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5 Tipps von Führungskräften für Wachstumsstrategien

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Fuehrungskraft

Wollten Sie schon immer wissen, was im Kopf derjenigen vorgeht, die täglich denselben Job machen wie Sie? Eine neue Untersuchung, die IDG im Auftrag von Sage durchgeführt hat, hat genau dies bei erfolgreichen Führungskräften versucht, um erfolgreiche Wachstumsstrategien zu entwickeln.

Auf Grundlage von Gesprächen mit 300 leitenden Führungskräften in den Bereichen Geschäftsmanagement, Finanzen und IT auf der ganzen Welt liefert die Studie Zeit optimal nutzen: Strategien von Führungskräften für Wachstum Antworten auf folgende Fragen:

  • Wie gewinnen Führungskräfte mehr Zeit?
  • Und wie machen andere Führungskräfte das Beste aus dieser knappen Ressource, um möglichst effizient, produktiv und wertschöpfend zu arbeiten?

Letzten Endes weisen alle Ergebnisse der Studie in eine Richtung: Steigerung der Effizienz. Dies treibt natürlich alle Firmen um, doch kleine und mittlere Unternehmen erleben oftmals rasantes Wachstum, sodass Aspekte der Effizienz von entscheidender Bedeutung sind, während das Unternehmen wächst.

IDG-Report: Strategien von Führungskräften für Wachstum

Erfolgsfaktoren für Führungskräfte – worauf kommt es wirklich an?

Dieser Bericht – von Sage in Zusammenarbeit mit dem führenden Fachverlag CIO erstellt –
erläutert Lesern, was andere Führungskräfte bereits tun, um ihre Arbeitsweise zu optimieren.

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Mit den folgenden fünf Tipps steigern Sie die Effizienz in Ihrem Unternehmen oder Team:

  1. Delegieren Sie

Einfach gesagt: Wenn einige Ihrer Aufgaben genauso gut von einem anderen Mitarbeiter in Ihrem Team erledigt werden könnten, sollten Sie überlegen, diese zu delegieren. Dies kann erstaunlich schwierig sein, wenn die entsprechende Aufgabe für den Erfolg des Unternehmens entscheidend ist. Vielleicht haben Sie auch einfach nicht die Zeit, einen Kollegen im Team einzuarbeiten. Oder vielleicht haben Sie die Aufgaben bereits so lange gemacht, dass Sie sich stark damit identifizieren. Doch in einem wachsenden Unternehmen muss die Führungsebene delegieren, damit das Unternehmen nachhaltig wachsen kann. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Effizienz leidet – aber auch Ihr eigenes Wohlbefinden!

Um sich dem Thema zu nähern, können Sie sich einfach selbst fragen: Wie gut würde mein Unternehmen funktionieren, wenn ich einmal nicht da bin? Einige Beeinträchtigungen sind natürlich unvermeidbar, doch wenn Ihre Antwort auf diese Frage lautet, dass das Unternehmen sofort in sich zusammenbricht, ist dies ein deutlicher Hinweis. In diesem Fall sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Methoden und Prozesse wenigstens im Notfall an andere Mitarbeiter übertragen werden können.

Doch es geht nicht nur darum, Aufgaben an andere abzugeben. Delegieren bedeutet meistens, vom Kollegen unter Kollegen zu einem Manager zu werden (oder die Rolle als Manager zu erweitern). Die Führung von Mitarbeitern erfordert natürlich bestimmte Kompetenzen, doch sie kann auch einen Kulturwandel oder eine Veränderung der persönlichen Beziehungen bedeuten. Manchen Menschen, insbesondere in kleineren Unternehmen, fällt diese Umstellung schwer.

Die Lösung besteht darin, als Führungskraft zu agieren, nicht bloß als Manager. Stellen Sie also ein Team zusammen, in dem der Beitrag jedes Einzelnen wirklich zählt. Jeder Einzelne sollte eine klare Rolle und klar definierte Ziele haben. Manche Mitarbeiter finden es womöglich schwierig, wenn ein Kollege plötzlich eine Führungsrolle übernimmt, doch nur wenige würden wohl bestreiten, dass ein starkes Team auch eine starke Führung braucht. Und diese Person sollten Sie sein!

