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Digitaler Unternehmenswandel: Warum Finanzchefs diesen leiten sollten

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Die digitale Transformation ist in allen Branchen an die Spitze der Unternehmens-Agenda gerückt. Und egal, wie die Vision an der Unternehmensspitze aussieht – Innovationen sollten einen hohen Stellenwert haben. Durch die heutige Vernetzung können Sie Ihre Kunden noch gezielter ansprechen und einbinden als früher und aus ihren Daten fundierte Informationen zur Steigerung Ihrer Produktivität und Effizienz gewinnen.

Technologische und wirtschaftliche Strategien sind heute enger miteinander verwoben denn je. Und so steht der C-Level vor der Aufgabe, aus Daten und Technologien bessere Ergebnisse für das Unternehmen herauszuholen. Wer dies nicht meistert, läuft ernsthaft Gefahr, den Anschluss zu verlieren. Laut einer Studie von Forrester Research aus dem Jahr 2017 sind 38 % der Geschäfts- und IT-Entscheider davon überzeugt, dass für sie in den nächsten 12 Monaten Fragen des technologischen Wandels im Vordergrund stehen werden.

Machen Sie sich klar, dass der digitale Wandel Ihre Arbeit von Grund auf verändern wird. Und dadurch auch Chancen bietet, die geschäftlichen Spielregeln neu zu definieren. Durch die digitale Transformation kann jedes Unternehmen seinen Zielen näherkommen. Das heißt aber auch, dass Wettbewerber mit Zugang zu den gleichen Tools von den gleichen Vorteilen profitieren können.

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  • Was Ihr C-Level vom digitalen Wandel erwartet
  • Warum eine digitale Geschäftsentwicklung unerlässlich ist
  • 5 Tipps zum digitalen Unternehmenswandel

 

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Beim digitalen Wandel dreht sich alles um Daten

Daten bilden die Grundlage neuer Technologien. Beim digitalen Wandel geht es darum, dass Unternehmen durch Daten gesteuert werden. Wichtiger noch ist aber vielleicht die Tatsache, dass Daten die Grundlage für Erkenntnisse und Wertschöpfung bilden. Dies zeigt sich bereits in der gestiegenen Automatisierung, der künstlichen Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) und dem anhaltenden Trend zur Verlagerung von ERP-Systemen (Enterprise Ressource Planning) in die Cloud.

Laut Forrester Research geht es beim digitalen Wandel darum, in Erkenntnissysteme zu investieren. Unternehmen müssen herausfinden, welche Erkenntnisse am wichtigsten sind, und diese in Kunden- und Mitarbeitersoftware integrieren, um daraus kontinuierlich zu lernen und die Ergebnisse zu messen.

Chief Financial Officers (CFOs) tragen wesentlich zum digitalen Wandel bei, da sich ihre Rolle im Unternehmen verändert. Waren sie bisher schon für die gesamte Finanzplanung, das Management und die Buchführung verantwortlich, so hat sich ihre Rolle nun weiterentwickelt – in Richtung Datenanalysen und Entscheidungsprozesse. Sie sind diejenigen, die alle wichtigen Geschäftsdaten sehen. Deshalb müssen sie diese auch analysieren und interpretieren können.

Statt sich auf Berichte darüber zu beschränken, was das Unternehmen in einem zurückliegenden Zeitraum geleistet hat, wird von CFOs erwartet, Transformation  zur Grundlage von Alltagsentscheidungen zu machen. CFOs müssen außerdem mit Effizienzverbesserungen zum Geschäftsergebnis beitragen. Dies erreichen sie nur durch Messen moderner Leistungskennzahlen, Prognosen und schnelles Handeln.

CFOs können gut beurteilen, ob ein digitales Projekt eine Kapitalrendite bringen wird. Generiert es genügend Umsatz und Gewinn, um eine langfristige Veränderung zu rechtfertigen, die sich nicht einfach rückgängig machen lässt? Sie können im Detail prüfen, ob Initiativen in mehr Differenzierung, Produktivität und Effizienz resultieren.

CFOs können Maßnahmen zum digitalen Wandel leiten

Im Rahmen der digitalen Transformation sollten CFOs nach unternehmensweiten Technologie-Lösungen suchen, die einen schnellen und einfachen Zugriff auf Echtzeit-Finanzdaten ermöglichen. Sie bilden ihre Entscheidungsgrundlage. Solche Tools sollten nicht nur grundlegend die Rechtskonformität sicherstellen, sondern auch die Generierung von betriebswirtschaftlichen Daten ermöglichen, mit automatisierten Warnmeldungen und vielleicht auch Szenario-basierten Planungsfunktionen.

