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Bereit für die Blockchain-Technologie? Wer sollte sich dafür entscheiden?

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Die Blockchain wird als Schlüsseltechnologie gehandelt. Unternehmen investieren große Summen in Pilotprojekte. Doch was ist die Blockchain und sie für Ihr Unternehmen geeignet? Die Blockchain ist ein dezentraler Datenspeicher. Wenn Sie ein Grundstück via Blockchain-Technologie kaufen, wird die Datenkette auch auf dem Rechner des Käufers gespeichert. In ihr sind alle Vorbesitzer, Lage und Größe des Grundstücks etc. unveränderlich enthalten. Der Besitzwechsel wird als Block quasi angeschweißt. Er geht nie mehr ab. Besitzverhältnisse sind klar, Prozesse transparent, die Kosten für den Kauf klein. Nicht mal ein Notar ist notwendig.

Vorteile der Blockchain überwiegen

Natürlich hat die Blockchain auch Nachteile wie den hohen Stromverbrauch oder den enormen Bedarf an Speicherplatz, der sich auch negativ auf die Down- und Uploadzeiten auswirkt. Aber die Vorteile überwiegen, denn Manipulation ist quasi unmöglich. Eigentumsverhältnisse und Vorgänge sind absolut transparent. Gerade Prozesssicherheit ist im Vertragswesen ein hoher Aufwand. Genauso wie das Clearing am Ende eines Börsentages. Gerade erst sollen tausende Bankangestellte, die Clearing machen, wegen des Brexits von London nach Paris, Dublin und Frankfurt wechseln. Auch die Shareconomy profitiert von Blockchain, wenn Sie zum Beispiel Carsharing erfassen. Weitere Einsatzszenarien finden Sie in den Artikeln „Blockchain – Funktionen und Einsatzbereiche“ und „Blockchain: Die Zukunft für produzierende Unternehmen“.

Checkliste: Bereit für die Blockchain?

Worauf Unternehmen beim Einstieg achten sollten.

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Sie wünschen sich Effizienz und brauchen Transparenz?

Ob die Blockchain-Technologie für Ihr Unternehmen in Frage kommt, können Sie recht schnell herausfinden. Fragen Sie sich, an welchen Stellen Sie einen großen Aufwand haben, Transaktionen zu managen, Transparenz zu schaffen oder für die Sicherheit von Daten zu sorgen. Es kann sich um Vertragsmanagement handeln, um die Verfolgung von Waren oder um die Lieferkette. An allen Stellen kann die Blockchain helfen. Doch da deren Einführung auch aufwändig ist, benötigen Unternehmen ein gewisses Volumen, um den ROI (Return of Investment) in vertretbarer Zeit zu erreichen.

Beispiele für den Einsatz von Blockchain-Technologie:

Banken, die täglich tausende Transaktionen verwalten, arbeiten schon jetzt mit der Blockchain. Auch Reedereien verfolgen Container via Blockchain, gewinnen an Transparenz und sind in der Lage, sekundenschnell verlässliche Auskunft zu geben – was bereits bei einer Reederei umgesetzt ist.

Einige Staaten verwalten Grundbücher via Blockchain. Krankenhäuser arbeiten daran, Medikamente und Bedarfsmaterial via Blockchain zu verfolgen. Hintergrund ist dabei nicht nur, Missbrauch vorzubeugen, sondern auch die Compliance zu erhöhen. Das gleich gilt für die Lieferkette. Nach dem UN Global Compact und anderen Leitlinien verpflichten sich Unternehmen, Kinderarbeit, Ausbeutung etc. in der Lieferkette aufzuspüren und zu vermeiden. Bei Waren, die vom Rohstoff bis zur Entsorgung mit sehr vielen Unternehmen in Berührung kommen, ist das eine fast unmögliche Aufgabe, die einen sehr hohen Aufwand erfordert. Die Blockchain kann hier mit vertretbaren Investitionen Transparenz schaffen – und auch Fälschungen vermeiden.

Ob Sie in Ihrem Unternehmen Prozesse mit ausreichend Volumen für die Blockchain betreiben, wissen Sie. Es lohnt sich im Falle des hohen Volumens mit Sicherheit, ein Pilotprojekt zu starten und Erfahrungen zu sammeln. Allein schon, um nicht irgendwann den Anschluss zu verlieren, wenn die Kosteneffizienz und Transparenz der Blockchain nicht so schnell eingesetzt werden kann, wie es nötig ist.

So funktioniert Blockchain

So funktioniert die Blockchain-Technologie:

  1. Transaktion: Zwei Parteien tauschen Informationen miteinander aus
  2. Verifizierung: Es wird geprüft, ob eine Partei die entsprechenden rechte für die Transaktion hat
  3. Struktur: Transaktionen werden zu Blöcken zusammengefasst und einem numerischen Code zur eindeutigen Identifizierung versehen
  4. Validierung: Bevor ein neuer Block hinzugefügt wird, muss er validiert werden. Es kommt das Blockchain Mining zum Einsatz
  5. Mining: Der Computer des Nutzers muss eine mathematische Aufgabe lösen, um einen neuen Block zu erzeugen
  6. Verkettung: Nach der Validierung der Blöcke werden Kopien an die unterschiedlichen Netzwerkknoten verteilt
  7. Verteidigung: Bei Manipulation würden sich nachfolgende Blöcke ändern , die anderen Rechner würden dies erkennen

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