  1. Geben Sie Aufgaben an die Technologie ab

Wir können uns glücklich schätzen, dass wir heute unglaublich hochentwickelte Technologien zur Verfügung haben. Und Unternehmen haben gar keine andere Wahl, als sich diese zunutze zu machen. Abgesehen davon, dass kein Unternehmen als fortschrittsfeindlich und rückwärtsgewandt gelten möchte, kann Technologie auch als Wettbewerbsvorteil betrachtet werden. Einfach gesagt: Wenn Ihre Wettbewerber mithilfe von Technologie ihre Effizienz steigern und wachsen, dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als nachzuziehen.

Veraltete Technologie mag funktionieren, aber heutzutage genügt dies nicht. Technologie muss Ihnen auch Vorteile bieten. Würden Sie etwa noch mit einer Kurbel Ihr Auto starten? Weshalb sollten Sie also veraltete Technologien einsetzen?

Sehr wahrscheinlich verwenden Ihre Wettbewerber verstärkt moderne Analysemethoden und verlassen sich immer weniger auf regelmäßige Berichte und Kennzahlen. Dies vermittelt nicht nur einen Einblick ins Unternehmen, sondern führt in Verbindung mit der Cloud-Integration zu einer „Demokratisierung“ der Unternehmensdaten. Dadurch haben alle Mitarbeiter stets die Informationen, die sie benötigen. So wird ein Unternehmen agiler und kann schneller wachsen, während es seine Effizienz steigert.

Ein weiterer großer Vorteil von Technologie ist, dass sie die Kommunikation innerhalb des Unternehmens oder des Teams fördert. Die Arbeit im Team wird durch Chat-Tools vereinfacht, die in Software integriert oder als eigenständige Lösungen wie Slack verfügbar sind. Die meisten von uns nutzen Chat-Funktionen bereits für persönliche Zwecke, weshalb sollten Unternehmen nicht auch davon profitieren? Weshalb sollten täglich 30 oder 60 Minuten in der Mitarbeiterbesprechung draufgehen, wenn Ihre Mitarbeiter permanent über Chat-Gruppen in Kontakt bleiben und sich über alle Fragen sofort austauschen können, sobald diese auftauchen?

  1. Lernen Sie loszulassen

Loyalität ist eine bewundernswerte menschliche Eigenschaft, doch sie kann zum Scheitern eines Unternehmens führen – oder zumindest seine Effizienz beeinträchtigen. Wenn Ihr Unternehmen oder Ihr Team wächst, sollten Sie stets die Lieferanten oder externen Dienstleister im Auge behalten, mit denen Sie arbeiten. Fragen Sie sich dabei, ob diese den aktuellen Bedürfnissen des Unternehmens noch immer gerecht werden. Die zunehmende Größe Ihres Unternehmens verleiht Ihnen bei Verhandlungen natürlich auch immer mehr Gewicht. Zumindest sollten Sie angesichts Ihres Wachstums entsprechende Rabatte oder Preise herausschlagen.

Manchmal stellt sich jedoch heraus, dass ein Lieferant einfach nicht mehr für Ihr Unternehmen geeignet ist. Dies zeigt sich unter Umständen an zunehmenden Qualitätsproblemen, Verzögerungen oder Ausflüchten, die die Effizienz beeinträchtigen. Wenn Sie schon sehr lange mit einem Lieferanten zusammenarbeiten, kann es allein aus Gewohnheit schwierig sein, die Zusammenarbeit zu beenden. Sie sollten sich jedoch vor Augen führen, dass die Grundlage eines jeden Geschäfts der Vertrag ist. Und der Vertrag muss den Effizienzanforderungen Ihres Unternehmens entsprechen. Verträge sollten Sie sich letztlich auch genauer ansehen, wenn Sie Ihre Geschäftsbedingungen ändern oder wenn Sie einen Vertrag kündigen wollen. Unter Umständen wird eine Geldstrafe fällig, die Ihr Unternehmen zunächst vielleicht nicht so leicht kompensieren kann. Andererseits sollten Sie stets berücksichtigen, dass Sie Ihr Unternehmen dadurch effizienter aufstellen und ihm zu Wachstum verhelfen können.

Kurz, Skaleneffekte haben Vorteile und wirken sich auch auf die Effizienz positiv aus. Daher sollte Sie diese nutzen.

