Wir spielen gerade

Wir spielen gerade

Private, Public – oder die Vorteile einer Hybride Cloud nutzen

Zurück zur Suche

Sage Advice – Logo
Sage AdviceDer Blog für fundiertes Unternehmerwissen
AbonnierenAbonnieren
Man with Tablet

Mit der Frage, Private oder Public Cloud haben wir uns auf dem Blog bereits beschäftigt. Echte Rosinenpicker nutzen immer das Beste vom Besten des jeweiligen Anbieters. So können Sie es auch halten, wenn Sie Cloud-Dienste nutzen. Wählen Sie für verschiedene Anwendungsfälle und Geschäftsprozesse jeweils den Cloud-Provider, der das attraktivste Angebot unterbreitet. Für geschäftskritische Daten und Anwendungen behalten Sie eine Private Cloud in der IT-Abteilung und sourcen den Rest an Public Cloud-Provider aus. Allerdings müssen Sie eine solche Hybride Cloud-Landschaft gründlich planen. Hier lesen Sie kompakt die wichtigsten Prüfschritte und Voraussetzungen.

Virtualisierung der IT-Landschaft

Im Grund ist eine Hybride Cloud-Infrastruktur nichts anderes als eine Virtualisierung der IT. Organisierten Sie früher physische Server, Storage und Anwendungen auf zentraler Hardware im Unternehmen und verarbeiteten mit gekaufter Software Ihre Daten auf Desktop- oder Laptop-Computern, geschieht dies nun mit dezentraler Hardware bei externen Anbietern und gemieteter Software des jeweiligen Providers. Anders als früher, müssen Sie nur noch schlanke Client-Rechner mit einer Internetverbindung vorhalten. Darüber greifen dann alle Mitarbeiter via Browser auf Anwendungen in der Cloud zu. Die technischen Voraussetzungen bei der Hardware sind also weniger teuer und anspruchsvoll. Allerdings sollten Sie Ihr firmeninternes Netzwerk gegen Cyber-Kriminelle schützen und auch die Daten, die in einer Hybriden Cloud-Landschaft weiterhin als Private Cloud-Bestandteile in Ihrer IT-Abteilung vorgehalten werden, sichern.

Webinar: Welche Cloud passt zu mir? Bereitstellung für Unternehmens­lösungen

In unserer Webinar-Reihe zeigen wir Ihnen echte Anforderungen mittelständischer Unternehmen und wie diese schnell und erfolgreich mit Enterprise Management umgesetzt werden können.

bei diesem Webinar geht es um folgende Schwerpunkte:

  • Datacenter, Azure, AWS, private oder public
  • Das 1x1 der Wartung in der Cloud
  • 5 Bereitstellungsmöglichkeiten für ERP
Termin: Donnerstag, 16.05.2019, 11-12 Uhr
kostenfrei registrieren

Vorteile Hybride Cloud-Landschaft

Vorteil einer Hybriden Cloud-Landschaft ist, dass Sie diese mit einem schwankenden oder abrupt wachsenden Bedarf an Speicher- oder Rechenkapazität relativ kostengünstig skalieren können. Und da immer schneller neue Anwendungen auf den Markt kommen, die Abteilungen in einer Public Cloud nutzen können, verkürzt dies die Wartezeit, bis solche Systeme produktiv geschaltet werden können. Lange Budgetplanungen und Genehmigungsprozesse für Investitionen entfallen. Sie zahlen lediglich für die Nutzung. Allerdings existieren in allen Unternehmen Geschäftsprozesse und vor allem Stammdaten, die Sie vor Verlust, Veränderung oder Diebstahl noch intensiver schützen müssen. Solche Daten und Anwendungen sollten weiterhin im Unternehmen verbleiben und in einer Private Cloud auch auf eigener Hardware im Firmensitz und im eigenen Netzwerk laufen. Die Private Cloud organisieren Sie wie früher mit der vielfach ohnehin vorhandenen Hardware. Softwareseitig nutzen Sie eine Cloud-Anwendung, über die Sie die Daten und Verarbeitungsprozesse für die weitere Nutzung intern oder extern bereitstellen. Hier ist die Herausforderung, die Daten für die Verarbeitung in Public Cloud-Lösungen abzusichern.

