Beschreibung im Lexikon

Unternehmensführung

Kompetente Unternehmensführung zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit eines Betriebes

Die Verwendung des Ausdrucks Unternehmensführung erfolgt mit zwei verschiedenen Bedeutungen. Zum einen bezeichnet der Begriff die Tätigkeit von Spitzenmanagern, Vorständen, Geschäftsführern und anderem Führungspersonal. Zum anderen stellt er einen Sammelbegriff für diese mit der Leitung eines Betriebes beauftragten Personen selbst dar.

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Die Vorgaben der Unternehmensführung

Die Unternehmensführung als Aufgabe besitzt dabei verschiedene Aspekte. Als oberstes Ziel gilt in der Regel, eine hohe Rendite des eingesetzten Eigenkapitals zu erwirtschaften. Dafür sind der Grundsatz der Nachhaltigkeit und die gesetzlichen Rahmenbedingungen (Corporate Governance) zu beachten, um langfristigen Erfolg erreichen zu können. Die Unternehmensleitung muss darüber hinaus die verfügbaren Ressourcen an Human- und Sachkapital berücksichtigen. Neben diesem wertorientierten Ansatz, im angelsächsischen Raum als „shareholder value“ bezeichnet, kann für die Unternehmensführung auch eine stärker ökologisch oder sozial geprägte Ausrichtung maßgeblich sein. Üblicherweise findet man diese alternativen Ansätze weniger bei privatwirtschaftlichen Unternehmen, sondern vielmehr bei Non-Profit-Organisationen.

Anforderungen an Unternehmensführer

Für diese anspruchsvolle Aufgabe kommen ausschließlich Manager infrage, die sowohl über ein großes Maß an Fachkompetenz und Erfahrung als auch über die erforderlichen persönlichen Eigenschaften verfügen. Zu Letzteren gehören insbesondere:

  • Ausgeprägtes analytisches Denkvermögen
  • Strategisches Geschick
  • Unternehmerischer Weitblick
  • Die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und untergeordnete Aufgaben an Mitarbeiter zu delegieren
  • Soziale Kompetenz
  • Durchsetzungsstärke

In der Regel übernehmen Führungskräfte die Unternehmensleitung erst, nachdem sie mehrere Jahre auf einer untergeordneten Hierarchieebene mit überdurchschnittlichem Erfolg Verantwortung getragen haben. Zu einer Ausnahme von diesem Grundsatz kommt es gelegentlich in Familienunternehmen. Hier sehen sich Erben nach dem überraschenden Ausscheiden des Geschäftsführers gezwungen, unabhängig von der bisherigen Berufserfahrung sofort höchste Führungsverantwortung zu übernehmen.

Die konkreten Aufgaben der Unternehmensführung

Unternehmensführer übernehmen die strategische Planung. Damit legen die Verantwortlichen langfristig für einen Zeitraum von mehreren Jahren fest, welche strategische Ausrichtung das Unternehmen besitzt. Dazu gehört insbesondere die Zusammensetzung des Portfolios an Produkten oder Dienstleistungen. Beispielsweise entscheiden die Vorstände von Automobilkonzernen, welchen Anteil am Umsatz E-Autos in der Zukunft haben sollen.

Außerdem legt die Führung eines Unternehmens die Struktur der Organisation der Gesellschaft fest. Dies umfasst zum Beispiel die angestrebte Anzahl von Mitarbeitern und deren Qualifikationsprofile genauso wie den Einsatz von Leih- und Zeitarbeitern. Auch Entscheidungen über die Neugründung oder Verlagerung von Produktionsstandorten oder Niederlassungen fallen in den Zuständigkeitsbereich von Geschäftsführern und Vorständen.

Die Unterstützung durch Unternehmensberater

Heute nehmen Unternehmen verschiedener Größenordnung und aus allen Branchen umfangreiches Consulting wahr. Die Unternehmensführung beauftragt dabei ein spezialisiertes Beratungsunternehmen häufig mit der Unterstützung bei der langfristigen strategischen Planung. So hilft eine Unternehmensberatung zum Beispiel bei der Identifizierung von neuen Marktchancen beziehungsweise Geschäftsfeldern, die nachhaltig lohnende Absatzmöglichkeiten bieten.

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