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Unternehmensnachfolge im Channel: Chance zur Modernisierung des Portfolios 

Fünf Tipps, wie Systemhäuser Nachfolgeprozesse nutzen können, um sich fit für die Zukunft zu machen

Der Mittelstand ist eine wichtige Säule der deutschen Wirtschaft. Doch immer mehr Inhaber kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU), darunter auch viele Systemhäuser, denken altersbedingt ans Aufhören. Laut KfW Research erhöht der demografische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel den Bedarf an Nachfolgern zusätzlich und erschwert zugleich die Nachfolgesuche. Bereits jetzt sind über 1.5 Millionen Inhaber und Inhaberinnen 55 Jahre oder älter. Der Bedarf an qualifizierten Nachfolgern wird demnach in den kommenden zehn Jahren noch weiter steigen. Sage, der Markt- und Technologieführer für Cloud-basierte Unternehmenslösungen, hat fünf Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche strategische Planung der Unternehmensnachfolge zusammengefasst. Insbesondere für kleine und mittelständische Betriebe der Channel-Branche bietet sich in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, ihr Geschäftsmodell und Portfolio in Richtung Software as a Service (SaaS) und Cloud weiterzuentwickeln.

 

1. Optionen genau prüfen

Wer plant, die Nachfolge eines Systemhauses zu übernehmen, sollte sich einen umfassenden Überblick über die laufenden Geschäfte sowie die betriebsinterne Infrastruktur und den personellen Status quo verschaffen. Es gilt etwa Fragen zu klären, wie groß das Wachstumspotenzial des jeweiligen Betriebs ist, ob sich im Portfolio des Unternehmens bereits erste Saas- und Cloud-Angebote finden, welche Investitionen geplant sind und wie hoch das Risiko der Mitarbeiterfluktuation durch den Eigentümerwechsel ist.

2. Modernisierung des Portfolios vorantreiben

Unternehmensnachfolger haben es nun in der Hand, die Transformation des Geschäftsmodells in Richtung SaaS und Cloud einzuleiten oder weiter zu forcieren. Steht der Betrieb dies-bezüglich noch am Anfang, hat der Nachfolger gute Chancen, das Systemhaus innovativ am Markt zu positionieren. Dies gilt nicht nur für die angebotenen IT-Technologien und Bereitstellungsmodelle, sondern betrifft auch die Art und Weise, wie die Systeme abgerechnet werden. Das heißt die Umstellung auf das Subskriptionsmodell, welches das klassische Lizenz-Business sukzessive ersetzt, ist ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der Transformation eines Systemhauses hin zu einem zukunftsfähigen Anbieter von SaaS und Cloud-basierten IT-Systemen.

3. Kontakt zu den Mitarbeitern suchen

Bei Nachfolgeprozessen ist von Beginn an ein enger Dialog mit den Mitarbeitern notwendig. Eine offene Kommunikation hilft dabei, in der Belegschaft die Akzeptanz für geplante Veränderungen wie Modernisierungsmaßnahmen beim Geschäftsmodell zu steigern. Indem Unternehmensnachfolger auf jeden einzelnen persönlich eingehen und neue Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen, können sie Vertrauen zu den Beschäftigten aufbauen und den Teamgeist stärken. Denn grundlegende Veränderungen beim Business-Modell und Portfolio gehen auch immer mit einem Change-Prozess einher, in den jeder einzelne Mitarbeiter eingebunden sein sollte. 

4. Übergabeprozess planen 

Wenn die Leitung eines Betriebes an einen Nachfolger übergeben wird, ist ein sauber strukturierter Übergabeprozess in zweierlei Hinsicht sinnvoll. Zum einen wird der neue Eigentümer in die Strukturen des Unternehmens eingeführt. Der Vorgänger macht ihn mit notwendigen operativen Aufgaben vertraut und stellt ihn bei Kunden und Geschäftspartnern vor. Zum anderen kann der ehemalige Firmenlenker Vertrauen zu seinem Nachfolger aufbauen. Denn wer sein eigenes Unternehmen ein gesamtes Berufsleben lang aufgebaut hat, tut sich oft schwer, sein Lebenswerk in fremde Hände zu legen. Eine gemeinsame Übergangszeit hilft somit beiden Seiten – fachlich und emotional.

5. Von Experten beraten lassen

Die vielen Fragen, die bei einer Unternehmensnachfolge wichtig sind, lassen sich kaum in Eigenregie oder auf die Schnelle beantworten. Daher ist es wichtig, den Rat von Experten einzuholen. Sie können beispielsweise bei Rechtsfragen unterstützen, steuerliche Aspekte erläutern oder einschätzen, wie viel ein Unternehmen kosten darf. In diesem Zusammenhang beraten etwa Banken bei Fragen rund um die Finanzierung des Kaufpreises eines Unternehmens. Kurzum: Wer sich mit dem Gedanken einer Unternehmensnachfolge trägt, braucht nicht zu befürchten, das gesamte Projekt allein stemmen zu müssen. 

Jan Friedrich, Experte für Unternehmensnachfolge im Mittelstand und Vice President Field Marketing Central Europe bei Sage, fasst zusammen: „Die Unternehmensnachfolge ist im Channel-Segment ein solider Weg in die Selbständigkeit. Wer ein bestehendes  Systemhaus übernimmt, profitiert beispielsweise davon, dass es zu Lieferanten und sonstigen Geschäftspartnern bereits eine langjährige vertrauensvolle Beziehung gibt. Kunden und oft auch Stammkunden sind vorhanden. Und nicht zuletzt bilden die Mitarbeiter ein eingespieltes Team. Wer darüber hinaus das Portfolio des Betriebs in Richtung Cloud und SaaS ausbaut und damit modernisiert, hat gute Chancen, Wettbewerbsvorteile zu erzielen.“

 
Bildmaterial
Jan Friedrich, Mann mit schwarzen Haaren und schwarzer Brille in schwarzem Anzug vor grauem Hintergrund
Jan Friedrich, Vice President Field Marketing Central Europe bei Sage

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