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Mitten durch die Cloud – rein in die digitale Zukunft. Unser CeBit-Rückblick:

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Mitten durch die Cloud – rein in die digitale Zukunft. Unser CeBit-Rückblick:

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie sich unbemannte Drohnen – zum Beispiel bei der Paketzustellung – im Wirrwarr aus Strommasten, Hochspannungsleitungen, Tunneln, Brücken und Bäumen zurechtfinden? Oder wie sich autonomes Fahren anfühlt? Immer häufiger spekulieren wir über unsere vernetzte Zukunft – und wie die Realität in zehn oder zwanzig Jahren wohl aussehen wird. Die CeBIT 2017 gab einen Vorgeschmack und lud die Messebesucher zu einer Zeitreise ein: So kurvten tatsächlich führerlose Autos über das Gelände und nahmen Passagiere mit auf den Weg von einer Ausstellungshalle zur nächsten. Mindestens ebenso eindrucksvoll – wenn auch ohne die Möglichkeit, selbst mitzufliegen – waren die unbemannten Flugobjekte im Drohnen-Park und der Unmanned Systems Arena. Hier boten sich die künftigen „Könige der Lüfte“ spannende Wettflüge und gaben so einen Eindruck davon, wie es am Himmel schon bald zugehen könnte.

Robotern gehört die Zukunft

Nicht in der Luft, aber auf dem Boden ist hingegen fest mit dem Einsatz von Robotern zu rechnen – und zwar in fast allen Lebensbereichen. Sie können nicht nur staubsaugen, sondern auch Musik machen oder sich kultiviert unterhalten. Ihre Fähigkeiten werden immer ausgefeilter – und sie bauen ihre Kompetenzen dank maschinellem Lernen immer weiter aus. Gerade im Zuge des sich verschärfenden Fachkräftemangels stehen die Chancen folglich gut, dass künstliche Intelligenzen zunehmend Routinearbeiten übernehmen und die Mitarbeiter im Kampf gegen die Informationsflut entlasten können.

Mit der Cloud auf Siegeszug

Mit der Cloud auf Siegeszug.

Für viele klingt das noch wie Zukunftsmusik. Doch glaubt man den Machern der CeBIT und ihren Ausstellern, so werden Roboter & Co. schneller zu unserem Alltag gehören, als wir bisher gedacht haben. Vielleicht ergeht es den künstlichen Intelligenzen wie dem Cloud Computing. Noch vor wenigen Jahren skeptisch beäugt, ist die Cloud in den Unternehmen längst zur gelebten Realität geworden. Welche vielfältigen Möglichkeiten sich daraus ergeben, das hat die Firma Salesforce auf ihrer World Tour in Halle 9 anschaulich präsentiert. Hier konnte man zum Beispiel erleben, wie Cloud Accounting die oftmals altbackene und zeitaufwändige Buchhaltung revolutioniert. Sage Live mit dem Stand-Maskottchen „Cloudia“ brachte die als staubtrocken bekannte Buchhaltung so in die digitale Gegenwart und macht damit Unternehmen fit für die Zukunft.

Automatisierung und Künstliche Intelligenz standen in Sachen Digitalisierung ganz oben auf der CeBit Themenliste. Darum ging es auch auf der Digital Marketing Area in Halle 5. In dem Zusammenhang spielt Realtime Management eine wichtige Rolle. Ein Trend, auch die Kundenbindung stärker einzubeziehen und zum Fokus von unternehmensweiten Datenanalysen zu machen, wird sich in Zukunft noch verstärken und an Bedeutung gewinnen. Die Relevanz, Daten aus dem Rechnungswesen integriert in einer CRM-Plattform für alle Unternehmensbereiche zusammenzuführen, ist an diesem Beispiel greifbar geworden. Eine Buchhaltungssoftware auf einer CRM Plattform ist genau diesen Anforderungen gewachsen und kann dabei helfen, Unternehmen zukunftsfähig zu machen.

