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Digitale Geschäftskommunikation wird „Social“

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Digitale Geschäftskommunikation wird „Social“

Die Prinzipien des Social Webs durchdringen langsam aber sicher fast alle kommunikativen Bereiche von Unternehmen – und das abseits von Facebook und Twitter. Denn der Einsatz von Social Media für die externe Kommunikation war für viele Firmen nur der Startpunkt auf dem Weg zum „Social Business„: einem Unternehmen, das die Prinzipien des Social Web auf viele kommunikative Bereiche überträgt, das zunehmend auf E-Mail-Kommunikation verzichtet, das One-to-One und hierarchisch-kaskadierende Kommunikation durch Many-to-Many und „Wisdom of the Crowd“ ersetzt. Eine Entwicklung, die sowohl bei großen, als auch bei kleinen und mittleren Unternehmen zunehmend unaufhaltsam ist.

Die Komponente „Social“ ist zum Standard des Internets geworden. Die Entwicklung in den Bereichen Mobile, Cloud Computing und Big Data trägt darüber hinaus zur weiteren Beschleunigung bei. Aus eigener Erfahrung als Geschäftsführer einer mittelständischen PR-Agentur mit etwa 30 Mitarbeitern weiß ich, dass diese Entwicklung vor allem auch einige Herausforderungen an die IT-Strategie und den Einsatz von Tools sowie das Change-Management im Unternehmen darstellt. Erfahrene Partner auf der IT-Seite sind dabei sehr wertvoll. Aber wie stehen die IT-Unternehmen derzeit eigentlich da – und sind sie auf die Anforderungen der Kunden vorbereitet? Eine Frage, deren Beantwortung sicherlich das ein oder andere Unternehmen brennend interessiert – weil es gerade selbst überlegt, wie es tiefer ins Social Business einsteigen kann. Mit dem IT-Branchenverband BITKOM hat unserer Agentur Storymaker deshalb eine Bestandsaufnahme bei ITK-Unternehmen unter dem Titel „Einsatz und Potenziale von Social Business für ITK-Unternehmen“ (hier zum Download: http://www.bitkom.org/de/publikationen/38338_75318.aspx) durchgeführt.

Deutsche IT-Unternehmen setzen auf Social Business

Die neuesten Twitter-Nachrichten abrufen. Der Mittelstand setzt zunehmend auf Social Media.

Die neuesten Twitter-Nachrichten abrufen. Der Mittelstand setzt zunehmend auf Social Media.

Die Studie zeigt vor allem: in Deutschland ansässige IT-Unternehmen haben die Social-Business-Entwicklung inzwischen erkannt und wollen Partner ihrer KMU-Kunden in Sachen „Social Business“ sein. Und: es gibt hierbei kaum einen Unterschied beim Einsatz von entsprechenden Tools zwischen Großunternehmen und KMU der IT-Branche. Allein eine zeitliche Verzögerung lässt sich verorten. Externe Social Media setzen inzwischen beispielsweise 72 Prozent der ITK-KMU ein (85 Prozent bei Großunternehmen), interne Ansätze wie Wikis knapp 67 Prozent (79 Prozent bei Großunternehmen). Bei neueren Ansätzen klafft dann doch eine größere Lücke: wo 57 Prozent der Großunternehmen auf ein internes Social Network setzen, sind es bei den KMU nur 21 Prozent. Das Ende der E-Mail steckt hier noch in den Kinderschuhen. Das ist schade, denn gerade in der internen Optimierung von Kommunikationsprozessen stecken aus eigener Erfahrung die großen Potenziale von „Social“ abseits der Aufgaben Unternehmenskommunikation, Marketing und Employer Branding. Aber: vielleicht kommen viele ITK-Unternehmen mit weniger Mitarbeitern einfach auch nicht zum eigenen Einsatz – denn 33 Prozent der IT-Projekte der KMU haben laut eigener Angabe bereits mit Social Business zu tun! Im Gegensatz zu nur 19 Prozent, auf die die größeren IT-Unternehmen verweisen.

Social-Business-Lösungen liefern höhere Transparenz für den „mobilen Arbeiter“

Sage CRM setzt aud Social Media Kanäle wie Twitter.

Sage CRM setzt auf Social Media Kanäle wie Twitter.

Was bedeutet Social Business also für KMU? Wo liegen die Einsatzpotenziale? Nun: Gerade für Unternehmen, die über mehrere Standorte verfügen, die viel mit externen Partnern zusammenarbeiten oder die über Mitarbeiter verfügen, die viel unterwegs sind, ermöglichen Social-Business-Ansätze gekoppelt mit dem Einsatz mobiler Endgeräte (in der Studie nannten 91 Prozent der ITK-KMU „Mobile“ als zentralen flankierenden Trend zum Social Business) das schnelle „Arbeiten in der Cloud“. Ich kann aus eigener Erfahrung nur bestätigen, dass „mobile“ tatsächlich zentral ist für den maximalen Nutzen von Enterprise Social Media Lösungen. Ich bin an drei bis vier Tagen in der Woche unterwegs und möchte unsere Social-Business-Lösung nicht mehr missen. Auch eine größere Transparenz in Projekten wird mit entsprechenden Lösungen möglich. Und das Herantragen von Informationen an existierende und interessierte Kontakte ist künftig auch nicht mehr dem Zufall überlassen – der zugehörige Trend Social CRM macht es möglich. Verknüpfen und Integrieren, Implementieren und Ausrollen sind die Hauptaufgaben, die auf dem Weg zum Social Business zu bewältigen sind. Die aktuelle Social Business-Studie zeigt: viele der ITK-Partner von kleinen und mittelständischen Unternehmen sind sehr gut auf diese Herausforderungen vorbereitet.

Von Björn Eichstädt

Sehen und hören Sie mehr zum Thema Social Business im zdf info-Beitrag:

Björn Eichstädt berichtet u.a. über die Auswirkungen des Social Webs auf Unternehmenshierarchien:

Facebook und Twitter sind in vielen Unternehmen verboten. Dennoch schätzen auch Firmen die Vorteile vernetzter Kommunikation und bauen daher eigene soziale Netze auf.

Facebook und Twitter sind in vielen Unternehmen verboten. Dennoch schätzen auch Firmen die Vorteile vernetzter Kommunikation und bauen daher eigene soziale Netze auf.

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