Aktuelle Studie im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums von Davos: Kleine Unternehmen fühlen sich weltweit bei der politischen Entscheidungsfindung unterrepräsentiert

Weltweite Studie belegt, dass sich nur 27% der 5.500 befragten Unternehmen durch die Politik bei politischen Entscheidungen repräsentiert fühlen

Frankfurt, 17. Januar 2017 – Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben das Gefühl, dass sie nichts zu sagen haben, wenn in ihrem Land politische Entscheidungen getroffen werden. Das legt eine Studie der weltweiten Sage Gruppe, dem Markt- und Technologieführer für Cloud-basierte Buchhaltungs-, Lohnabrechnungs- und Bezahlsysteme, nahe, die das Unternehmen im Vorfeld des diesjährigen Weltwirtschaftsforums von Davos erstellt hat. Die Untersuchung unter mehr als 5.500 Unternehmen aus 19 Ländern aus dem November 2016 zeigt, dass sich 63 Prozent der Entrepreneure nicht durch die Politik vertreten fühlen – und das in einem Jahr der politischen Instabilität und des Wandels. In Deutschland nahmen 442 KMU an der Befragung teil, von denen sich 61% nicht gut durch die Politik vertreten fühlten.

„Forum for Business Builders“ will Fürsprecher für die Belange des Mittelstandes sein

Diese Erkenntnis teilt Sage anlässlich des Starts des „Sage Forum for Business Builders“ mit, das mit Beginn des neuen Jahres für KMU geöffnet wird. Das Forum soll Unternehmerinnen und Unternehmern auf der ganzen Welt eine Plattform bieten, in der sie ihre Ansichten zu Gehör bringen und ihre Erfahrungen teilen können, die sie als Gründer und Geschäftsführer mit Hürden und Stolperfallen auf dem Unternehmensweg machen. Zugleich will die von Sage initiierte Plattform politische Unterstützung geben. Der Online-Auftritt des Forums kann hier aufgerufen werden: https://www.sage.com/company/business-builders. Gleichzeitig finden im Rahmen des Forums eine Vielzahl von Veranstaltungen mit politischem Hintergrund statt.

Die weitere Umfrage ergab, dass für KMUs die größte Herausforderung für das Jahr 2017 die staatliche Bürokratie und die Gesetzgebung darstellt (23%), gefolgt vom Fachkräftemangel (12%) und der Beschaffung von Investitionsmitteln (Finanzierung und Kapitalzugang – 11%). Ebenfalls 11 Prozent der Befragten nennen es eine Herausforderung internationale Märkte zu betreten. Und immerhin noch 8 Prozent beklagen den Mangel an wichtigen Infrastruktureinrichtungen wie Breitband und Telekommunikationsverbindungen.

Weitere Ergebnisse für Deutschland

Während etwa im Vereinigten Königreich nur 37 Prozent der Umfrageteilnehmer Vertrauen in die nächsten sechs Monate haben, sind es in Deutschland mehr als die Hälfte (54%). Der globale Durchschnitt liegt bei 52 Prozent.

Diese Zuversicht drückt sich auch bei der Frage nach der Entwicklung der Im- und Exporte in 2017 aus. Hier sagten 30% der Befragten, dass sie mit einem verbesserten Import rechneten; 44% der Befragten rechneten mit einem verbesserten Export.

Obwohl sich während der Umfrage einige politische Veränderungen abzeichneten (Brexit, Trump-Wahl), sagte mehr als die Hälfte der deutschen Kleinunternehmer, dass sie keine Änderung ihrer Situation erwarteten.

Auf die Frage, welche ökonomischen Faktoren den positivsten Effekt auf ihr Geschäft haben, nannten 27 Prozent der Kleinunternehmen den Zinssatz als positiven Einflussfaktor und knapp ein Viertel (24%) führte steuerliche Verbesserungen an. Kein Wunder, dass auf die Frage, wie sie von der Regierung am besten unterstützt werden könnten, 50 Prozent das Thema Steuern ankreuzten.

Rainer Downar, Executive Vice President Central Europe und verantwortlich für das Deutschland-Geschäft von Sage, kommentiert die Studienergebnisse für den hiesigen Markt: „Es ist ein gutes Gefühl, dass in Deutschland so viel Zuversicht herrscht. Gleichzeitig gibt es jedoch noch zu viele Hürden für Startups und Kleinunternehmen, die sie in ihrem unternehmerischen Tun aufhalten oder sogar zurückwerfen. So stellen die Unternehmer zum Beispiel die steuerlichen Belastungen sowie den deutschen Amtsschimmel als besondere Hindernisse heraus. Da sich laut Umfrage fast zwei Drittel aller Unternehmer aus KMUs in Deutschland nicht richtig vertreten fühlen, ist es zudem an der Zeit, dass die Politik sich verstärkt um die mittelständischen Betriebe – von klein bis groß – kümmert. Dafür wäre in Davos jetzt der richtige Zeitpunkt.“

Stephen Kelly, CEO von Sage, sagt zu den weltweiten Ergebnissen der Studie: „Unternehmerinnen und Unternehmer sind die Baumeister der Wirtschaft, die Tag und Nacht arbeiten und zwei Drittel aller neuen Jobs in den entwickelten Ökonomien der Welt kreieren. Die Unternehmer kommen später nach Hause als viele von uns, scheuen keine persönlichen Opfer, um ihr Unternehmen voranzubringen; sie unterstützen ihre Familien und ihre Gemeinden. Aber sehr oft, wenn die politischen Entscheider der Welt die globale Ökonomie-Landschaft diskutieren, werden sie von der Diskussion ausgeschlossen. Dies zeigt sich auch Jahr für Jahr auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, wo KMU weitestgehend von der Agenda ausgeschlossen sind“. Aus diesem Grund, so Kelly, starte Sage auch das „Sage Forum for Business Builders“ und will damit dazu beitragen, diese unbefriedigende Situation zu ändern.“

Zum Hintergrund der Befragung

Weltweit wurden 5.500 KMU in 19 Ländern im November 2016 befragt. In Deutschland nahmen 442 Kleinunternehmen aus allen Branchen teil. Darunter sind 70% Männer und 30% Frauen. 50% davon sind Eigentümer, 39% Senior Manager und 11% CEOs bzw. Direktoren. 27% sind Ein-Mann/Frau-Betriebe. Die rund zwei Drittel der anderen befragten Betriebe haben 10, 20, 40, 50 - 100 und 100 - 250 Mitarbeiter (anteilmäßig zwischen 13% und 16%). 29 Prozent der Befragten sind zwischen 16 und 29 Jahren alt. Rund ein Drittel der Befragten (34%) sind 30 - 44 Jahre und 30 Prozent sind zwischen 45 - 59 Jahre alt.

Weitere Infos

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Stephen Kelly

Stephen Kelly, CEO der Sage Group plc

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Rainer Downar

Rainer Downar, Executive Vice President Central Europe der Sage Group plc

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Über Sage

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