Arbeitsrecht

Was Arbeitgeber und Arbeitnehmer zum Arbeitsrecht wissen müssen

Kurz gesagt regelt das Arbeitsrecht in Deutschland die juristischen Aspekte im Verhältnis des Arbeitgebers zum Arbeitnehmer und umgekehrt. So profitieren Arbeitnehmer von gesetzlichen Vorschriften wie dem Änderungen im Arbeitsrecht kommt, sollten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer regelmäßig vor Jahresende über die zu erwartenden Neuerungen informieren.

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Der Lohn im Arbeitsrecht

Ein für den Arbeitnehmer sehr wichtiger Aspekt im Arbeitsrecht betrifft den Lohn. Erst nach langem Zögern wurde auch in Deutschland ein Mindestlohn eingeführt. Damit soll verhindert werden, dass Arbeitnehmer zu unangemessenen Löhnen arbeiten müssen, die ihnen kein finanzielles Auskommen ermöglichen. Viele Branchen profitieren von Tarifvertragsgesetzen und dem Tarifeinheitsgesetz, das den Arbeitnehmern verbindliche Löhne zusichert.

Abmahnungen und Kündigungen

Ein weiteres wichtiges Thema ist das Kündigungsrecht, das im Kündigungsschutzgesetz geregelt wird. Wollen Arbeitgeber einen Mitarbeiter loswerden, müssen sie zwischen der personenbedingten Kündigung, der verhaltensbedingten Kündigung und der betriebsbedingten Kündigung unterscheiden sowie zwischen der ordentlichen (fristgemäßen) Kündigung und der außerordentlichen (fristlosen) Kündigung. Letztere ist nur in Ausnahmefällen erlaubt.

Soll einem Mitarbeiter aufgrund mangelhafter Leistung oder inakzeptablem Verhalten gekündigt werden, muss dieser Kündigung normalerweise eine Abmahnung vorausgehen. Diese macht den Arbeitnehmer auf sein Fehlverhalten aufmerksam und gibt ihm die Möglichkeit, sich zu bessern. Lediglich bei einer groben Verletzung des Vertrauensverhältnisses (z. B. bei Diebstahl) ist die Abmahnung nicht erforderlich.

Arbeitsschutz

Im Arbeitsrecht werden darüber hinaus verbindliche Maßnahmen zum Arbeitsschutz festgelegt. Die Arbeitsstättenverordnung legt beispielsweise den Nichtraucherschutz an der Arbeitsstätte fest, den Lärmschutz und den Schutz von Arbeitnehmern, die Maschinen und schweres Gerät bedienen. Arbeitnehmer, die mit gefährlichen Stoffen arbeiten, sind ebenfalls durch gesetzliche Regelungen geschützt.

Die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge sieht wiederum vor, dass der Arbeitgeber den betrieblichen Gesundheitsschutz fördern muss. So kann er den Arbeitnehmern Gesundheitskurse oder Massagen anbieten, Kurse zum Stressmanagement und vieles mehr.

Krankheit, Elternzeit und Bildungsurlaub

Fehlzeiten werden auf vielfältige Weise im Arbeitsschutzgesetz geregelt. Dies betrifft einfache Krankmeldungen ebenso wie den Umgang mit chronischen Krankheiten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Junge Eltern profitieren von den Regelungen zur Elternzeit und der Zahlung des Elterngeldes. Für Arbeitnehmer, die pflegebedürftige Angehörige versorgen, wurden in den letzten Jahren das Pflegezeitgesetz und das Familienpflegezeitgesetz verabschiedet. Das Pflegezeitgesetz erlaubt beispielsweise eine vollständige Freistellung von der Arbeit für bis zu sechs Monate.

Nicht zuletzt fällt auch das Recht auf Weiterbildung unter das Arbeitsrecht. Dies wird in den Bundesländern individuell durch das Bildungsurlaubsgesetz geregelt. In den meisten Bundesländern sind 5 Tage pro Jahr oder zehn Tage innerhalb von zwei Jahren üblich. In dieser Zeit können die Arbeitnehmer bezahlten Weiterbildungsurlaub erhalten. Die Kosten für die Weiterbildung sind vom Arbeitnehmer zu tragen, sofern der Arbeitgeber kein anderslautendes Angebot unterbreitet.