Frankfurt a.M., 7. Oktober 2026 – Jedes Unternehmen, jede Branche und jede Volkswirtschaft folgt eigenen Rhythmen und Mustern. Häufig bleiben diese in komplexen Daten verborgen. Sage ein führender Anbieter von Lösungen für Buchhaltung, Finanzen, Personalmanagement und Lohnabrechnung für kleine und mittlere Unternehmen, macht diese Muster mit der „Financial Symphony“ hörbar. Die Komposition übersetzt reale, anonymisierte Unternehmensdaten in Musik. Sie entstand gemeinsam mit den Experten für „Datensonifikation“ von Loud Numbers und wurde von einem Streichquartett live eingespielt. Jede Veränderung von Tonhöhe, Tempo und Lautstärke wird unmittelbar durch die zugrunde liegenden Daten bestimmt.
Jedes Element der Komposition lässt sich auf die Ausgangsdaten zurückführen. Eine klare Methodik bestimmt, wie die Ausgangswerte in das fertige Musikstück einfließen. Damit wird ein Grundsatz erlebbar, der mit dem zunehmenden Einsatz von KI in Unternehmen immer wichtiger wird: Ergebnisse müssen hilfreich, verständlich und erklärbar sein.
Das ist entscheidend, denn 68 Prozent der deutschen Finanzverantwortlichen lehnen KI-gestützte Entscheidungen ab, wenn sie deren Zustandekommen nicht nachvollziehen können. Gerade im Finanzwesen kann auch ein Ergebnis, das nur beinahe richtig ist, gravierende Folgen haben. Deshalb sollten Unternehmen verstehen können, wie Technologie zu einer Antwort gelangt. Dieser Gedanke steht im Mittelpunkt des „Glass Box“-Ansatzes für KI von Sage.
Von der Black Box zur Glass Box
Finanzfachkräfte müssen nachvollziehen können, wie eine KI-generierte Antwort zustande kommt. Beschäftigte verbringen im Durchschnitt fast 13 Stunden pro Woche damit, Annahmen zu rekonstruieren, Berechnungen zu prüfen oder die Logik von KI-Ergebnissen nachzuvollziehen. Der Glass-Box-Ansatz von Sage folgt deshalb einem einfachen Prinzip. Der Weg zu einem KI-generierten Ergebnis muss sichtbar und überprüfbar sein.
„Unternehmen können kein Vertrauen in Antworten entwickeln, auf die sie sich nicht verlassen können“, erklärt Aaron Harris, Chief Technology Officer bei Sage. „Mit unserem Glass-Box-Ansatz wissen unsere Kunden jederzeit, wie die KI von Sage zu einem Ergebnis gelangt ist. Ergebnisse lassen sich hinterfragen, Annahmen sind sichtbar und Datenquellen nachvollziehbar. Entscheidungen können in dem Moment erklärt werden, in dem sie getroffen werden, statt ihre Herleitung im Nachhinein rekonstruieren zu müssen.“
„Die Financial Symphony überträgt genau dieses Prinzip auf Musik und zeichnet die Höhen und Tiefen der Unternehmensentwicklung nach“ fährt Harris fort. „Jede Note, jeder Rhythmus und jede Veränderung der Lautstärke geht auf reale Unternehmensdaten zurück. Auch der Weg von den Daten zur Musik ist transparent. Je stärker KI Geschäftsentscheidungen prägt, desto wichtiger ist es, nicht nur das Ergebnis zu zeigen, sondern auch den Weg dorthin. So entsteht Vertrauen.“
Wie aus Daten eine Partitur wurde
Sage arbeitete mit Loud Numbers zusammen, um anonymisierte Kundendatensätze aus vier Märkten zu analysieren. Berücksichtigt wurden Großbritannien, die USA, Frankreich und Südafrika. Die zugrunde liegenden Kennzahlen wurden nicht künstlerisch verändert. Veränderungen in der Musik entsprechen direkt den realen, anonymisierten Unternehmensdaten.
Die Komposition verbindet zwei vielschichtige, einander ergänzende Ebenen. Die erste ist ein Streichquartett, das auf britischen Buchhaltungsdaten vom ersten Quartal 2015 bis zum ersten Quartal 2026 basiert. Die Länge der einzelnen Melodietöne bildet die durchschnittliche Dauer von Rechnungszahlungen ab. Die zweite, elektronische und perkussive Ebene beruht auf Daten aus den USA, Frankreich und Südafrika aus dem ersten Quartal 2026. Sie zieht sich durch das Stück und steht für den kontinuierlichen Puls des weltweiten Handels.
Miriam Quick, Mitgründerin von Loud Numbers, erläutert: „Finanzdaten haben eine ganz eigene emotionale Klangfarbe. Wir haben Regeln entwickelt, die Veränderungen in den anonymisierten Datensätzen verschiedenen musikalischen Elementen zuordnen. Was man hört, ist daher nicht nur von den Zahlen inspiriert, sondern unmittelbar durch sie geformt. Wir danken Sage für das Vertrauen und dafür, dass wir zeigen konnten, dass Daten mehr sind als nüchterne Zahlen. Sie erzählen eine lebendige, menschliche Geschichte.“
Hinweise für Redaktionen
Hinweis zu Data Governance und Datenschutz: Die Daten hinter der „Financial Symphony“ bleiben vollständig anonymisiert. „Glass Box“ steht ausschließlich für transparente Prozesse und bedeutet nicht, dass Kundendaten offen oder einsehbar sind.
Loud Numbers entwickelte ein präzises mathematisches Verfahren, um die anonymisierten Excel-Daten in Sibelius, eine professionelle Notationssoftware für die Erstellung aufführungsreifer Partituren, und die Digital Audio Workstation Ableton Live zu übertragen.
Die Komposition verbindet zwei vielschichtige, einander ergänzende Ebenen:
Regionale Datenbasis