Eine stille Revolution, die Ihre Unternehmenskultur ändert

Vor · 3 Minuten zu lesen

Die jungen Leute, für die Smartphones und Laptops zur Grundausstattung gehören, haben eine ganze Reihe von Namen erhalten: Digital Natives, Millenials, Ypsiloner und Jahrtausender. Sie sind begehrte und selbstbewusste Arbeitskräfte, die genau wissen, was sie wert sind. Um sie zu rekrutieren und sie dauerhaft an Bord zu halten, müssen sich Unternehmen auf die Ansprüche der Generation Y einstellen. Sonst droht die Gefahr, im Wettbewerb um gute Fachkräfte nicht zu bestehen. Denn auch andere Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte.

Fördern, fordern, motivieren

Zur Generation Y gehört, wer in den Jahren zwischen 1980 und 2000 zur Welt kam. Wer sie als Mitarbeiter gewinnt, erhält gut ausgebildete, motivierte und fordernde Kollegen. Sie haben klare Vorstellungen davon, wie sie arbeiten und leben möchten – und wie nicht. Das bedeutet: Traditionelles Arbeits- und Führungsverhalten sind für viele Angehörige der Generation Y nicht mehr attraktiv. Die Millenials wollen sich ausleben, im Beruf ebenso wie im Privatleben. Sie wollen für ihre Karriere nicht auf Freunde, Freizeit und Familie verzichten, sondern alles miteinander vereinen, und zwar nicht nur nacheinander, sondern gerne auch parallel.

Große Einsatzbereitschaft – von beiden Seiten

In der Freizeit Arbeitsmails checken – ja, warum denn nicht? Während des Joballtags private Kontakte über Messenger anfunken – na sicher! Die ständige Erreichbarkeit per Email und Handy hat die Generation Y geprägt. Sie ist immer „on“ und immer bereit, auch zu ungewöhnlichen Zeiten ihre Aufgaben zu erledigen. Im Gegenzug erwartet sie aber von ihren Arbeitgebern eine genauso große Flexibilität. Mobiles Arbeiten, flexible Bürozeiten, neue, spannende und dazu noch sinnvolle Aufgaben, Social-Media-Nutzung, virtuelle Zusammenarbeit, moderne IT-Ausstattung, Mitspracherechte, Projektarbeiten, die Möglichkeit von Sabbaticals – all das kennzeichnet für die Jahrtausender einen attraktiven Job.

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Neue Zeitrechnung steht bevor

Das bedeutet für viele Firmen einen erheblichen Wandel in der Unternehmenskultur. Wo bisher starre Hierarchien und autoritäres Führungsverhalten dominieren, könnte (und sollte) mit der Generation Y eine neue Zeitrechnung anbrechen. Die jungen Kolleginnen und Kollegen wollen eine sinnvolle Arbeit, sie möchten mitreden, ihr Wissen teilen, Verantwortung übernehmen und sich selbst verwirklichen. Mit dem Internet aufgewachsen, sind ihnen Transparenz und schnelle Kommunikation auf Augenhöhe selbstverständlich. Mit Top-Down-Hierarchien können sie nicht viel anfangen, sie bevorzugen flache Hierarchien, kurze Entscheidungswege, konstruktives Feedback und ein kooperierendes Führungsverhalten. Wichtig sind ihnen bei ihren Arbeitgebern auch Fairness und eine gelebte soziale Verantwortung für Belegschaft und Gesellschaft. Und auch der Wunsch nach Abwechslung im Arbeitsalltag und bei ihren Aufgaben sind entsprechend ausgeprägt und erfordern neue Organisationsformen, wie bspw. Arbeit in Projekten.

HR-Marketing findet online statt

Doch nicht nur moderne, flexible Organisationsformen sind gefragt, um die Generation Y zu gewinnen. Auch die Ansprache der Digital Natives läuft völlig anders bei ihren Vorgängern. Das Stichwort ist Mobile Recruiting, denn die gesuchten Talente informieren sich zu fast 100 Prozent via Handy und Computer über Karrieremöglichkeiten. Sie nutzen (aussagekräftige) Karriereportale, soziale Netzwerke und Business-Portale wie Xing
 und LinkedIn, sehen sich Azubi-Blogs und Videos von Mitarbeitern an und studieren die Webseite der Unternehmen. HR-Marketing 2.0 bedeutet, die Generation Y dort abzuholen, wo sie sich tagtäglich tummelt und Kontakt über unterschiedliche digitale Channels aufzunehmen. An Recruiting und Personalmanagement stellen sich somit neue Herausforderungen, die mit starren, konventionellen Systemen kaum noch zu leisten sind. Bewerber- und Mitarbeiterorientierung heißt das Stichwort auf dem Weg zu einer People-Company.

Es ist offensichtlich: Mit der Generation Y kommen viele Veränderungen auf die Unternehmenswelt zu, die einen tiefgreifenden Wandel nach sich ziehen. Und kaum ist der geschafft, drängt mit der Generation Z die nächste Altersgruppe in die Betriebe. Ab 2000 geboren, ist diese die Generation von Kindesbeinen an Tablets und Smartphones gewöhnt. Dem jungen Nachwuchs liegt das Netzwerken im Blut, die Generation Z strebt nach Anerkennung und Karriere bei gleichzeitigem Fokus auf umwelt- und sozialpolitisches Wirken. Verschmelzung von Beruf und Freizeit? Das wollen die Z-ler nicht mehr, sie suchen festere Strukturen und Abstand von der ständigen Erreichbarkeit. Gleichzeitig wollen aber auch sie mitbestimmen, flexibel arbeiten und Verantwortung haben – wieder eine neue Herausforderung für Unternehmen. Und sicher nicht die letzte, die der Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren zu bieten hat.

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