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Sage Lohn XL


Auswirkungen von Corona auf die aktuelle Situation

Liebe Anwender vom Sage Lohn XL,

Corona hält nicht nur das private Leben in Atem, sondern auch die Personalbüros in Deutschland. Wir möchten Sie in diesen schwierigen Zeiten bestmöglich unterstützen. Einerseits dadurch, dass wir unsere Software hinsichtlich neuer Gesetzlichkeiten und Erleichterungen permanent für Sie weiterentwickeln. Andererseits bieten wir Ihnen auf dieser Seite komprimiert wichtige und aktuelle Informationen, die Ihnen in der Krise in Bezug auf Ihre Lohnabrechnung weiterhelfen sollen.

Grundsätzlich gilt, dass sich auch in Zeiten des Corona Virus die Rechte und Pflichten des Arbeitgebers weiterhin nach den allgemeinen arbeitsrechtlichen Bestimmungen richten.
Als Arbeitgeber haben Sie jedoch die Möglichkeit, das Risiko einer Erkrankung in der Belegschaft zu reduzieren, um so Ihre Mitarbeiter zu schützen.

Informationen zu arbeitsrechtlichen Fragen sowie dem Arbeitsschutz hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sehr gut zusammengefasst:

https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen.html?nn=70704

Kurzarbeit

Viele Unternehmen sind aufgrund von Corona gezwungen, Ihre Arbeit herunterzufahren oder sogar ganz stillzulegen. Eine Maßnahme, die die Bundesregierung getroffen hat, um Sie hinsichtlich Entgeltausfällen zu entlasten, ist ein vereinfachter Zugang zur Kurzarbeit.

Generell gilt, dass diese Leistung vom Arbeitgeber bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden muss. Die Vorlage für die Anzeige über Arbeitsausfall der Bundesagentur für Arbeit finden Sie hier.

Die Vorlage der Bundesagentur für Arbeit für den Antrag auf Kurzarbeitergeld finden Sie hier.

Für Kurzarbeit sind folgende Punkte Voraussetzung:

  • Die Anzeige für Kurzarbeit muss in dem Kalendermonat bei der Bundesagentur für Arbeit eingehen, in dem die Kurzarbeit beginnt.
  • Im Zeitraum 01.03. - 31.12.2020 wird es nur eine Form von konjunkturellem Kurzarbeitergeld (mit SV-Erstattung) geben, d.h.es gibt nicht parallel konjunkturelles Kurzarbeitergeld und Corona-Kurzarbeitergeld. Für bereits in Kurzarbeit befindliche Betriebe ist keine neue Anzeige von Kurzarbeit erforderlich, um erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld und zur Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge zu erhalten.
  • Der erleichterte Zugang zum Kurzarbeitergeld gilt auch für Baubetriebe. Außerhalb der Schlechtwetterzeit müssen Baubetriebe dann auch eine Anzeige stellen und die Vordrucke zum Kurzarbeitergeld zur Antragstellung benutzen. Während der Schlechtwetterzeit kann die SV-Erstattung über die bisherigen Vordrucke KuG 307 und KuG 308 beantragt werden. Es kann die vereinfachte Regelung der pauschalierten SV-Erstattung ermittelt und ausgewiesen werden.
  • Anspruch auf KuG besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
  • Der Bezug von KuG ist bis zu 12 Monate möglich.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf KuG.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.
  • Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von KuG behalten ihre Gültigkeit.

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen finden Sie im Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit.

Ein Muster zur Information der Mitarbeiter bzgl. Einführung von KuG finden Sie hier.

Unter 0800 4 555500 (gebührenfrei) erreichen Sie die Agentur für Arbeit von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr telefonisch.

Weitere hilfreiche Links zum Thema Kurzarbeit:

Abrechnung von Kurzarbeit im Sage Lohn XL

Die Möglichkeit zur Abrechnung von konjunktureller Kurzarbeit (ohne Erstattung von SV-Arbeitgeber-Anteilen) ist bereits jetzt Bestandteil des Sage Lohn XL.

