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[Gastbeitrag] Mobile Software: Flexibilität und Sicherheit haben höchste Priorität

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[Gastbeitrag] Mobile Software: Flexibilität und Sicherheit haben höchste Priorität

Auf dem Tablet Kundendaten einsehen, bevor es ins Verkaufsgespräch geht: Das ist keine Zukunftsmusik mehr. Quelle: Sage

Auf dem Tablet Kundendaten einsehen, bevor es ins Verkaufsgespräch geht: Das ist keine Zukunftsmusik mehr. Quelle: Sage

[Gastbeitrag von PAC-Analyst Frank Niemann] Kaum ein Phänomen hat den IT-Markt in den letzten Jahren so verändert wie Mobilität, gemeint ist die geschäftliche Nutzung von mobilen Endgeräten. Mit der Verbreitung von mobilen Geräten – Smartphones und Tablets – wächst auch der Wunsch, diese für den Geschäftsalltag zu verwenden. Dies ist ein Trend sowohl bei großen Unternehmen als auch bei mittelständischen Betrieben.

Unternehmen versprechen sich vom Einsatz mobiler Geräte unter anderem eine höhere Produktivität ihrer Mitarbeiter sowie einen besseren Kundenservice. Letzteres gelingt, wenn beispielsweise Vertriebsleute schneller auf Kundenwünsche reagieren können, weil sie Vorgänge wie etwa Bestellungen nebst Lieferauskunft bereits vor Ort erledigen können. Ein weiterer Aspekt: Der Vertrieb kann mit schicken Geräten beim Kunden Produkte präsentieren.

So verwundert es nicht, dass viele Softwarehersteller die mobilen Nutzungsmöglichkeiten ihrer Produkte ausbauen. Für Anbieter von CRM-Systemen etwa ist das schon selbstverständlich. Es zeichnet sich ab, dass mobile Geräte – vor allem Tablets – zum bevorzugten Endgerät für den CRM-Zugriff avancieren. Eine Studie von PAC zum Thema „mobile CRM“ hat genau dies bestätigt.

Mobilität geht nicht ohne Schutzmaßnahmen

Frank Niemann macht im Mittelstandsblog eine Bestandsaufnahme. Wo steht SaaS eigentlich? Quelle: p

Frank Niemann ist Analyst bei PAC. Besonders mit mittelstandsnahen Themen ist er sehr vertraut. Quelle: p

Firmen sollten sich aber nicht nur mit den zweifelsohne verlockenden Möglichkeiten, sondern auch mit den Rahmenbedingungen für Mobilität beschäftigen. Unsere Marktanalysen zu Themen wie IT-Trends bei der ERP-Nutzung, mobile CRM und Security in Deutschland bestätigen unisono, dass deutschen Firmen das Thema Sicherheit im Zusammenhang mit dem Zugriff von mobilen Geräten auf Unternehmensanwendungen bzw. -daten an erster Stelle steht.

Beispielsweise ergab die im Juni von PAC veröffentlichte Studie „Cyber Security – Investitionspläne, Chancen und Herausforderungen in deutschen Unternehmen“, dass deutsche Firmen die geschäftliche Nutzung von mobilen Geräten als steigendes Sicherheitsrisiko ansehen.

Geschützt werden müssen sowohl die lokal auf dem Gerät gespeicherten Daten als auch die Netzverbindung zwischen dem mobilen Begleiter und dem Firmennetz.

„Eingebaute Mobilität“

Der mobile Zugriff auf IT-Systeme (Geschäftsanwendungen und Datenbanken) ist keine Selbstverständlichkeit. Während in den aktuellen Softwarelösungen sowie in Cloud-basierenden Lösungen mobile Funktionen berücksichtigt werden, gilt dies für ältere Applikationen oft nicht oder nur begrenzt. Somit sind unter Umständen neben den Kosten für die Geräte erhebliche zusätzliche Investitionen in Software erforderlich.

Auch wenn in Sachen Mobilität vor allem von Smartphones und Tablets die Rede ist, so sind nach wie vor auch Notebooks im Einsatz und werden es bleiben. Aus diesem Grund wird es immer wichtiger werden, mobile Software mit möglichst wenig Aufwand für verschiedene Endgerätetypen zu entwickeln, die aber dennoch die jeweiligen Eigenschaften in puncto Bedienkonzept (Touchscreen oder Maus), Displays und Rechnerleistung berücksichtigen.

Die Standard-App ist nicht immer erste Wahl

Datensicherheit und Datenschutz sind ein wichtige Themen für Online-Händler. Quelle: Pixelio.de/Q.pictures

Gerade wer mobile Apps oder Online-Lösungen nutzt, sollte sich mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen. Quelle: Pixelio.de/Q.pictures

So vielfältig wie die Geschäftsanwendungen sind auch die Anforderungen für den mobilen Zugriff. Nach den Erfahrungen von PAC legen Firmen vor allem beim mobilen Zugriff auf ERP-Software Wert darauf, die mobile Applikation („App“) nach den eigenen Anforderungen konfigurieren zu können. In den Unternehmen sind Abläufe etwa im Außendienst (Vertrieb und Service) ganz individuell gestaltet. Und diese Individualität soll auch auf dem mobilen Gerät abgebildet werden. Eine Standard-App für ein ERP-System wird somit nicht alle Bedürfnisse abdecken können.

Fazit

Mobile Geräte versprechen Produktivitätsvorteile für mittelständische Unternehmen. Allerdings muss die Tauglichkeit der Software für die mobile Nutzung berücksichtigt werden.

Viele Softwareanbieter berücksichtigen den mobilen Zugriff auf ihre Produkte und stellen entsprechende Apps bzw. Entwicklungswerkzeuge für solche Apps bereit. Höchste Priorität sollte bei der Verwendung mobiler Geräte für geschäftliche Zwecke das Thema Sicherheit haben.

Von Frank Niemann