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Keine Angst vor schwarzen Schwänen – Denken Sie nach vorn

Digitale Transformation

Keine Angst vor schwarzen Schwänen – Denken Sie nach vorn

Menschen

 

Professor Dr. Steinhübel . Quelle: Sage

Professor Dr. Steinhübel warnte auf der Sage User Conference vor dem „immer nur nach hinten blicken“ . Quelle: Sage

Wer immer nur nach hinten blickt und vom Gewohnten ausgeht, der riskiert, in Zukunft abgehängt zu werden. Davor warnte Prof. Dr. Volker Steinhübel von der IFC EBERT Gruppe IFC Ebert, bei seinem Vortrag auf der Sage User Conference 2014 [Lesen Sie dazu auch: Von Schwarzen Schwänen und eurotischen Namen: Sage User Conference 2014]. Er appellierte außerdem daran, strategische Arbeit nicht auf die Wochenenden aufzuschieben, an denen man beim Marmeladenbrot versucht, große Pläne zu entwickeln. Strategie gehöre als fester Bestandteil in den Arbeitsalltag mit einem fest hinterlegten Budget.

Doch zurück zum nach vorne denken. Prof. Dr. Steinhübel bemüht ein eingängiges Beispiel. Wer nur weiße Schwäne kennt, geht davon aus, dass alle Schwäne weiß sind. Begegnet er dann einem schwarzen Schwan, wird sein Bild über den Haufen geworfen. Er wird überrascht. „Es liegt in uns, nach hinten zu schauen und Bestätigung zu suchen, für das was wir kennen“, erklärt er. Wer überrascht wird, habe aber zu wenig gedacht, die Möglichkeit nicht in Betracht gezogen, dass es auch schwarze Schwäne geben kann.

Große Trends werden alle Unternehmen erreichen

Ein Illustrator hat die schwarzen Schwäne als Comic gezeichnet. Quelle: Sage

Ein Illustrator hat die schwarzen Schwäne als Comic gezeichnet. Quelle: Sage

Nachdenken sollte daher mehr Zeit eingeräumt werden. Wichtig sind dabei die zwei großen Herausforderungen der Digitalisierung und Globalisierung, die jedes Unternehmen betreffen. Denn Unternehmer erleben es nicht nur im Meldewesen: Das Internet und digitale Prozesse halten immer mehr Einzug in die Firmen. Es macht auch die Welt zum Dorf. Ein Hotel in Paris suchen und vorher schon Gästebewertungen einholen, ist heute Normalität.

Allgemein sind das Internet und insbesondere das Smartphone nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Steinhübel spricht auch von der „Generation Wisch“. Mit dem Handy verwachsen, bringt sie neue Ansprüche mit in die Arbeitswelt. Wegwischen stehe dabei auch sinnbildlich für den Wechselwillen. Wenn der Job nicht das bietet, was die Jungen wollen, sind sie schnell weg. „Und wer macht dann die Arbeit?“, fragt Prof. Steinhübel mit einem Schmunzeln, die Buchhalter und Lohnbuchhalter vor Ort. Die müsse dann wieder selbst gemacht werden.

China ist nicht gleich Billigland

Wie profitabel es sein kann, sich auf die neuen Gegebenheiten einzulassen, zeigt er anhand eines kleinen deutschen Unternehmens, das 50 Mitarbeiter beschäftigt. Während deren Qualitätsprodukte in Deutschland kaum noch jemand bezahlen will, läuft der Verkauf in China rund. „China ist nicht nur billig“, so Steinhübel. Auch hier ein Beispiel, dass es sich lohnen kann, alte Geschäftsmodelle zu überdenken und sich auf Neues einzulassen.

Denn Steinhübel sieht in den Veränderungen Chancen, neue Wertschöpfungsstrategien zu entwickeln. Globalisierung, Wertschöpfungstiefe und Digitalisierung sind dabei Markt-, Innovations-, und Investitionstreiber, wie er beschreibt. Steinhübel appelliert daher: „Denken Sie nach vorne! Denken Sie darüber nach, was sie nicht nur besser, sondern anders machen können und diskutieren Sie ein Strategie- und Strukturbudget.“

Lesen Sie mehr Inspirierendes von Prof. Dr. Steinhübel und der IFC EBERT unter http://www.ungedachtes-denkbar-machen.de/

Von Jennifer Dreher

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