Verschlüsselung von Transaktionsdaten

Denn es hilft alles nichts, die Daten wie Fort Knox intern zu sichern. Irgendwann müssen sie auch in Public Cloud-Anwendungen verarbeitet werden. Zu diesem Zweck stellen Sie lediglich Transaktionsdaten zur Verfügung, beispielsweise Kundendaten für Kaufverträge. Diese Daten sollten Sie aber immer vor der Bereitstellung verschlüsseln. Dazu bieten sich zahlreiche Programme an, die zunächst die aus der Public Cloud angefragten Daten in einer lokalen Datei verschlüsseln. In diesem passwortgeschützten „Tresor“ reisen die Transaktionsdaten in die Public Cloud-Anwendung. Dort werden sie mit dem ebenfalls verschlüsselten Passwort entschlüsselt. Nun können die Daten verarbeitet werden. Das Produkt der Verarbeitung, ein Kaufvertrag, eine Bestellung oder eine sonstige Transaktion wird wiederum verschlüsselt. Von dort gelangt es dann wieder in die Private Cloud zur weiteren Verarbeitung. Dieses Grundprinzip bedeutet, dass sie Daten unterwegs auch bei Diebstahl nicht zu entschlüsseln und somit wertlos für Datendiebe sind.

Planen Sie Ihre Hybride Cloud State-of-the-art

Um eine Hybride Cloud-Landschaft zu etablieren, sind die technischen Voraussetzung heute recht schnell umzusetzen. Eine größere Herausforderung besteht in der Planung der Cloud-Infrastruktur und wo welche Geschäftsprozesse mit welchen Daten wie organisiert sind. Hier besteht häufig ein Henne-Ei-Problem. Das bedeutet: Wollen Sie die Cloud-Landschaft Ihren bestehenden Prozessen anpassen oder umgekehrt vorgehen? Es empfiehlt sich, zunächst die Möglichkeiten und Funktionsumfänge moderner Cloud-Anwendungen zu prüfen und die jeweils besten Lösungen auszuwählen. Auf drei Schichten stehen Cloud-Lösungen zur Auswahl: Infrastruktur as a Server (IaaS), Platform as a Service (PaaS) sowie Software as a Service (SaaS). Der letztere Fall mit SaaS kennen Sie als Sage-Kunde: Sie mieten eine Buchhaltungslösung aus der Cloud und profitieren just in Time von aktuellen Änderungen im Steuer-, Arbeits- und Sozialversicherungsrecht. PaaS ist die mittlere Schicht, in der Entwicklerwerkzeuge und Schnittstellen bereitstehen. Hier können Ihre Programmierer beispielsweise neue Anwendungen entwickeln oder eine Steuerzentrale für eine Hybride Cloud-Umgebung organisieren. IaaS wiederum bildet die Hardwareseite eine Cloud-Infrastruktur mit Servern, Storage und Speichern ab. Alle XaaS-Lösungen von Dutzenden Anbietern haben Vor- und Nachteile für Ihre Geschäftsprozesse. Es lohnt sich daher, die jeweils aktuellsten Lösungen zu prüfen: Fragen Sie sich dabei, wie diese Ihre bestehenden Geschäftsprozesse nicht nur abbilden sondern auch „State-of-the-art“ verbessern können, wenn Sie diese anpassen.

Fazit: Geschäftsprozesse anpassen für optimale Cloud-Nutzung

Auch wenn es zunächst nach viel Arbeit klingt, lohnt es sich in der Regel, die bestehenden Geschäftsprozesse an die Möglichkeiten der Cloud-Lösungen anzupassen. Denn digitale Prozesse können bisher analog organisierte Abläufe beschleunigen und effektiver abbilden. Und wenn Sie diese Chance im Rahme Ihrer Cloud-Strategie nutzen, machen Sie große Fortschritte bei der Digitalen Transformation Ihres Unternehmens. In unserem Webinar klären wir die Frage „Welche Cloud passt zu mir?“ und stellen die verschiedenen Bereitstellungsoptionen für Unternehmenslösungen vor.