Wir spielen gerade

Wir spielen gerade

Effiziente Koopera­tion für Instand­hal­tung 2.0

Zurück zur Suche

Sage Advice – Logo
Sage AdviceDer Blog für fundiertes Unternehmerwissen
AbonnierenAbonnieren

Gerätewartung und Inspektion organisierten Sie, als Geräte- und Ausrüstungshersteller, vermutlich früher entweder ausfall- oder zielorientiert mit festen Instandhaltungsplänen.

Im Zeitalter der Industrie 4.0 ändert sich das. Immer mehr Ihrer Kunden arbeiten in komplexen Produktionsprozessen. Geräte werden vernetzt und über ein Enterprise-Resource-Planning (ERP)- oder ein Manufacturing Execution System (MES) gesteuert. Über Sensoren und Messtechnik werden Gerätezustände ausgelesen. Dies macht die Instandhaltungsprozesse heute dynamischer.

Eine „Predictive Maintenance“, vorausschauende Wartung, ist heute möglich, wenn Sie als Gerätehersteller die aktuellen Gerätezustände erfassen und darauf aufbauend Ihre Instandhaltungsarbeiten planen.

Ratgeber: Instandhaltung 2.0 mit Enterprise Resource Planning

Erfahren Sie, wie Geräte- und Ausrüstungshersteller datengetriebene Geschäftsmodelle realisieren. Es geht u.a. um:

  • Kosteneinsparung durch Predictive Maintenance
  • Fachkräftemangel
  • VDI 2890
Jetzt kostenfrei Ratgeber herunterladen

Neue Geschäftsmodelle für „Geräteverfügbarkeit as a Service“

Die zustandsorientierte Instandhaltung basiert auf Daten, die Geräte über Sensoren erfassen und die Rückschlüsse auf den Verschleiß der Bauteile zulassen. Die Instandhaltungsarbeiten sind nun vorherzusehen und planbar.

Durch die Einbindung Ihrer Geräte in das MES oder das ERP-System Ihres Kunden können Sie heute praktisch alle Betriebszeiten, Belastungszustände, Füllmengen und Abnutzungsgrade beispielsweise von Werkzeugen, Lagern, Achsen, Wellen, Motoren, Steuerelektronik und sonstigen Bauteilen erfassen. Aus den Daten der Geräte erkennen Sie frühzeitig den Wartungsbedarf. Sie können rechtzeitig Ersatzteile bestellen, Wartungspersonal disponieren und mit dem Kunden einen Zeitraum vereinbaren, an dem Ihr Personal die Arbeiten ausführen kann.

So ist das Geschäftsmodell Geräteverfügbarkeit as a Service überhaupt erst möglich. Die Umsetzung gelingt aber nur, wenn viele Akteure, Daten, Ersatzteile und Prozesse zentral geplant werden, um sie optimal zu koordinieren. Erst dadurch gelingt die Kooperation und senkt Kosten in der Instandhaltung.

Instandhaltungsdienstleister und (mobile) Zusammenarbeit

Bei der Zusammenarbeit ist es wichtig, dass so wenige Medienbrüche wie möglich erfolgen. Der gesamte Prozess wird nahtlos digital dokumentiert und alle nötigen Informationen für alle Akteure sind bereitgestellt. Diese Anforderung bedeutet vor allem für dezentral und mobil eingesetzte Techniker, dass sie auf alle Daten via mobile Endgeräte zugreifen können.

Früher lagen beispielsweise Aufträge und Arbeitsanweisungen sowie Gerätedokumentationen wie Bau- und Wartungspläne separat auf Papier vor. Diese Dokumente müssen künftig alle über das ERP-System für alle Beteiligten verfügbar sein. Ebenso brauchen die Instandhalter die aktuellen Gerätedaten, um daraus Rückschlüsse auf den Wartungsaufwand und den Ersatzteilbedarf zu ziehen.

Für die Koordination der Wartung muss auch der Kunde, bei dem das Gerät im Einsatz ist, in die Planung einbezogen sein. Letztendlich braucht auch der Lieferant für das Ersatzteil einen Anschluss an diese Kommunikation, damit er weiß, wohin er welches Teil zu welcher Zeit senden soll.

Diese digitalen Prozesse sollten Sie mit einem ERP-System organisieren. Dafür sind allen Akteuren die Zugriffsrechte einzuräumen, die sie für die Teilnahme an Planung, Umsetzung und Dokumentation der Wartungsarbeiten benötigen.

Fazit: ERP ist der Eckstein für Predictive Maintenance

Ein Enterprise-Resource-Planning (ERP)-System eignet sich sehr gut, um die Instandhaltung Ihrer Geräte im Kundeneinsatz mit einer nahtlosen digitalen Prozesskette zu organisieren. Vor allem, wenn die ERP-Lösung in der Cloud liegt, ist auch der Zugriff darauf über mobile Endgeräte möglich.

Im ERP-System können Sie für alle Geräte Dokumentationen sowie Wartungs- und Inspektionspläne bereitstellen. Sie können interne Mitarbeiter sowie Ihre Kunden in Abhängigkeit von deren Zuständigkeiten und Aufgaben mit Zugriffsrechten ausstatten. Ebenso können Sie externe Mitarbeiter Ihres Instandhaltungsdienstleisters einbinden, die beispielsweise beim Kunden die Instandhaltungsarbeiten ausführen. Kurzum: Das ERP ist der Eckstein und unerlässlich für eine kosteneffiziente Predictive Maintenance.

Schreiben Sie einen Kommentar