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Weitere Verlängerung der Steuererleichterungen in der Corona Krise

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STeuererleichterungen_in_Zeiten_Pandemie

Wenn Sie wie viele Unternehmer aufgrund der Pandemie in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sind und mit Liquiditätsengpässen zu kämpfen haben, hat der zweite Lockdown diese Situation sicherlich nicht verbessert.

Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber seine steuerlichen Maßnahmen zugunsten der Steuerpflichtigen, die durch Corona-Krise unmittelbar und erhebliche wirtschaftliche Schäden erlitten haben, ein weiteres Mal verlängert. Die Maßnahmen erfolgen in einem vereinfachten Verfahren. Vereinfacht heißt, dass keine strengen Anforderungen an die Voraussetzung geknüpft sind, die wertmäßig beziffert werden müssten. Wichtig ist es jedoch, dass in der Begründung des Antrags immer ein Bezug zur Corona-Krise zu erkennen ist. Die Anträge sind schriftlich jedoch formlos zu stellen. Für eine schnelle Bearbeitung empfehlen wir eine elektronische Übermittlung über das Online-Finanzamt. Der einfachste Weg ist es die von den Landesfinanzbehörden entwickelten Antragshilfen zu nutzen.

Diese Maßnahmen gibt es im vereinfachten Verfahren:

  • Zinslose Stundung von Steuerforderungen
  • Vollstreckungsaufschub (Absehen von Vollstreckungsmaßnahmen)
  • Anpassung von Vorauszahlungen

Die Maßnahmen im Detail:

Zinslose Stundung von Steuerforderungen

Alle Steuerpflichtigen, mit einer offenen Steuerforderung über Einkommen- und Körperschaftsteuer, die bis zum 30.06.2021 fällig ist, können nun eine zinslose Stundung per Antrag bis zum 30.09.2021 erwirken. Der Antrag muss bis zum 30.06.2021 erfolgen. Darüber hinaus können bis zum 31.12.2021 Ratenzahlungen vereinbart werden.

Für alle Stundungen von Steuerforderungen, die nach dem 30.06.2021 fällig werden, als auch für Ratenzahlungen, die über den 31.12.2021 hinaus gehen, gelten die allgemeinen Grundsätze und Nachweispflichten und unterliegen damit nicht dem vereinfachten Verfahren.

Vollstreckungsaufschub

Rückständige oder bis zum 30.06.2021 fällig werdende Einkommen- und Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, Lohnsteuer und Umsatzsteuer, können per Antrag auf vollstreckungsrechtliche Vereinfachung bis zum 30.09.2021 aufgeschoben werden. In dem Zusammenhang verwirkte Säumniszuschläge, also Säumniszuschläge wegen verspäteter Zahlung, können zwischen dem 01.01.2021 und dem 30.09.2021 erlassen werden.

Darüber hinaus ist auch in diesen Fällen nach dem 30.06.2021 eine Ratenzahlung bis zum 31.12.2021 möglich. Ratenzahlungen nach dem 31.12.2021 sind jedoch dann von der Erleichterung ausgenommen.

Anpassung von VZ

Ist für Sie absehbar, dass Ihre Gewinne aufgrund sinkender Umsätze deutlich geringer ausfallen, können Sie über einen gesonderten Antrag die Vorauszahlung für Einkommen- und Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer sowie den Gewerbesteuermessbetrag herabsetzen. Bei späteren steigenden Einkünften ist eine erneute Anpassung ratsam, um am Ende nicht vor einer höheren Abschlusszahlung zu stehen.

Einen detaillierten Überblick über alle steuerlichen Erleichterungen und einzelnen Maßnahmen erhalten Sie in den FAQ „Corona“ veröffentlicht durch das Bundesministerium für Finanzen.

Quelle: https://www.bundesfinanzministerium.de

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