen Mutterschutzfristen Anspruch auf Mutterschutzlohn<\/li>\n\n\n\n<li>Der Arbeitgeber \u00fcbernimmt den Mutterschutzlohn als Entgeltfortzahlung<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Besch\u00e4ftigungsverbot muss durch ein \u00e4rztliches Attest oder durch Aussprache eines betrieblichen Besch\u00e4ftigungsverbotes begr\u00fcndet sein<\/li>\n\n\n\n<li>Arbeitgeber zahlen Mutterschutzlohn ab dem Tag des Besch\u00e4ftigungsverbotes bis maximal 6 Wochen vor dem Geburtstermin und fr\u00fchestens 8 Wochen nach der Geburt bis zum Ende des Besch\u00e4ftigungsverbotes<\/li>\n\n\n\n<li>Der Mutterschutzlohn entspricht in der Regel dem Brutto-Arbeitsentgelt<\/li>\n\n\n\n<li>Zur Berechnung werden meist die letzten 3 Monate oder die letzten 13 Wochen vor dem Monat der Schwangerschaft herangezogen<\/li>\n\n\n\n<li>Der Mutterschutzlohn ist nicht mit dem Mutterschaftsgeld zu verwechseln, das innerhalb der Mutterschutzfrist von der Krankenkasse gezahlt wird<\/li>\n\n\n\n<li>Beim Mutterschutzlohn gibt es keine weiteren Zulagen wie beim Mutterschaftsgeld<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-ist-mutterschutzlohn\">Was ist Mutterschutzlohn?<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Mutterschutzlohn ist eine Art Entgeltersatzleistung, die schwangere oder stillende Arbeitnehmerinnen erhalten, wenn ihnen vor Beginn und\/oder nach Ablauf der regul\u00e4ren <a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/mutterschutzfrist\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mutterschutzfrist<\/a>&nbsp;durch ein individuelles Besch\u00e4ftigungsverbot untersagt wird zu arbeiten. Dies soll schwangerschaftsbedingte Einkommenseinbu\u00dfen verhindern und sicherstellen, dass Mitarbeiterinnen trotzdem ein Einkommen erzielen, da sie aufgrund des Besch\u00e4ftigungsverbotes aussetzen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mutterschutzfrist beginnt 6 Wochen vor dem errechneten Entbindungstag und endet normalerweise 8 Wochen danach. Bei Fr\u00fch- oder Mehrlingsgeburten sowie bei Geburten von Kindern mit einer Behinderung kann sich die Mutterschutzfrist auf 12 Wochen nach dem Entbindungstag verl\u00e4ngern.<\/p>\n\n\n\n<p>Da Mutterschutzlohn au\u00dferhalb der genannten Mutterschutzfristen gezahlt wird, ist er nicht mit dem <a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/mutterschaftsgeld\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mutterschaftsgeld<\/a>&nbsp;zu verwechseln. Dieses erhalten Arbeitnehmerinnen inklusives eines Zuschusses innerhalb der gesetzlichen Mutterschutzfristen meist von ihrer Krankenkasse und sind daher auf andere Art finanziell abgesichert.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"single-cta\">\n\t<div class=\"single-cta__positioner\">\n\t\t<div class=\"single-cta__wrapper has-dark-background-color\">\n\t\t\t<div class=\"single-cta__content\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<h2 class=\"single-cta__title h3\">Arbeit und Zeit sparen mit einer Cloud-Lohnabrechnung<\/h2>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"single-cta__description\">\n\t\t\t\t\t\t<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Mit einer Online-Lohnabrechnung lassen sich viele Routine-Aufgaben automatisieren, damit Sie und Ihr Team mehr Zeit f\u00fcr das gewinnen, worauf es wirklich ankommt: Ihren Gesch\u00e4ftserfolg.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>In unserem <strong>kostenlosen<\/strong> <strong>Guide<\/strong> erfahren Sie die 10 Vorteile einer Online-Lohnabrechnung und worauf es bei der Auswahl der richtigen Cloud-Lohnabrechnung ankommt.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a\n\t\t\t\t\t\thref=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/so-finden-sie-die-richtige-cloud-lohnabrechnung-fy22s\/\"\n\t\t\t\t\t\tclass=\"single-cta__button button button--primary\"\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tid=\"cta-id-24132\"\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tdata-button-location=\"cta_box\"\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t>Jetzt Guide lesen!<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"1440\" height=\"810\" src=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2023\/09\/GettyImages-1481370237.jpg\" class=\"single-cta__image\" alt=\"Frau mit Tablet\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2023\/09\/GettyImages-1481370237.