Beschreibung im Lexikon

Zahlungsverkehr

Zahlungsverkehr im Unternehmen

Der Begriff Zahlungsverkehr umfasst alle Geldtransfers, die beim Verkauf von Produkten oder Waren zwischen Käufer und Verkäufer stattfinden. Rechnungen, Abbuchungen und Lastschriften gehören für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler zum täglichen Zahlungsverkehr auf den Geschäftskonten. Der Zahlungsverkehr wird unterschieden in

  • Barzahlungen
  • Halbbare Zahlungen
  • Bargeldlose Zahlungen

Für eine Barzahlung ist kein Konto nötig, die Zahlung erfolgt unmittelbar. Für eine halbbare Zahlung wird ein Konto benötigt, es wird eine Bareinzahlung auf ein Konto vorgenommen oder es wird vom Konto Geld abgehoben. Im Rahmen der bargeldlosen Zahlung erfolgt die Buchung des Betrags von einem Konto auf ein anderes, dabei kann es sich um eine Lastschrift, eine Überweisung oder um einen Abbuchungsauftrag handeln.

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Die Arten der Rechnungsbegleichung

Die Rechnung wird in heute in vielen Branchen direkt per EC-Karte beglichen. Dies gilt sowohl nach dem Einkauf im Ladengeschäft als auch für die Begleichung einer Handwerkerrechnung. Im täglichen Zahlungsverkehr nimmt das bargeldlose Zahlen einen immer größeren Stellenwert ein, besonders kleine Unternehmen müssen die Kosten für die Anschaffung mobiler Bezahlgeräte abwägen. Damit sich die anfallenden Gebühren für die Transaktion lohnen, müssen die Umsätze der Unternehmen hoch genug sein.

Sind Selbstständigen die monatlich anfallenden Kosten zu hoch, können alternative Mobil-Payment-Geräte eingesetzt werden. Die neuen mobilen Kartenleser werden in Verbindung mit einem Smartphone verwendet und eignen sich besonders für Kleinunternehmer. Hinweis: Unternehmer sollten beim Vergleich neben den Anschaffungskosten auch die Kosten für den Widerruf einer Abbuchung und für Rücklastschriften berücksichtigen.

Umstellung auf das SEPA-Verfahren

Die Einführung des SEPA-Verfahrens (SEPA steht für „Single Euro Payments Area“) verfolgt das Ziel, für den Zahlungsverkehr in Europa einen einheitlichen Standard festzulegen. Der grenzüberschreitende Standard vereinfacht geschäftliche Geldtransfers für alle Teilnehmerländer, und es verkleinert sich das Zeitfenster zwischen Abbuchung und Gutschrift. Das SEPA-Verfahren gilt sowohl für den nationalen als auch den internationalen Zahlungsverkehr. Seit Februar 2016 ist die SEPA-Nutzung für alle Bankkunden verbindlich, für Unternehmen und Selbstständige gelten die Regeln bereits seit Februar 2014. Die IBAN (International Bank Account Number) ersetzt die Kontonummer und Bankleitzahl, zusätzlich musste zu Beginn die BIC angegeben werden. Für den Zahlungsverkehr innerhalb Europas reicht heute die Angabe der IBAN. Die deutsche IBAN besitzt 22 Stellen. Die ersten beiden Stellen entsprechen der Länderkennung (DE für Deutschland). Es folgen eine zweistellige Prüfziffer, die Bankleitzahl und die zehnstellige Kontonummer. Für bargeldlose Überweisungen ist das ISO 20022 XML-Format vorgesehen, daher müssen Unternehmen mit einer aktuellen Software arbeiten. Mithilfe einer modernen Buchhaltungssoftware behalten Unternehmen die Übersicht und alle relevanten Daten sind sicher an einem Ort gespeichert.

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