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Geräte- und Aus­rüs­tungs­bran­che in Zeiten des Fach­kräfte­mangels

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Mann mit Hardhelm an Anlage

Die deutsche Geräte- und Ausrüstungsbranche agiert weltweit und gehört oft zu den Hidden Champions in ihren Nischen. Durch die Digitalisierung unter dem Schlagwort Industrie 4.0 und dem Fachkräftemangel ändern sich aber gerade die Rahmenbedingungen für Gerätehersteller und deren Kunden – auch hinsichtlich Instandhaltung.

Immer mehr Kunden vernetzen ihre Geräte und Maschinen über ein Enterprise-Resource-Planning (ERP)- oder ein Manufacturing-Execution-System (MES). Für die Hersteller eröffnet dies Chancen für neue Geschäftsmodelle.

Wenn Sie, als mittelständischer Hersteller, an diesen Datenströmen partizipieren, können Sie auch Ihre Instandhaltungsdienstleistung neu ausrichten. Denn mit aktuellen Gerätedaten können Sie erstmals eine „Predictive Maintenance“ – eine vorausschauende Wartung – anbieten.

Einstieg in die Instandhaltung 2.0 mit Geräteverfügbarkeit as a Service

Mit der Digitalisierung und neuen vernetzten Sensoren ist eine vorausschauende und zustandsorientierte Instandhaltungsstrategie für Ihre Geräte heute überhaupt erst möglich geworden. Durch die Einbindung Ihrer Geräte in das MES oder das ERP-System Ihres Kunden können Sie heute praktisch alle Betriebszeiten, Belastungszustände, Füllmengen und Abnutzungsgrade beispielsweise von Werkzeugen, Lagern, Achsen, Wellen, Motoren, Steuerelektronik und sonstigen Bauteilen erfassen.

Wenn Sie diese Daten mit einem eigenen ERP-System erfassen und von Ihren Instandhaltungsfachleuten auswerten lassen, erkennen diese frühzeitig den Wartungsbedarf. Sie können rechtzeitig Ersatzteile bestellen, Wartungspersonal disponieren und mit dem Kunden einen Zeitraum vereinbaren, an dem Ihr Personal die Arbeiten ausführen kann.

So wird das Geschäftsmodell Geräteverfügbarkeit as a Service überhaupt erst möglich. Entscheidend ist dabei, dass Sie angesichts des Fachkräftemangels eine konsequente, flexible und gleichzeitig sichere Personalstrategie mit festen und freien Mitarbeitern sowie Instandhaltungsdienstleistern verfolgen.

Ratgeber: Instandhaltung 2.0 mit Enterprise Resource Planning

Erfahren Sie, wie Geräte- und Ausrüstungshersteller datengetriebene Geschäftsmodelle realisieren. Es geht u.a. um:

  • Kosteneinsparung durch Predictive Maintenance
  • Fachkräftemangel
  • VDI 2890
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Instandhaltung 2.0 personell aufstellen

Wollen Sie diese mit fest angestellten eigenen Mitarbeitern gestalten, sollten Sie eine systematische Personalplanung implementieren. Wollen Sie sich ein Netzwerk freier Techniker aufbauen, die weltweit verteilt mit kurzen Anreisezeiten und -wegen bei Ihren Geräten einsatzbereit sind, müssen Sie dieses Netzwerk systematisch aufbauen und dauerhaft erhalten.

Das mag selbstverständlich klingen, ist es in der Praxis aber viel seltener. Der Personaldienstleister Hays fand beispielsweise 2014 heraus, dass 80 Prozent der befragten Unternehmen zwar über eine Strategie zur Personalplanung verfügen. Diese wenden sie aber nur auf fest angestelltes Personal an. Das kann fatale Auswirkungen haben, wenn Sie mit freien Service-Technikern arbeiten. Vor allem wenn Ihre Geräte weltweit verteilt im Kundeneinsatz sind, brauchen Sie mit freiem Personal eine doppelt abgesicherte Personalplanung.

Idealerweise bauen Sie einen Techniker-Pool auf, der weltweit verteilt schnell vor Ort einsatzbereit ist. Eine entspannte Strategie ist die Zusammenarbeit mit einem weltweit aufgestellten Instandhaltungsdienstleister. Mit diesem vereinbaren Sie Service Level Agreements; die Personalbeschaffung und -bereitstellung erledigt dann Ihr Dienstleister.

Fazit: Mit einem ERP-System Personalressourcen und Gerätedaten administrieren

Aber wie auch immer Sie Ihre Personalplanung organisieren, brauchen Sie eine Basis, auf der alle Akteure, Datenströme und Logistikprozesse sowie Ersatzteile koordiniert werden. Ihre Kunden, deren Gerätedaten, Ihr eigenes und externes Personal müssen so zusammenarbeiten, dass keine Zeit-, Reibungs- und Ressourcenverluste eintreten können. Für diese Aufgaben sind ERP-Systeme das Mittel der Wahl. Denn erst damit schaffen Sie eine Basis, auf der Sie „Geräteverfügbarkeit as a Service“ administrieren können.