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (min-width: 48em) 33vw, 100vw\" \/>\t\t\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wer-zahlt-den-mutterschutzlohn\">Wer zahlt den Mutterschutzlohn?<\/h2>\n\n\n\n<p>Da Arbeitnehmerinnen bei einem Besch\u00e4ftigungsverbot nach \u00a7 18 Satz 1 MuSchG dem <a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/arbeitgeber\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Arbeitgeber<\/a> gegen\u00fcber Anspruch auf Mutterschutzlohn haben, hat der Arbeitgeber diesen auch zu 100 % zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterhin sollten Arbeitgeber beachten, dass es sich beim Mutterschutzlohn um ein \u201enormales\u201c Gehalt handelt, selbst wenn die Arbeitnehmerin nicht zur Arbeit erscheint, weil sie nicht besch\u00e4ftigt werden darf. Deshalb m\u00fcssen darauf auch die \u00fcblichen Abgaben zur <a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/lohnsteuer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lohnsteuer<\/a>&nbsp;und <a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/sozialversicherung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sozialversicherung<\/a>&nbsp;gezahlt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings k\u00f6nnen sich Arbeitgeber s\u00e4mtliche Mutterschutzlohnzahlungen auf Antrag von der Krankenkasse der Arbeitnehmerin erstatten lassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wann-muss-der-arbeitgeber-mutterschutzlohn-zahlen\">Wann muss der Arbeitgeber Mutterschutzlohn zahlen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Mutterschutzlohn ist immer dann zu zahlen, wenn die werdende oder stillende Mutter aufgrund ihrer Schwangerschaft oder Mutterschaft (au\u00dferhalb der Mutterschutzfrist) nicht dazu in der Lage ist, ihre Arbeit zu verrichten. In diesem Fall wird von ihrem Arzt oder dem Arbeitgeber ein vollst\u00e4ndiges oder teilweises Besch\u00e4ftigungsverbot ausgesprochen, selbst wenn sie nicht krank ist.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6gliche Gr\u00fcnde f\u00fcr ein \u00e4rztliches Besch\u00e4ftigungsverbot sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Arbeit mit gef\u00e4hrlichen Stoffen oder Keimen<\/li>\n\n\n\n<li>T\u00e4tigkeit in einem Kindergarten<\/li>\n\n\n\n<li>Liegende Schwangerschaft nach vorzeitigen Wehen<\/li>\n\n\n\n<li>Schwere k\u00f6rperliche Arbeiten, die zudem die Leistungsf\u00e4higkeit \u00fcbersteigen<\/li>\n\n\n\n<li>Risikoschwangerschaft (z. B. Drillinge)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus gibt es noch betriebliche Gr\u00fcnde:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Arbeitsplatz kann nicht mit schwangeren oder stillenden Frauen besetzt werden<\/li>\n\n\n\n<li>Der bisherige Arbeitsplatz kann nicht ausreichend umgestaltet werden<\/li>\n\n\n\n<li>Es gibt keinen passende Ersatzarbeitsplatz<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Zahlung des Mutterschutzlohns muss zudem das individuelle Besch\u00e4ftigungsverbot der Grund f\u00fcr den Arbeitsausfall sein. Im Falle von Urlaub, Krankschreibung oder <a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/kurzarbeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurzarbeit<\/a>&nbsp;muss der Arbeitgeber keinen Mutterschutzlohn bezahlen. Bei einem vollumf\u00e4nglichen Besch\u00e4ftigungsverbot ersetzt der Mutterschutzlohn das zuletzt bezogene&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/arbeitsentgelt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Arbeitsentgelt<\/a>&nbsp;vollst\u00e4ndig. Bei einem teilweisen Besch\u00e4ftigungsverbot gleicht er die Differenz zum bisherigen Entgelt aus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-rolle-des-arbeitgebers-beim-beschaftigungsverbot\">Die Rolle des Arbeitgebers beim Besch\u00e4ftigungsverbot<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein teilweises oder vollst\u00e4ndiges Besch\u00e4ftigungsverbot kann wie bereits erw\u00e4hnt auf zwei Arten ausgesprochen werden: Entweder durch einen Arzt, der ein Attest ausstellt, oder durch den Arbeitgeber selbst. Letzteres geschieht immer dann, wenn im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Gef\u00e4hrdungsbeurteilung