Welche Bedeutung Software- und Cloudlösungen erhalten, schlug sich in der Verleihung des CASSIOPEIA, der Premium User- und Customer Experience Award, nieder. Dieser ist eine Premium-Auszeichnung für hervorragende Software-Produkte, Software-Module und in einer Software enthaltene Features, die es dem User erleichtern (User Experience), seine Arbeit für den Kunden effizient zu gestalten oder mit dem Kunden bestmöglich zu interagieren (Customer Experience). Neben Kunden- und Marketingmanagementsystemen gewannen hier auch betriebswirtschaftliche Unternehmenslösungen vordere Preise. In der Kategorie Angebots- und Produktkonfiguration belegte die Sage 100 den zweiten Platz. Im Sinne der User und Customer Experience honorierte die Jury damit die intuitive Sage-Oberfläche, die sich je nach Nutzerbedürfnissen leicht, flexibel und individuell anpassen lässt. In der Kategorie Mobility gewann der Chatbot Pegg den dritten Platz. Mit Pegg kann ganz einfach die Buchhaltung für kleine Unternehmen erledigt oder eine Reisekostenabrechnung erstellt werden – auf Zuruf. So sieht die Zukunft aus!

Unternehmerischer Mut ist gefragt

Vortrag CloudIn Halle 9 gab es zudem spannende Vorträge auf der Wegbereiter Bühne: Beispielsweise, wie digitale Geschäftsmodelle für den Mittelstand aussehen können. Blockchain und Connectivity waren Schlagworte, an denen sich der Mittelstand für zukünftigen Erfolg orientieren sollte. Ein durchgängiges Credo war unternehmerischer Mut. Immer wieder forderten die Vortragenden und Diskussionsteilnehmer mehr Wagemut beim Thema Digitalisierung von den Mittelständlern ein. Es bedürfe einer Mentalitätsänderung, um Dinge auch einfach einmal anzupacken. Lässt sich das in Unternehmen durchsetzen, so der allgemeine Tenor, muss sich der Mittelstand keine Sorgen um seine Zukunftsfähigkeit machen.

Mitmachen war angesagt

Viele Mitmachaktionen und Live-Demos in Halle 9 fanden großen Anklang – so zum Beispiel der Stand des FC Schalke 04, an dem gezeigt wurde, wie sich völlig neue Erfahrungen für Fans umsetzen lassen.

Ein Event der besonderen Art war die gemeinsame Aktion von Salesforce und der DKMS: Patienten mit Blutkrebs sollen eine neue Lebenschance erhalten – das Echo der Besucher war überwältigend und schlug sich in zahlreichen Spenden nieder. Und nicht zuletzt heizten noch die Sportfreunde Stiller dem Publikum am Dienstag Abend auf der Salesforce Worldtour kräftig ein.

CeBIT künftig mit Festival-Charakter

Die CeBIT gilt als jährliche Leitmesse für die Informations- und Telekommunikationsbranche. Aufgrund des immer schnelleren technischen Fortschritts ist die Veranstaltung damit – wie kaum eine andere – einem permanenten Wandel unterlegen. Um mit der IT-Entwicklung Schritt zu halten und sich im Kampf gegen die härter werdende Konkurrenz weiterhin zu behaupten, bedarf es jedoch neuer Konzepte und innovativer Herangehensweisen. Dieser Herausforderung will sich die CeBIT im nächsten Jahr stellen. Statt im März findet sie erst im Juni statt. Sommerliches Wetter, der zeitgleiche Beginn der Fußballweltmeisterschaft und ein Festival-Charakter sollen der Veranstaltung ein „cooleres“ Image geben, kündigte Messechef Oliver Frese an. Open-Air-Events, Streetfood und Abendveranstaltungen versprechen einen neuen Lifestyle und sollen die CeBIT insbesondere für das jüngere Publikum attraktiver machen. Doch ist die Generation Y tatsächlich schon in den für die Aussteller wichtigen Entscheider-Positionen angekommen? Und werden Unternehmen Dienstreisen zu einem Festival noch genauso bereitwillig genehmigen wie zu einer Fachmesse? Das künftige Konzept ist zweifelsohne innovativ – und mutig. Jetzt gilt es abwarten, wie Aussteller und Publikum darauf reagieren.

Was halten Sie von der Neuausrichtung der Messe? Teilen Sie Ihre Meinung mit uns und diskutieren Sie die Chancen und Risiken mit anderen CeBIT-Fans! Ihre Meinung ist herzlich willkommen.