Beschreibung im Lexikon

Teamarbeit

Teamarbeit im Unternehmen

Hinter der gestiegenen Beliebtheit der Teamarbeit steht der Gedanke, dass Teammitglieder ihre individuellen Stärken mit in das Team einbringen und sich gegenseitig ergänzen. Teamarbeit kann verschiedene Formen annehmen: Ein Verkaufsteam, das gemeinsam Kunden aus einem bestimmten Bereich betreut (z. B. Abnehmer bestimmter Produkte oder Kunden einer bestimmten Region), arbeitet dauerhaft als Team zusammen. Oft kommen Teams jedoch nur zeitweilig zusammen, zum Beispiel im Projektmanagement oder bei der Planung und Durchführung einer wichtigen Geschäftsreise oder Messe.

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Welche Vorteile hat Teamarbeit?

In einem guten Team werden kreative Energien freigesetzt, da verschiedene Mitarbeitertypen verschiedene Impulse geben können. Die Teammitglieder unterstützen sich gegenseitig und fühlen sich in ihrem Team wohl – dies steigert auf Dauer die Motivation und trägt somit zu einer positiven Mitarbeiterbindung bei. Vorgesetzte, die ihrem Team viel Freiheit lassen, müssen weniger steuern und kontrollieren und haben Zeit für andere Dinge.

Was macht gute Teamarbeit aus?

Sogenannte Teamplayer sollten flexibel sein und eine hohe soziale Kompetenz mitbringen. Sie können den Teamkollegen problemlos vertreten, wenn dieser in Urlaub oder krankgeschrieben ist, und wechseln zwischen verschiedenen Aufgabenbereichen, um das Gesamtziel zu erreichen. Ein echtes Team sollte nicht mit einer Gruppe verwechselt werden, die lediglich einen Zusammenschluss einzelner Individuen bezeichnet. Damit aus einer zusammengewürfelten Gruppe ein eingespieltes Team wird, setzen viele Vorgesetzte auf Incentives und andere Teambuilding-Maßnahmen.

Ob ein Teamleiter sinnvoll ist oder nicht, hängt vom Team ab. Oft läuft die Teamarbeit besser, wenn eine Person die Arbeit steuert, Ziele vorgibt und an die Führungskräfte berichtet. Wird gerade erst ein neues Team zusammengestellt, kann der Teamleiter auch mit der Zusammenstellung des Teams beauftragt werden. In anderen Fällen kristallisiert sich erst im Laufe der Zeit eine Führungspersönlichkeit heraus, die eher unbewusst den Posten des Teamleiters übernimmt. Dies ist vorzuziehen, da es der natürlichen Gruppendynamik entspricht.

Wie lassen sich Probleme vermeiden?

Teamarbeit wurde in den letzten Jahren zu einer Art Mode in Betrieben und häufig ohne die notwendige Planung eingeführt. Eine gute Planung ist jedoch wichtig. Dazu gehört die Personalauswahl, denn nicht jeder Mitarbeiter ist automatisch ein guter Teamplayer. Bei der Auswahl wird gerne das DISG-Persönlichkeitsprofil nach William Moulton Marston und John Geier eingesetzt. DISG beschreibt die vier Verhaltensstile dominant, initiativ, stetig und gewissenhaft.

  • Die dominante Person zeichnet sich durch Durchsetzungsfähigkeit aus und mag direkte Antworten.
  • Die initiative Person ist kommunikationsfreudig, organisiert gerne und liefert immer wieder neue Ideen.
  • Die stetige Person verfügt über große Ausdauer und kann gut konzentriert arbeiten.
  • Die gewissenhafte Person hat einen Hang zum Perfektionismus, kann gut planen und mit Diplomatie die Wogen glätten.

Gemeinsam bilden diese vier Typen ein optimal zusammengesetztes Team, das sich im Firmenalltag leider oft nicht 1:1 realisieren lässt.

Bis es zu einer wirklich erfolgreichen Teamarbeit kommt, durchläuft das Team in der Regel vier Phasen

  • Forming – das Team kommt zusammen
  • Storming – das Team entwickelt sich
  • Norming – das Team plant nun konkret
  • Performing – das Team beginnt, produktiv zu arbeiten

Gerade in den Anfangsphasen kann es sinnvoll sein, das Team durch Coaching zu unterstützen, bis es sich gefunden hat.

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