Wir spielen gerade

Wir spielen gerade

Fünf Personal Branding Ideen für Unternehmensnachfolger

Zurück zur Suche

Sage Advice – Logo
Sage AdviceDer Blog für fundiertes Unternehmerwissen
AbonnierenAbonnieren
5 Personal Branding Ideen für Unternehmensnachfolger

Als Unternehmensnachfolger und somit neuer Chef eines bestehenden Unternehmens kommt eine spannende Herausforderung auf Sie zu: Mit Ihrer Expertise und Branchenkenntnis müssen Sie Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten von sich überzeugen und den Erfolg Ihres Unternehmens sichern und steigern. Sie sind das neue Gesicht der Marke und die Person, die wichtige Entscheider persönlich kennen möchten. Mit Personal Branding stellen Sie auch nach außen hin Ihren persönlichen Bezug zum Unternehmen heraus.

Und das hat nicht nur Marketingvorteile: Personal Branding kann und soll dazu führen, dass Sie von anderen aktiv weiterempfohlen werden. Und jede erfolgreiche Empfehlung bedeutet Umsatz ohne Akquisekosten.

Selbstmarketing für Unternehmer und ihre Nachfolger

Daher ist Selbstmarketing in der Unternehmensnachfolge ein wichtiger Key Performance Indikator (KPI), mit dem Sie den Fortschritt Ihrer Nachfolge qualitativ messen können. Dabei geht es nicht vorrangig darum, Follower zu zählen oder conversion rates auszuwerten, sondern um Ihre subjektiven Ziele, die Sie sich am besten in Teilschritte mit festen Zeiten unterteilen. Ihre Erfolge zeigen sich zum Beispiel, wenn Sie jemand offline auf Ihren inspirierenden Social Media Auftritt anspricht oder Sie neue Kunden gewinnen, die nur über das Personal Branding auf Sie aufmerksam geworden sind. Auch Abwerbungsgespräche sind eine Bestätigung Ihres Personal Brandings. Besonders Aufträge, die nicht ausgeschrieben wurden, sondern die Sie erhalten, weil Sie jemand weiterempfohlen hat, gehören dazu und markieren eine Näherung an Ihre Ziele.

Machen Sie sich in der Branche sichtbar

Sichtbarkeit steigert nicht nur Ihre Chancen auf Weiterempfehlung der Kunden, sondern beugt auch Unsicherheiten bei den Stakeholdern vor. Denn jeder Wandel bringt Zweifel und Unsicherheit mit sich. So fragen sich Ihre Stakeholder beispielsweise: Wie geht es nach der Übernahme weiter? Bleibt es beim bewährten Geschäftsmodell? Sind die Arbeitsplätze gesichert?

Als authentische Personenmarke zeigen Sie sich nahbar in Ihrer beruflichen Rolle, Das schafft Vertrauen und mindert Unsicherheiten. Seine Persönlichkeit zu zeigen, statt sich hinter der Marke zu verstecken, ist ein gutes Instrument, um bestehende Zweifel am Nachfolgeprozess bei den Stakeholdern aus dem Weg zu räumen und ein Alleinstellungsmerkmal Ihres Unternehmens zu unterstreichen – gerade in Nischenbranchen. Damit vermitteln Sie: Ihre Marke ist einzigartig, so wie Sie auch.

Hier kommen unsere fünf Tipps für Ihren perfekten Personal Branding Auftritt:

 1. Das A und O: Die richtige Strategie

Durch Personal Branding wird ein Unternehmen in der Öffentlichkeit lebendig und wiedererkennbar. Haben Sie erstmal eine Personenmarke mit eigener Community aufgebaut, schaffen Sie für Kunden, Partner und Branchenexperten einen klaren persönlichen Bezug, der diese stärker an die Marke bindet. Aber bevor es operativ mit ihrem Personal Branding losgehen kann, ist zunächst eine strategische Zieldefinition sinnvoll. Es geht darum, dass Sie sich selber über Ihre Positionierung im Klaren sind und diese umso besser anderen vermitteln können. Stellen Sie sich die Fragen:

  • Was ist meine Vision und Mission?
  • Wofür will ich stehen? Welche Themen bediene ich auf welchen Plattformen?
  • Wie werde ich bekannt? Wie werde und bleibe ich glaubwürdig?
  • Wer ist meine Zielgruppe und wie kann ich ihr Mehrwert bieten?
  • Was kann ich, was biete ich?
  • Wer ist meine Konkurrenz?

Und zudem wichtig: Wie viel Zeit und Energie möchte ich aufbringen? Ein typischer Fehler wäre, das Personal Branding zu unterschätzen. Es nimmt Zeit in Anspruch, aber lohnt sich!

2. #Unternehmensnachfolge – Ihr Social Media Auftritt

Als Personenmarke ist es klar von Vorteil, aktive Social Media Profile zu pflegen. Welche Plattformen dafür geeignet sind, hängt davon ab, wo sich Ihre Zielgruppe befindet und welche Funktionen Ihren Zwecken am besten dienen. Wollen Sie eher jüngere Personen ansprechen, sind im Arbeitsalltag viel unterwegs und haben unterhaltsame Inhalte zu bieten? Dann sind Sie auf Instagram gut aufgehoben. Oder möchten Sie sich eher mit Influencern aus der Branche verbinden, Ihre Themen diskutieren und haben eine Menge professionellen Mehrwert zu bieten? In dem Fall eignen sich die Berufsnetzwerke LinkedIn oder XING womöglich noch besser.