  1. Entwickeln Sie das Leitbild Ihres Unternehmens weiter

Manche Unternehmen drehen sich zwar um 180 Grad, um Wachstum zu generieren – so haben sich produzierende Unternehmen beispielsweise zu Dienstleistern gewandelt –, doch in den meisten Fällen ändern sich die zentralen Werte eines Unternehmens nicht. Doch das Leitbild Ihres Unternehmen sollte unter Umständen angepasst werden, um Wachstum zu fördern. Google liefert ein amüsantes Beispiel: Als relativ kleine Firma lautete das Motto vor Jahrzehnten „Tu nichts Böses“. Doch als das Unternehmen expandierte und zu Alphabet wurde, wodurch es seine Präsenz in mehreren Geschäftsfeldern anerkannte, wurde das Motto zu „Tu das Richtige“ geändert.
Vielleicht hat Ihr Unternehmen kein Motto, doch während es wächst, sollten Sie das Leitbild überdenken. Dies hilft Ihnen und Ihrem Team sich zu fokussieren und kann eine effizientere Organisation fördern. So konzentriert sich ein kleineres Unternehmen womöglich darauf, dass jeder Kunde persönlich von einem bestimmten Mitarbeiter betreut wird – und wird dies im Leitbild des Unternehmens als Alleinstellungsmerkmal verankern. Doch diese Art von Kundenservice kann für ein wachsendes Unternehmen schwierig sein und erhebliche Effizienzprobleme verursachen. Das soll natürlich nicht heißen, dass perfekter Kundenservice bei größeren Unternehmen nicht möglich ist. Doch ein Unternehmen muss sich klug weiterentwickeln und um seiner selbst Willen – und der Kunden wegen – verändern.

Die Anpassung des Leitbilds auf diese Weise mag Weitblick erfordern, doch letzten Endes kennen Sie Ihre Kunden oder Mandanten und wissen genau, wie Sie deren Bedürfnisse erfüllen und damit Ihrem Unternehmen zu Wachstum verhelfen. Stützen Sie sich auf diese Erfahrung und dieses Wissen und Sie finden intuitiv den richtigen Ansatz, Ihr Leitbild an das wachsende Unternehmen anzupassen.

  1. Holen Sie sich Unterstützung

Jetzt haben Sie sich Ihr Unternehmen angesehen und versucht, es effizienter zu machen. Dennoch haben Sie das Gefühl, dass dies nicht weit genug geht (und Sie denken, dass es sich lohnt, dieser skeptischen Haltung nachzugehen – Sie sollten niemals aufhören, sich Gedanken über Effizienz zu machen).

Das Problem kann darin liegen, dass Sie nicht genügend Abstand haben. Sie stoßen mit der Nase an die Rinde eines Baums, dabei wollten Sie sich ein Bild vom gesamten Wald machen wollen. Die Lösung liegt darin, einfach mit jemanden zu sprechen, der mit dem Unternehmen nichts zu tun hat.

Natürlich kann dies auf formellem Weg erfolgen, indem Sie ein Audit in Auftrag geben oder einen Berater dafür bezahlen, dass er Ihre Prozesse und Methoden unter die Lupe nimmt. Doch Sie haben auch informelle Möglichkeiten. Wenn Sie beispielsweise eine Abteilung in einem Unternehmen leiten, können Sie sich Rat bei Managern oder Teams anderer Abteilungen holen. Falls Sie Geschäftsführer eines eigenen Unternehmens sind, könnten Sie mit Ihrem Buchhalter oder Steuerberater sprechen. Oder Sie werden Mitglied in einem Unternehmensverband, in dem Sie sich mit Gleichgesinnten austauschen und andere Perspektiven kennenlernen können. Es gibt diverse Foren im Internet, in denen sich Unternehmer und Unternehmerinnen austauschen. Recherchieren Sie einfach online.

Manchmal lohnt es sich, die eigenen Beschäftigten zu fragen, wo sie Verbesserungsbedarf sehen. Dies muss gut gesteuert werden, damit Sie nicht mit Feedback überflutet werden. Doch nützliche Ansichten finden sich oft an unerwarteter Stelle und stammen häufig von Menschen, von denen man es nicht erwartet hätte.

Aufgeschlossenheit wird häufig von erfolgreichen Führungskräften als wichtige Eigenschaft in Unternehmen genannt. Dasselbe gilt für die Fähigkeit, Ratschläge zu bewerten, die objektiv angeboten werden. Dies ist eine Eigenschaft, die Sie kultivieren und niemals verlieren sollten. Kurz gesagt: Diese Eigenschaft ist für den Geschäftsführer eines Unternehmens mit ein paar Mitarbeitern ebenso wichtig wie für den CEO eines Konzerns mit mehreren Hunderttausend Mitarbeitern.

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