festgestellt wird, dass mutterschutzbezogene Gef\u00e4hrdungen am Arbeitsplatz nicht ausgeschlossen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich muss ein Arbeitsplatz w\u00e4hrend der Schwangerschaft und in der Stillzeit so ausgestaltet sein, dass weder f\u00fcr die Mutter noch f\u00fcr das Kind eine Gefahr besteht. Im Stehen oder k\u00f6rperlich hart arbeitende Frauen m\u00fcssen sich beispielsweise zwischendurch hinsetzen und ausruhen k\u00f6nnen. Arbeitnehmerinnen, die mit Keimen oder anderen Gefahrstoffen in Ber\u00fchrung kommen k\u00f6nnten, m\u00fcssen zwangsl\u00e4ufig andere T\u00e4tigkeiten \u00fcbernehmen. Eine Alternative w\u00e4re zum Beispiel die Computerarbeit, da hierbei in der Regel keine Gefahr f\u00fcr Mutter und Kind besteht. Ist dies nicht m\u00f6glich, muss der Arbeitgeber ein Besch\u00e4ftigungsverbot aussprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wird ein Besch\u00e4ftigungsverbot jedoch von einem Arzt ausgesprochen, ben\u00f6tigt der Arbeitgeber als Nachweis unbedingt ein \u00e4rztliches Attest. Dieses ist den Personalunterlagen beizuf\u00fcgen. Das Attest sollte m\u00f6glichst genaue Angaben dar\u00fcber enthalten,<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>f\u00fcr welchen Zeitraum das Attest gilt,<\/li>\n\n\n\n<li>in welchem Umfang die Arbeitnehmerin ihrer T\u00e4tigkeit nachgehen kann<\/li>\n\n\n\n<li>ob verk\u00fcrzte Arbeitszeiten gelten<\/li>\n\n\n\n<li>welche Aufgaben sie ausf\u00fchren kann<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p><strong>Tipp:<\/strong><br>Mutterschutzlohn m\u00fchelos verwalten: Mit unserer <a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/lohnabrechnung-software\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lohnabrechnung Software<\/a> ist dies m\u00f6glich \u2012 jetzt kostenlos testen!<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wie-lange-kann-mutterschutzlohn-bezogen-werden\">Wie lange kann Mutterschutzlohn bezogen werden?<\/h2>\n\n\n\n<p>Arbeitgeber sind verpflichtet, Mutterschutzlohn ab Beginn des Besch\u00e4ftigungsverbotes bis maximal 6 Wochen vor der errechneten Entbindung zu zahlen. Zu diesem Stichtag beginnt die Mutterschutzfrist. Auch in der Stillzeit kann f\u00fcr eine Arbeitnehmerin ein Besch\u00e4ftigungsverbot ausgesprochen werden. Da die Mutterschutzfristen nach der Entbindung zwischen acht und 12 Wochen betragen, ist das Ende der Mutterschutzfrist der fr\u00fcheste Zeitpunkt f\u00fcr den Anspruch auf Mutterschutzlohn. Der Ablauf des Besch\u00e4ftigungsverbotes markiert gleichzeitig das Ende dieses Anspruchs.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-berechnungsgrundlage-fur-den-mutterschutzlohn\">Berechnungsgrundlage f\u00fcr den Mutterschutzlohn<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Mutterschutzlohn soll die Mutter so stellen, als h\u00e4tte sie w\u00e4hrend der Zeit des Besch\u00e4ftigungsverbots regul\u00e4r gearbeitet. In der Regel entspricht die Ersatzzahlung dem durchschnittlichen Brutto-Lohn vor dem Eintreten der Schwangerschaft. Als Berechnungsgrundlage zieht man den Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen (bei w\u00f6chentlicher Bezahlung) bzw. der letzten drei Monate (bei monatlicher Bezahlung) heran, die dem Monat &nbsp;der Schwangerschaft vorausgehen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Beispiel: Die werdende Mutter ist seit 10. August schwanger. Im November spricht ihr Gyn\u00e4kologe ein Besch\u00e4ftigungsverbot aus. Als Berechnungsgrundlage f\u00fcr den Mutterschutzlohn werden daher die bereits abgerechneten Monate Mai bis Juli herangezogen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Bei der&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/lohnabrechnung-software\/gehaltsrechner-arbeitgeber\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Berechnung sind die folgenden Entgeltbestandteile<\/a>&nbsp;einzubeziehen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Arbeitslohn<\/li>\n\n\n\n<li>Verg\u00fctung