Beschreibung im Lexikon

Operations Research

Operations Research: Rechnen und Zeit sowie Geld einsparen

Welche Vorgehensweise führt zum optimalen Gewinn für das Unternehmen? Antworten liefern die Methoden aus dem Fachgebiet des Operations Research (OR). Die Entwicklung und der Einsatz mathematischer Verfahren zur Förderung von Entscheidungsprozessen ist das Ziel des Operations Research. Die Verfahren unterstützen die Vorbereitung, Findung sowie Durchführung und Kontrolle der Entscheidung. Wer auf dem Weg zum Ziel eine Abkürzung nimmt, ist mit einem Familienwagen schneller als mit einem Porsche – und mit zahlreichen Abläufen und Vorgängen in Unternehmen verhält es sich ähnlich.

Operations Research: Was steckt dahinter?

Der Begriff Operations Research steht für eine wissenschaftliche Disziplin. Dessen Hauptziel ist die Anwendung von Methoden aus den Bereichen der Mathematik, Statistik, Spieltheorie und Wahrscheinlichkeitsrechnung auf wirtschaftliche Herausforderungen. Die Disziplin ist theoretisch und befasst sich mit Fragestellungen, die über das menschliche Vorstellungsvermögen hinausgehen. Der Wettbewerb um die optimale Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Zeit für eine bestimmte Aufgabe gehört zu den wichtigsten Einsatzgebieten – Operations Research dreht sich häufig um die Beschleunigung sämtlicher Vorgänge in einem Unternehmen. Insbesondere Software kann für die zeitliche Verkürzung von Abläufen sorgen.

Beispiele zur Steigerung des Gewinns

Die Methoden kommen im gesamten Unternehmen zum Einsatz. Das Problem des Handlungsreisenden ist ein klassisches Beispiel: Der Handlungsreisende will eine Reihe von Kunden besuchen und sucht nach der optimalen Reihenfolge, damit möglichst wenig Kilometer zurückgelegt werden müssen. Mithilfe der Mathematik wird die ideale Reihenfolge berechnet. In einer Fabrik liefern die Methoden Hinweise auf die ideale Anordnung der Maschinen zur Ausnutzung der vorhandenen Fläche. Wie muss der Aluminiumblock für den geringsten Verschnitt ausgefräst werden? Operations Research bedeutet, mithilfe von Mathematik enorm viel Geld einzusparen und Prozesse im Betrieb für eine bessere Kosteneffizienz und die Steigerung des Gewinns zu optimieren. Meist sind die erzielbaren Einsparungen höher, als Unternehmer auf den ersten Blick erwarten würden.

Theorie und Praxis

In der Theorie können die Methoden des Operations Research fantastische Resultate liefern, die praktische Umsetzung ist jedoch teilweise schwierig. Die Diskrepanz zwischen dem mathematischen Modell und der Wirklichkeit beeinflusst die Umsetzung und Gültigkeit. Dafür müssen zahlreiche Nebenbedingungen, Spezialfälle und Abhängigkeiten berücksichtigt werden. Die Erfassung all dieser Nebenbedingungen kann je nach Fall sehr schwierig und aufwendig sein. Wichtige OR-Verfahren sind unter anderem:

  • Lageroptimierung
  • Tourenplanung
  • Verschnitt- und Volumenoptimierungen

Wie gut die Verbesserungen ausfallen, hängt von der vollständigen Verfügbarkeit aller relevanten Informationen ab. Für die erfolgreiche Umsetzung arbeiten Theoretiker und Praktiker zusammen.

Operations Research für KMUs

Die Optimierungs-Methoden des Operations Research nutzen nicht nur Großunternehmen, auch KMUs generieren wichtige Erkenntnisse zur Steigerung der Produktion und Verbesserung von Abläufen. Zum Beispiel nutzen Landwirte die Verfahren zur optimalen Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Fläche. Der digitale Wandel bietet Unternehmen enorme Potenziale zur Verbesserung verschiedener Abläufe, über die zukunftsweisende Buchhaltung informiert der Blog-Beitrag „Die Buchhaltung der Zukunft auf der CeBit: Salesforce Worldtour in Hannover“.

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