Haben Sie die Fähigkeiten zum Top Recruiter?

Vor · 3 Minuten zu lesen

Suchen Sie händeringend nach neuen Mitarbeitern? Wird es für Sie aufgrund der Personalsituation immer schwieriger, Projekte durchzuführen und Aufträge fristgerecht zu erledigen? Hierzulande sind derzeit 1.190.000 Stellen unbesetzt. Diese Zahl des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, wie sehr die Wirtschaft mit dem demografischen Wandel kämpft. Es gibt schlichtweg zu wenige Fachkräfte. Vor allem High Potentials dürfen daher anspruchsvoll sein und können oft zwischen mehreren Stellenangeboten wählen. Auf das richtige Employer Branding und die passende Personal-Strategie kommt es an, um beim Wunschkandidaten zu punkten. Hier zählen insbesondere die Fähigkeiten des Recruiters, damit Bewerber eine sogenannte positive „Candidate Experience“ erleben. Mit den richtigen Skills gelingt es HR-Verantwortlichen, den Bewerbungsprozess positiv zu beeinflussen und so aus einem potenziellen Jobkandidaten einen zufriedenen Mitarbeiter zu machen.

Recruiting wandelt sich

Laut der Kienbaum-Studie „HR-Strategie & -Organisation 2017“ sind Unternehmen mit einem herausragenden Personalmanagement nachweislich erfolgreicher als ihre Wettbewerber. Und ausgezeichnete HR-Arbeit beginnt bereits im Recruiting-Prozess. Doch genau der gestaltet sich mangels ausreichender Bewerberzahlen immer schwieriger. Bis zu 70 Prozent der deutschen Firmen klagen über fehlende Resonanz auf offene Stellen. Das liegt zum einen an der demografischen Entwicklung. Aber nicht allein. Gelingt es Recruitern, sich auf die veränderte Ausgangssituation einzustellen und geeignete Fach- bzw. Führungskräfte punktgenau abzuholen, dann ist die Personalsuche auch unter erschwerten Bedingungen erfolgreich möglich.

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Employer Branding: Als attraktiver Arbeitgeber punkten

Personalauswahl hat sich gewandelt – vom reinen Verwaltungsakt mit passivem Charakter hin zum proaktiven HR-Marketing. Entsprechend müssen Recruiter aus ihrer Komfortzone herauskommen und ihre Zielgruppe – also die Job-Kandidaten – mit neuen Tools und Methoden erobern. Auf dem Weg dorthin kommt es vor allem darauf an, sich mit Hilfe von Employer Branding als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und durch eine mitarbeiterorientierte Unternehmensführung konsequent für Aufmerksamkeit innerhalb der Zielgruppe zu sorgen. Dazu gehört insbesondere ein authentischer Blick hinter die Kulissen, um auf diese Weise das positive Betriebsklima nach außen zu tragen. Mehr als zwei Drittel aller Jobkandidaten messen diesem Punkt eine hohe Bedeutung zu.

Active Sourcing: Erfolgreiche Recruiter sind im Social Web zu Hause

Dabei gilt: Die künftigen Mitarbeiter möchten dort angesprochen werden, wo sie sich gewohnheitsmäßig aufhalten: im Social Web. Um maximale Sichtbarkeit zu erreichen und genau diejenigen Fachkräfte zu finden, die zum eigenen Unternehmen passen, reicht es jedoch nicht mehr aus, lediglich Präsenz zu zeigen. Auch wer im Sinne von Social Recruiting im Internet vertreten ist, wird im wachsenden Informationsdschungel schnell übersehen. Hochwertiger Content und multimediale Inhalte helfen, bei Facebook, Twitter & Co. zu punkten – und potenzielle Interessenten zu echten Fans zu machen. Top-Recruiter schwören zudem auf Active Sourcing. Dabei durchforsten die HR-Experten gezielt Soziale Netzwerke nach geeigneten Kandidaten, analysieren deren Profile, ihre geteilten Inhalte und die gelikten Sites. Auf diese Weise erhalten sie ein Gesamtbild. Passt dieses zum Unternehmen oder zur zu besetzenden Stelle, sprechen sie den User gezielt an. Fast 60 Prozent der Kandidaten bevorzugen diesen Weg der Kontaktaufnahme. Allein im IT-Bereich wird mittlerweile jede fünfte Stelle über Active Sourcing besetzt. Tendenz steigend.

Candidate Experience: Digitale Bewerbungsprozesse von Anfang bis Ende

Doch die richtige Ansprache ist nur der erste Schritt auf dem Weg zum zufriedenen Mitarbeiter. Auch der anschließende Recruiting-Prozess ist Teil einer erfolgreichen Employer-Branding-Strategie. Hierbei kommt es vor allem darauf an, eine persönliche Beziehung aufzubauen. Standard-Schreiben und lange Wartezeiten sind hingegen kontraproduktiv. Vor allem die heiß begehrte Generation Y bevorzugt digitale Abläufe. Das schließt Online-Bewerbungen auf der firmeneigenen Karrierewebsite ebenso ein wie E-Assessments und Recruitainment sowie Personalgespräche per Videokonferenz. Ziel ist es, dass sich der potenzielle neue Mitarbeiter von der ersten Kontaktaufnahme an wohlfühlt – und dass sich dieses Gefühl über den gesamten Recruiting-Prozess bis hin zum Onboarding und dem späteren Joballtag fortsetzt. Wem das gelingt, der sorgt für eine konsistente positive Candidate Experience. Und die ist für die Mitarbeitergewinnung und -bindung von besonderer Bedeutung. Mit 91 Prozent ist dieser Punkt für Kandidaten der wichtigste Gradmesser für die Arbeitgeberattraktivität und damit essentielles Entscheidungskriterium bei der Jobsuche.

Kreative Allrounder mit Kommunikationsstärke und Begeisterungsfähigkeit

Damit die Personalsuche 4.0 gelingt, müssen Recruiter zu digitalen HR-Experten werden. Dabei geht es insbesondere darum, erfolgreiche Strategien zu planen und umzusetzen. Neben HR-Know-how bedarf es dafür auch einschlägiger Daten- sowie Kennzahlenkompetenz, Wissen rund um Performance-Analysen und Fähigkeiten im Umfeld von Suchmaschinen-Optimierung und Responsive Design. Top-Recruiter sind kreative Allrounder mit ausgeprägter Kommunikationsstärke, den es gelingt, Talente in den Tiefen der Social Communities aufzuspüren und für ihre Arbeitgebermarke zu begeistern.

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