Gratifikation

Gratifikationen sind ein beliebtes Mittel zur Motivationsförderung der Mitarbeiter. Es handelt sich dabei um Sondervergütungen des Arbeitgebers, die zum Fixlohn hinzukommen. Die Höhe der Gratifikation liegt dabei im Ermessen des Arbeitgebers.

Dieser kann mit der zusätzlichen, freiwilligen Leistung einen ausserordentlichen Arbeitseinsatz belohnen, eine bestimme Leistung prämieren oder einfach nur für die Diensttreue eines Arbeitnehmers verdanken. Da Gratifikationen auf Freiwilligkeit basieren, besteht kein grundsätzlicher Anspruch darauf.

Der Bonus ist gesetzlich nicht geregelt und kann je nachdem entweder eine Gratifikation oder ein Lohnbestandteil sein. Es muss von Fall zu Fall unterschieden werden, ob der Bonus eine Gratifikation, ein Lohnanteil oder Anteil am Geschäftsergebnis ist.

Sofern der Bonus nur vom Erreichen eines Geschäftsergebnisses abhängt und nicht von subjektiver Einschätzung, gilt er als variabler Lohnbestandteil, der vertraglich vereinbart werden muss.

Wenn der Bonus aber auch von der subjektiven Einschätzung des Arbeitgebers abhängt, handelt es sich um eine Gratifikation. Obwohl diese grundsätzlich auf freiwilliger Basis beruht, kann sie diesen freiwilligen Charakter verlieren, sofern sie entweder vertraglich zugesichert oder über drei Jahre vorbehaltlos ausgezahlt wurde.

Der 13. Monatslohn gehört nicht in die Kategorie der freiwilligen Gratifikationen. Der Anspruch und Umfang des 13. Monatslohns wird vertraglich vereinbart, weshalb es sich um einen festen Lohnbestandteil handelt und der Mitarbeiter dementsprechend einen Anspruch darauf hat.

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