f\u00fcr&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/blogparade-im-urlaub-schalte-ich-das-handy-aus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Urlaub<\/a>, Feiertage,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/arbeitsunfaehigkeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Arbeitsunf\u00e4higkeit<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/sachbezug\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sachbez\u00fcge<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Verg\u00fctung f\u00fcr Mehrarbeit, die im Bemessungszeitraum angefallen ist<\/li>\n\n\n\n<li>Anwesenheitspr\u00e4mien im Bemessungszeitraum, auch wenn w\u00e4hrend des Besch\u00e4ftigungsverbots die Voraussetzungen daf\u00fcr nicht mehr erf\u00fcllt sind<\/li>\n\n\n\n<li>Provisionen<\/li>\n\n\n\n<li>Verg\u00fctungen f\u00fcr den Bereitschaftsdienst<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Nicht ber\u00fccksichtigt werden hingegen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/einmalzahlung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Einmalzahlungen<\/a>, die keine Gegenleistung f\u00fcr die Arbeitsleistung darstellen (z. B. Urlaubsgeld, Gewinnbeteiligung). Ebenso bleiben reine Aufwandsentsch\u00e4digungen (z. B.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/reisekostenabrechnung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Reisekosten<\/a>), Trinkgelder sowie unverschuldete Fehlzeiten und Arbeitsentgeltk\u00fcrzungen infolge von Kurzarbeit, Arbeitsausf\u00e4llen oder unverschuldeten Arbeitsvers\u00e4umnissen au\u00dfen vor.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-mutterschutzlohn-berechnen-ein-beispiel\">Mutterschutzlohn berechnen: ein Beispiel<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Einer werdenden Mutter wurde f\u00fcr den Zeitraum vom 8. M\u00e4rz bis zum 12. Juni 2023 ein Besch\u00e4ftigungsverbot ausgesprochen. Sie erh\u00e4lt ein monatliches Fixgehalt in H\u00f6he von 1.700 Euro. Der Mutterschutzlohn berechnet sich folgenderma\u00dfen:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>M\u00e4rz (18 von 23 Arbeitstagen): 1.700 Euro: 23 x 18 = 1.330,43 Euro<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>April 1.700,00 Euro<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Mai 1.700,00 Euro<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Juni (12 von 22 Arbeitstagen): 1.700 Euro: 22 x 12 = 927,27 Euro<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Liegt ein schwankendes Entgelt vor, wird f\u00fcr den Bemessungszeitraum ein Durchschnitt gebildet. Auf dessen Basis kann der Mutterschutzlohn berechnet werden. Ist es Ihnen nicht m\u00f6glich den Durchschnitt zu berechnen, dann ziehen sie das Arbeitsentgelt einer vergleichbaren Arbeitnehmerin heran.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-erstattungsanspruch-gegenuber-der-krankenkasse\">Erstattungsanspruch gegen\u00fcber der Krankenkasse<\/h2>\n\n\n\n<p>Arbeitgeber, die weniger als 30&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/lexikon\/arbeitnehmer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Arbeitnehmer<\/a>&nbsp;besch\u00e4ftigen, k\u00f6nnen sich bis zu 80 Prozent ihrer Aufwendungen f\u00fcr den Mutterschutzlohn sowie den Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungen erstatten lassen. Im Rahmen des U2-Verfahrens besteht f\u00fcr sie ein Anspruch auf den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen f\u00fcr Entgeltfortzahlungen. Hierzu stellen sie bei der Entgeltfortzahlungsversicherung (U2) der Krankenkasse, bei der die werdende&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/die-wichtigsten-erfolgsfaktoren-zur-umsetzung-von-work-life-balance-massnahmen-im-unternehmen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mutter<\/a>&nbsp;versichert ist, einen Antrag auf Erstattung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-weitere-interessante-artikel\">Weitere interessante Artikel<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/urlaubsgeld\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Urlaubsgeld \u2013 Das m\u00fcssen Sie wissen<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/wachstumschancengesetz-was-aendert-sich-bei-der-lohnabrechnung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wachstumschancen\u00ad\u00ad\u00ad\u00adgesetz \u2013 was \u00e4ndert sich bei der Lohnabrechnung?