Personal Branding gelingt auf Social Media am besten, indem Sie Ihre Fans und Follower regelmäßig in Ihre Berufswelt, sozusagen hinter die Kulissen, mitnehmen. Posten Sie tagesaktuelle Stories, wenn Sie auf Instagram oder Facebook aktiv sind, oder veröffentlichen Sie kurze Geschichten von spannenden oder unterhaltsamen Erlebnissen aus Ihrem beruflichen Kontext als Unternehmensnachfolger. Für längere Texte, in denen Sie Ihr Wissen zu Sachthemen teilen, oder aktuelle Vorgänge in der Branche kommentieren, eignen sich ein eigener Blog und die Artikelfunktionen auf LinkedIn und XING. Mit LinkedIn Publishing beispielsweise lassen sich Artikel auf dem eigenen Profil veröffentlichen und im Feed verbreiten.

Einige weitere Grundregeln, damit der Aufwand sich lohnt und tatsächlich Sichtbarkeit generiert, sind diese: Seien Sie authentisch und transparent. Posten Sie regelmäßig und bereiten Sie sich auf etwaige Krisenszenarien, zum Beispiel einen Shitstorm, vor. Und – nehmen Sie das Wort SOCIAL ernst: Treten Sie in Austausch mit Ihrer Community, lösen Sie Interaktion aus und fördern Sie den Dialog.

3. Events und Networking

Ihr Personal Branding stärken Sie aber auch durch analoge Vernetzung: Lassen Sie sich auf den wichtigen Branchenevents blicken und nutzen Sie diese zum Networking und um Ihre Expertise zu zeigen. Solche Events können Sie auch gut auf Social Media begleiten, indem Sie unter dem jeweiligen Hashtag der Veranstaltung mitdiskutieren oder im Nachhinein Ihre Learnings in einem Beitrag veröffentlichen. So werden Sie in der Community sichtbar, treffen auf Entscheidungsträger und positionieren sich als moderne, agile Führungskraft, die sich über neue Trends informiert und immer vorne mit dabei ist.

Wenn das Budget da ist, veranstalten Sie auch gern interne Events für Mitarbeiter oder die wichtigsten Kunden, beziehungsweise Lieferanten. Wie wäre es beispielsweise mit einem ausgiebigen Networking-Frühstück im Büro, bei dem Sie Ihre Zielgruppe in einem Impulsvortrag über Ihre Vision und Strategie informieren?

4. Zeigen Sie Expertise als Referent

Wer noch einen Schritt weiter gehen will, hält selbst Vorträge auf den Events. Das hat nicht nur den Vorteil, dass Sie Ihre Erfahrungen der Unternehmensnachfolge und Ihr branchenspezifisches Wissen mit einem neugierigen und relevanten Fachpublikum teilen, sondern Sie werden dadurch auch schlichtweg bekannter in der Branche. Überzeugen Sie als Referent mit Ihrer Expertise und Glaubwürdigkeit, werden Sie wieder gebucht und gewinnen Kunden, Follower, Business-Partner uvm. Damit bringt das Personal Branding Sie auch Ihren konkreten geschäftlichen Zielen näher.

5. Seien Sie meinungsstark

Sie sind nicht ohne Grund Nachfolger Ihres Unternehmens geworden: Sie sind Experte auf Ihrem Gebiet und haben eine Menge zu sagen. Machen Sie das auch in Ihrem Personal Branding deutlich, ohne überheblich zu wirken. Zu „Ihren Themen“ sollten Sie deutliche Position beziehen – bitte halten Sie sich nicht zurück, um bloß nicht zu polarisieren – das wäre kontraproduktiv – schließlich wollen Sie sich als Alleinstellungsmerkmal Ihrer Marke präsentieren. Es lohnt sich also, sich mutig und direkt zu Ihren Themen zu äußern und Diskussionen anzuregen. Hat Ihr Unternehmen einen Blog, ein Mitarbeitermagazin oder verschickt einen Newsletter? Dann seien Sie auf diesen Plattformen präsent und veröffentlichen dort doch auch einfach Ihre eigenen Artikel.

Lassen Sie sich beim Personal Branding von diesen Fragen inspirieren:

  • Welche Events und Projekte sind in nächster Zeit geplant?
  • Was beschäftigt Sie derzeit persönlich?
  • Was beschäftigt Ihre Zielgruppe derzeit?
  • Was haben Sie erlebt oder werden Sie in nächster Zeit erleben, was Sie gerne teilen möchten?
  • Was inspiriert Sie an Ihrer Branche?
  • Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden? Was ist Ihre tägliche Motivation?

Eine gut durchdachte Personal Branding Strategie lohnt sich für Unternehmensnachfolger auf mehreren Ebenen. Aber es kostet auch Zeit. Treffen Sie daher keine vorschnellen Entscheidungen und entwickeln Sie zunächst ein Konzept für dieses spannende und lohnenswerte Feld – als Gesicht Ihrer Marke Persönlichkeit und Expertise zu zeigen.