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Sage Business Index: Warum wir optimistisch sein dürfen

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Sage Business Index: Warum wir optimistisch sein dürfen

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Darf man von Optimismus sprechen, obwohl gerade das Herbstgutachten der Wirtschaftsinstitute seine Prognose nach unten korrigiert hat – von 1,9 auf 1,3 Prozent Wirtschaftswachstum für dieses Jahr? Man darf! Schließlich liegt die Prognose immer noch in der Zone des Wachstums. Schließlich handelt es sich um einen Durchschnittswert, der alle Branchen und Größen von Unternehmen umfasst. Und schließlich und vor allen Dingen: Der Mittelstand sendet derzeit sehr positive Signale aus.

Sei es der deutsche Maschinenbau, für den die Commerzbank im Jahr 2015 einen Produktionszuwachs von drei Prozent vorhersieht. Sei es der eben erst veröffentlichte Bitkom-Mittelstandsbericht, der besagt, dass 82 Prozent der mittelständischen IT-Unternehmen in den nächsten Jahren steigende Umsätze erwarten. Sei es der aktuelle Sage Business Index 2014, der ebenfalls ein positives Ergebnis vermeldet. Besonders in Deutschland. Besonders bei exportierenden Mittelständlern.

Die Antworten aus Deutschland zu den Wirtschaftsaussichten in den nächsten zwölf Monaten drücken so viel Zuversicht aus wie nie zuvor. Innerhalb der vergangenen vier Jahre stieg der Optimismus-Index kontinuierlich an. Ins Auge springt ein weiteres Ergebnis der Sage-Studie: Exporteure sind optimistischer! Die Hälfte der Firmen, die auch im Ausland unterwegs sind, erwartet beim Export eine Umsatzzunahme von 2,2 Prozent im nächsten Jahr.

Deutsches Image

Das belegt auch die Reportage des amerikanischen Journalisten Peter Ross Range eindrucksvoll. Der Ex-Korrespondent des „Time Magazine“ besuchte mittelständische Betriebe von der Nordsee bis in den Schwarzwald, um herauszufinden, wie es Deutschland geschafft hat, die vergangene Krise besser als andere Länder zu überwinden. Seine Erkenntnis: Dafür ist „the German Mittelstand“ verantwortlich.Das macht deutlich: Globalisierung und Internationalisierung sind nicht aufzuhalten. Im deutschen Maschinenbau gibt es z.B. den Trend, dass die Produzenten von Automobilen oder anderen Konsumgütern ihre Zulieferer auffordern, ihnen an neue Standorte in Osteuropa oder Asien zu folgen. Die Technologie- und Verfahrenskompetenz, die viele deutsche Mittelständler in ihren Firmen vereinen, spricht auf jeden Fall für eine Internationalisierung des Geschäfts. Das deutsche Image im Ausland ebenfalls.

Trotzdem herrscht unter den Mittelständlern nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Für die Expansion wünschen sich viele Firmen laut Sage-Studie noch stärkere Unterstützung durch die Regierung. Ein knappes Viertel fordert primär mehr finanzielle Anreize durch die Politik. Für Startups und die Digitalwirtschaft gibt es an diesem Punkt inzwischen positive Signale. Auf dem IT-Gipfel Mitte Oktober wurde diesen Unternehmen Fördergelder im dreistelligen Millionenbereich in Aussicht gestellt.

Barriere Legislation

Geld ist das eine, die Rahmenbedingung das andere: 21 Prozent der Studien-Teilnehmer waren der Meinung, dass auch Gesetze geändert werden müssten. So landete etwa bei der Frage nach der höchsten Barriere für das Exportwachstums das Thema „Legislation“ auf Platz Eins in Deutschland – noch vor den Logistikkosten.

„Auf diesen Fakt muss sich die betriebswirtschaftliche Organisation eines Unternehmens einstellen“, betont Jayne Archbold, CEO von Sage Mid-Market Europe denn auch. Sie stellt die Eigenschaften heraus, die eine Export unterstützende Betriebswirtschaftssoftware braucht: „Internationalität, Homogenität und Multi-Legislation“. Auf diese Weise lassen sich die regulatorischen Anforderungen des jeweiligen Exportlandes abdecken und die Schritte in andere Länder leichter bewältigen.

Von Axel Schmied, Country Operations Manager (DACH)