<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/neuregelungen-bei-der-schwerbehinderten-ausgleichsabgabe-fy24\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe: Neuregelungen zum 01.01.2024<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/teilzeitarbeit-vor-und-nachteile-fuer-arbeitgeber-und-arbeitnehmer-fy21\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Teilzeitarbeit 2023: Vor- und Nachteile f\u00fcr Arbeitgeber und Arbeitnehmer<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/urlaubsanspruch-bei-krankheit-das-mussen-arbeitnehmer-und-arbeitgeber-beachten-fy23\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Urlaubsanspruch bei Krankheit \u2013 das m\u00fcssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber beachten<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n<div class=\"single-cta\">\n\t<div class=\"single-cta__positioner\">\n\t\t<div class=\"single-cta__wrapper has-dark-background-color\">\n\t\t\t<div class=\"single-cta__content\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<h2 class=\"single-cta__title h3\">2026: Alle neuen Gesetze immer im Blick<\/h2>\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"single-cta__description\">\n\t\t\t\t\t\t<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><strong>Bleiben Sie informiert &#8211; mit unserem Newsletter<\/strong> 1x im Monat<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:list --><\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\"><!-- wp:list-item --><\/p>\n<li>Neue Trends aus der Arbeitswelt<\/li>\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/p>\n<p><!-- wp:list-item --><\/p>\n<li>Aktuelle Urteile verst\u00e4ndlich erkl\u00e4rt<\/li>\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/p>\n<p><!-- wp:list-item --><\/p>\n<li>Tipps zu Recht, Steuern &amp; Finanzen<\/li>\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/p>\n<p><!-- wp:list-item --><\/p>\n<li>Experten-Interviews, Studien u.v.m<\/li>\n<p><!-- \/wp:list-item --><\/ul>\n<p><!-- \/wp:list --><\/p>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a\n\t\t\t\t\t\thref=\"#gate-a59880de-3d38-4b82-914c-ffa16bab6ae7\"\n\t\t\t\t\t\tclass=\"single-cta__button button button--primary\"\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t>Newsletter abonnieren<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"1215\" height=\"810\" src=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2023\/09\/GettyImages-1277533180-1215x810.jpg\" class=\"single-cta__image\" alt=\"\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/wp-content\/uploads\/sites\/11\/2023\/09\/GettyImages-1277533180-1215x810.jpg 1215w\" sizes=\"auto, (min-width: 48em) 33vw, 100vw\" \/>\t\t\t<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Mutterschutzlohn: Ein Leitfaden zur Berechnung und Anspr\u00fcchen Der Mutterschutzlohn ist ein wichtiger Aspekt des Arbeitsrechts, der Schwangere oder M\u00fctter, die gerade entbunden haben, unterst\u00fctzt, wenn sie aufgrund eines Besch\u00e4ftigungsverbotes nicht arbeiten k\u00f6nnen. Dies gilt allerdings nicht f\u00fcr die Mutterschaftsfristen, w\u00e4hrend derer die (werdende) Mutter \u00fcber das Mutterschaftsgeld und den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld finanziell abgesichert [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1231,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_sage_video":false,"footnotes":""},"tags":[],"class_list":["post-353","sage_glossary","type-sage_glossary","status-publish","hentry"],"distributor_meta":false,"distributor_terms":false,"distributor_media":false,"distributor_original_site_name":"Sage Advice Deutschland","distributor_original_site_url":"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog","push-errors":false,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/api\/wp\/v2\/sage_glossary\/353","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/api\/wp\/v2\/sage_glossary"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/api\/wp\/v2\/types\/sage_glossary"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/api\/wp\/v2\/users\/1231"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/api\/wp\/v2\/sage_glossary\/353\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/api\/wp\/v2\/media?parent=353"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sage.com\/de-de\/blog\/api\/wp\/v2\/tags?post=353"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}