Der passende Kandidat für den richtigen Job: So werden Auswahlgespräche erfolgreich!

Vor · 3 Minuten zu lesen

Auswahlgespräche sind ein elementarer Faktor bei der passenden Besetzung von offenen Stellen. Durch gezielte Fragen finden Sie heraus, ob ein Bewerber die an ihn gestellten Erwartungen erfüllt und der vakanten Stelle gewachsen ist.

Dafür braucht es ein planvolles, strukturiertes und gut vorbereitetes Gespräch. Andernfalls besteht die Gefahr, dass eine Unterredung situativ von einem Bereich zum nächsten springt, relevante Inhalte vergessen werden oder kritische Punkte nicht zur Sprache kommen. Planvoll geführte Auswahlgespräche dagegen helfen Ihnen dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen, die nicht nur aus dem Bauch heraus erfolgen, sondern ein großes Maß an Objektivität ermöglichen.

Leitfaden für erfolgreiche Auswahlgespräche

Nie den roten Faden verlieren - So gestalten Sie Auswahlgespräche strukturiert und erfolgreich!

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7 Punkte, auf die Sie für ein erfolgreiches Auswahlgespräch achten sollten:

  1. Bestimmen Sie das Gesprächsklima. Sorgen Sie für eine konstruktive Grundhaltung, um Ihrem Gegenüber ein angenehmes Gefühl zu vermitteln: In entspannter Atmosphäre erfahren Sie mehr über die Kandidaten als in einer steifen Sitzung mit Verhör-Charakter.
  2. Schließen Sie Ihre Auswahlgespräche nicht mit einem fertigen Urteil im Kopf ab.Versuchen Sie, offen zu bleiben und die Unterhaltung separat zu bewerten: Nehmen Sie sich dazu etwas Zeit und gehen Sie das Gespräch in allen Fassetten noch einmal durch. Mit etwas Abstand sehen Sie einige Antworten vielleicht in einem neuen Zusammenhang. Eine separate Auswertung ermöglicht es zudem, die verschiedenen Gespräche, die Sie mit Kandidaten führen, besser untereinander zu vergleichen.
  3. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold – an diese Redensart sollten Sie sich bei Auswahlgesprächen halten. Sie versuchen, etwas über potenzielle Mitarbeiter zu erfahren, daher sollten nicht Sie die Hauptlast des Gesprächs tragen. Durch aktives Zuhören lernen Sie, wie Ihr Gegenüber mit anderen Menschen umgeht, welche Schwerpunkte er in einem Gespräch setzt und ob er in der Lage ist, frei zu sprechen. Als Faustregel gilt: Kandidaten sollten 70-80 Prozent der Redezeit selbst bestreiten.
  4. Gehen Sie mit klar definierten Anforderungskriterien in ein Auswahlgespräch. Einfach mal schauen, was sich entwickelt ist in diesem Fall die falsche Herangehensweise. Was wollen Sie über Ihre Bewerber erfahren? Welche Fragen müssen Sie stellen, um die gewünschten Informationen zu erhalten? Sie müssen genau wissen, was Ihr Wunschkandidat für die vakante Stelle können muss, was er mitbringen sollte und auf welche Skills Sie verzichten können. Nur so gelingt eine fundierte Bewertung der kandidaten.
  5. Mit Humor geht alles leichter – auch bei einer so ernsten und wichtigen Sache wie einem Auswahlgespräch. Für alle Beteiligten geht es um einiges: Für den Kandidaten um einen guten Job, für Sie um einen guten Mitarbeiter. Dennoch ist es ratsam, einem Auswahlgespräch die Gewichtigkeit und Schärfe zu nehmen. Ein kleiner humoriger Spruch als Eisbrecher kann nicht schaden – solange es kein berüchtigter „Schenkelklopfer“ ist.
  6. Auswahlgespräche sind wie Detektivarbeit – so könnte man etwas zugespitzt formulieren. Es genügt nicht, einfach nur „Fragen & Antworten“ zu spielen, vielmehr ist es Ihre Aufgabe, dem Kandidaten genau auf den Zahn zu fühlen: Bitten Sie Ihren Bewerber, Begriffe zu erklären, Unstimmigkeiten im Lebenslauf zu erläutern, ungenaue Formulierungen zu präzisieren. Scheuen Sie sich nicht davor zuzugeben, wenn Sie etwas nicht verstanden haben und achten Sie darauf, wie Ihr Bewerber schwierige Sachverhalte erläutert. Im Bewerbungsgespräch helfen übergroße Rücksichtnahme und gedankliche Bequemlichkeit nicht weiter. Haken Sie also nach, ohne dabei pedantisch zu wirken.
  7. Vorsicht vor vorschnellen Urteilen! Dieser Grundsatz gilt in vielen Lebenslagen, besonders aber auch für Auswahlgespräche. Psychologische Phänomene verleiten dazu, einen Bewerber schon nach kurzer Zeit innerlich abzustempeln, im positiven wie im negativen Sinn. Der Kandidat, mit dem Sie als letztes sprechen, hinterlässt in der Regel beispielsweise einen stärkeren Eindruck auf Sie als der zuerst interviewte Gesprächspartner. Auch die eigene Stimmung hat großen Einfluss auf die Bewertung. Daher ist es wichtig, möglichst offen zu bleiben und eine nachgelagerte, aber zeitnahe Beurteilung zu erstellen. So können Sie Ihre Kandidaten nach den immer gleichen Kriterien so neutral wie möglich beurteilen.

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