In der Wissensdatenbank, die Sie über Ihren Zugang in der Sage Servicewelt erreichen, steht Ihnen folgende Arbeitsanleitung zur Verfügung:

Hinweis zu erfolgten bzw. bevorstehenden Änderungen im Sage Lohn XL

Mitte März 2020 haben Bundestag und Bundesrat die Bundesregierung per Gesetz ermächtigt, die Zugangsvoraussetzungen für Kurzarbeitergeld zu ändern sowie die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen zu regeln. Mit gesonderter Verordnung wurden die Bedingungen und die Höhe der Arbeitgeberanteile auf das Fiktiventgelt festgelegt.

Die relevanten Regelungen wurden im Sage Lohn XL im Patch 2020.1.3 in der Form umgesetzt, dass die Erstattung der SV-Arbeitgeberanteile auf das Fiktiventgelt errechnet und dann im neuen KUG-Antrag entsprechend ausgewiesen wird. Dieses Patch steht seit dem 02.04.2020 zum Download bereit.

Die Abrechnung von KuG-Feiertag ist ein Bestandteil der Version 2020.2.0, die seit dem 28.04.2020 zum Download bereit steht.

Verdienstausfall aufgrund von Quarantäne

Bei einigen Unternehmen wurden Mitarbeiter in Quarantäne geschickt, ohne selbst erkrankt zu sein. Hier greift §56 des Infektionsschutzgesetzes.

Weitere Informationen zur Verdienstausfallentschädigung finden Sie hier.

Weitere wirtschaftliche Erleichterungen für Unternehmen in Deutschland

Der GKV-Spitzenverband hat am 25.03.2020 ein Rundschreiben zur erleichterten Beitragsstundung herausgegeben.

In Notfällen können Arbeitgeber bei der Krankenkasse einen Antrag auf Beitragsstundung stellen. Das bedeutet, dass die Sozialversicherungsbeiträge zwar wie gewohnt ermittelt und im Beitragsnachweis an die Kassen gemeldet werden, die Überweisung jedoch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen kann. Dies gilt für die Beiträge der Monate März bis Mai. Als spätester Überweisungstermin gilt jedoch der 27.05.2020 (drittletzter Bank-Tag im Juni 2020).

Wichtig: Bitte setzen Sie die Beitragszahlung nicht einfach aus, sondern sprechen Sie vorher mit der Krankenkasse über die notwendigen Antragsformalitäten.

Mit Rundschreiben vom 30.03.2020 wurden folgende weitere Maßnahmen zur Erleichterung der Situation beschlossen:

  • Entschädigungsanspruch nach dem neuen § 56 Abs. 1a bei Verdienstausfall wegen behördlich angeordneter Schließung von Schulen oder Kindertagesstätten
  • Verlängerte Zeitdauer einer versicherungsfreien kurzfristigen Beschäftigung von 70 auf 115 Tage und damit von drei auf fünf Monate
  • Gelockerte Regelung für gelegentliches Überschreiten der Entgeltgrenze von 450 EUR für Minijobber, bisher durfte dreimal überschritten werden, nun fünfmal

Laut Information des BMF vom 03.04. können Arbeitgeber ungeachtet der Branche und Mitarbeitertätigkeit eine Sonderleistung i. H. v. bis zu 1500 Euro erbringen. Diese ist steuer- und beitragsfrei und zwischen März und Dezember 2020 zu zahlen.

Ende April wurden im Koalitionsausschuss neuen Beschlüsse zum Bezug von KuG getroffen. Danach soll eine gestaffelte Erhöhung des Kurzarbeitergeldes erfolgen. Zunächst müssen jedoch die  gesetzlichen Ausarbeitungen und Verordnungen dazu abgewartet werden. Erst dann kann die ordnungsgemäße Umsetzung in der Software eingeplant werden.

Aktuell gehen wir davon aus, dass wir Ihnen diese Erweiterungen zur Berücksichtigung in der Juni-Abrechnung bereitstellen können. Über die Bereitstellung dieser Version werden wir Sie wie gewohnt per E-Mail informieren.