Die Cloud ist ein hervorragendes Instrument, das CFOs jederzeit und überall Zugriff auf Echtzeitdaten gibt. Da Enterprise-Cloud-Lösungen zur Reife gelangt sind, wenden sich Unternehmen jetzt von älteren ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning) ab und steigen auf kostengünstigere, flexiblere Lösungen um.

Um nachvollziehen zu können, wohin Technologie-Investitionen fließen und was dabei priorisiert werden sollte, muss der CFO eng mit dem Chief Information Officer (CIO) zusammenarbeiten. Anstatt beispielsweise die Mitarbeiterzahl kostenträchtig zu erhöhen, sollten sie gemeinsam prüfen, an welcher Stelle ineffiziente Abläufe automatisiert werden können.

Piers Moore-Ede, Head of Digital bei Company Debt, meint dazu:

„Die größte Herausforderung für CFOs besteht darin, die ständig wachsenden Datenmengen zu bewältigen und ihnen die wesentlichen Informationen zu entnehmen. Egal, in welcher Branche Sie arbeiten – Sie müssen umdenken und sich in erster Linie als Technologieunternehmen sehen. Diejenigen CFOs, die den Wandel anführen, verstehen etwas von Datenanalysen und Finanzen. Das heißt, sie sind in der einzigartigen Position, die Unternehmensstrategie zu erfassen und zu definieren.“

CFOs können mit dem digitalen Wandel Technologie-Investitionen in die robotergesteuerte Prozessautomatisierung (Robotic Process Automation, RPA) vorantreiben und oft mühsame Arbeitsprozesse durch Software-Bots automatisieren.

Dies kann den Bedarf an Mitarbeitern reduzieren und dem Unternehmen finanzielle Vorteile bringen. Für Mitarbeiter können sich auch Freiräume für wertvollere Aufgaben ergeben – beispielsweise für die Interpretation und Verbesserung der Unternehmensleistung anstelle routinemäßiger logistischer Arbeiten.

Im Laufe der nächsten Jahre werden Unternehmen verstärkt in künstliche Intelligenz (KI) investieren bzw. in das, was gelegentlich als „gedopte Automatisierung“ bezeichnet wird. Je weiter sich KI durchsetzt, umso häufiger werden einfache manuelle Tätigkeiten durch intelligente Technologie ersetzt.

Auch CFOs können Industrie 4.0 vorantreiben

In Branchen wie der Fertigungsindustrie treiben Daten die vierte industrielle Revolution – oder Industrie 4.0 – voran. Denn Industrie 4.0 wird durch die Erfassung von Echtzeitinformationen aus der gesamten Lieferkette ermöglicht, vom Lieferanten bis zum Kunden.

Wo Industrie 4.0 auf der Agenda steht, hängt der Erfolg des digitalen Wandels davon ab, dass der CFO die Wettbewerbsvorteile der Transformation erkennt und in der Lage ist, sie in diesem Sinne voranzutreiben.

Einer Studie von Siemens Financial Services zufolge sollten CFOs für den erfolgreichen Übergang zu Industrie 4.0 die folgenden fünf Schlüsselkompetenzen besitzen oder erwerben:

  1. Umfassende Kenntnis der Finanzierungsoptionen, die Industrie 4.0 mit finanziell überschaubarem Aufwand ermöglichen
  2. Die Fähigkeit, relevante Finanzierungsoptionen frühzeitig im Rahmen strategischer Schritte hin zu Industrie 4.0 einzuführen
  3. Spezifische Kenntnisse und Fachwissen zu Industrie 4.0 – in Bezug auf Finanzen, Technologie, Betriebsaktivitäten und Marktanalysen –, um Chancen und Risiken der Digitalisierung richtig bewerten zu können
  4. Die Fähigkeit, vorausschauende ROI-Modelle und Prozesse zur Analyse der Leistungsdaten in Echtzeit für Industrie 4.0 zu erstellen
  5. Die Fähigkeit, einen wirkungsvollen, stufenweisen Plan für die Umstellung des Unternehmens auf Industrie 4.0 zu erstellen.

Heute müssen CFOs bessere Finanzstrategien entwickeln, die sich an den Erfordernissen des Unternehmens orientieren. Dazu müssen sie die Rolle eines strategischen Partners übernehmen, ausgestattet mit dem Wissen, die Echtzeitanalysen und der digitale Wandel bereitstellen.

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