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Total digital: Intelligente Vernetzung in einer smarten Gesellschaft

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Total digital: Intelligente Vernetzung in einer smarten Gesellschaft

Handy an – der Tag beginnt: Schon beim Frühstück werfen Sie einen Blick auf die frisch eingegangenen E-Mails, dann informieren Sie sich auf den einschlägigen Nachrichtenseiten über die aktuellen Entwicklungen in Politik und Wirtschaft. Tagsüber stehen Sie über WhatsApp und Skype mit Freunden und Kollegen in Kontakt. Ihre Umsatzdaten, Lagerbestände und Bestellvorgänge überprüfen Sie in Echtzeit. Nebenbei planen Sie Ihre nächste Geschäftsreise und buchen Kinokarten. Bevor Sie sich nach einem anstrengenden Tag im Büro wieder auf den Heimweg machen, checken Sie schnell, ob Ihr Zug auch wirklich pünktlich kommt. Endlich zu Hause, streamen Sie Musik oder schauen sich online ein Video an. Und dann , kurz vor dem Schlafen gehen, schnell noch die neueste Tageszeitung heruntergeladen, ein letzter Blick auf die E-Mails – Licht aus, Augen zu, der nächste Morgen in der digitalen Welt wartet schon auf Sie.

Maximale Vernetzung: 24 Stunden auf Stand-by

Unsere Handys, Smartphones und Tablets öffnen uns die Tür zu einer Welt, deren Existenz wir uns vor wenigen Jahren noch nicht einmal ansatzweise vorstellen konnten. Mittlerweile durchdringt die Digitalisierung nahezu alle Lebensbereiche. Als erstes wurde der Wandel in einem veränderten Kommunikationsverhalten offenbar: Nicht nur der Brief hat längst ausgedient, auch der klassische Anruf ist vielerorts nur noch zweite Wahl. Stattdessen wird gepostet, geliked und geteilt.

Mobile Endgeräte dienen in erster Linie der Vernetzung. Über soziale Communities wie Facebook oder LinkedIn sind wir stets informiert, wie es unseren Freunden und Bekannten geht. Neuigkeiten twittern wir unseren Followern zu. Und direkten Kontakt stellen wir über die verschiedensten Instant-Messaging-Dienste her – und zwar unabhängig davon, ob sich der Gesprächspartner nebenan oder am anderen Ende der Welt befindet.

Always on(line): Neuigkeiten im 10-Minuten-Takt

In Folge dessen verbringen wir durchschnittlich drei Stunden pro Tag an unserem Handy – ohne zu telefonieren. Alle zehn bis 20 Minuten entsperren wir das Smartphone und werfen einen Blick auf eingegangene Nachrichten und Meldungen. Das ergab die Auswertung einer Statistik-App an der Universität Bonn.

Doch bei der Kommunikation fangen die Veränderungen der Digitalisierung erst an – und hören noch lange nicht auf. Der zweite, ebenso große Bereich ist das Thema Online-Shopping: Ob Weihnachtsgeschenke, Kleidung oder sogar Zutaten für ein Drei-Gänge-Menü – ein Klick genügt und spätestens am nächsten Tag bringt der Postbote – oder eine Drohne – die gewünschten Produkte bis an die Haustür. Zeitaufwändiges Schlange stehen für Konzerttickets gehört ebenso der Vergangenheit an. Auch hier reichen wenige Klicks aus und die gewünschten Eintrittskarten kommen aus dem Drucker. Jetzt brauchen wir sie nur noch falten – fertig. Auf diese Weise profitiert der Kunde in puncto Bestellkomfort und Zeitersparnis. Doch auch der Anbieter gewinnt: Die Zielgruppe ist wesentlich größer als beim Vor-Ort-Vertrieb. Portokosten entfallen. Zahlungseingänge sind dank Sofort-Überweisung prompt zu verbuchen. Eine Win-win-Situation entsteht.

Smarte Helfer: Vom Putzroboter bis zur intelligenten Brücke

Die Digitalisierung ist schon viel tiefer in unsere Gesellschaft vorgedrungen, als uns oftmals bewusst ist. Die eigenen vier Wände werden von Saugrobotern gereinigt. Der intelligente Kühlschrank gewährt uns auch vom Supermarkt aus einen Blick in sein Inneres und gibt auf diese Weise Auskunft darüber, ob noch ausreichend Milchvorräte vorhanden sind oder die Butter fehlt. Smarte Verkehrsüberwachung steuert mancherorts schon die Ampelschaltungen oder übermittelt die Auslastung von öffentlichen Verkehrsmitteln und fordert in Spitzenzeiten zusätzliche Busse oder Extra-Bahnen an. Über Messaging Dienste können wir bereits per Sprachkommandos oder Tippen ganze Reisen buchen. Diese so genannten Chat-Bots, persönliche, virtuelle Assistenten, die Anweisungen in natürlicher Sprache entgegennehmen und die dahinterstehenden Systeme steuern, können sogar schon Teile Ihrer Buchhaltung erledigen. Wie weit die Möglichkeiten reichen, zeigt Deutschlands erste intelligente Brücke, die Mitte Oktober in Nürnberg eingeweiht wurde: Dank smarter Sensoren gibt das Bauwerk nicht nur Informationen über den Verkehr weiter, sondern informiert die Betreiber auch über Schäden und berechnet seine voraussichtliche Rest-Lebensdauer.

Digitale Chancen nutzen: Unternehmen unter Zugzwang

Unser Leben spielt sich zunehmend in der digitalen Welt ab. Diesen Aspekt sollten und müssen auch Unternehmen erkennen. Wer zukunftsfähig bleiben möchte, kann sich dem technologischen Wandel nicht entziehen. Hier gilt es, entsprechende digitale Kompetenzen im Unternehmen aufzubauen – auch bei den Mitarbeitern. Denn: Allein der Einsatz neuer IT -Lösungen für effizientere und flexiblere Arbeitsprozesse ist noch lange keine Garantie für den Erfolg einer digitalen Transformation. Um neue Prozesse tatsächlich implementieren zu können, ist das digitale Empowerment der Mitarbeiter ein erfolgskritischer Faktor. Es geht vor allem um die notwendige Qualifizierung und Weiterbildung der gesamten Belegschaft. Profunde informationstechnologische Kenntnisse müssen Teil des Kompetenzprofils der Mitarbeiter verschiedenster Abteilungen sein. So sind beispielsweise im Marketing nicht nur Fähigkeiten im Online Advertising und dem Umgang mit Marketing Automation Software wichtig, sondern vor allem ein Verständnis für die neue, digitale Customer Journey. HR hingegen muss das Talent Recruiting und die Kommunikation mit potentiellen Kandidaten über neue digitale Kanäle steuern können.

Der digitale Reifegrad Ihres Unternehmens

Digitale Initiativen müssen auf die Tagesordnung. Um Entwicklungspotenziale für eine digitale Transformation aufzuspüren, ist es zunächst unerlässlich, das eigene Geschäftsmodell in Bezug auf seine digitalen Möglichkeiten zu untersuchen. Es gilt zu analysieren, welchen digitalen Reifegrad das eigene Unternehmen aufweist. Die dabei untersuchten Gebiete sind beispielsweise Kundenwissen/Analytics, Value Chain Positioning, Multichannel Management, Prozessdigitalisierung oder der Anteil digitaler Services am Gesamt-Portfolio. Ziel der Analyse ist es, dem Top-Management Klarheit über unternehmensinterne Stärken und Defizite sowie den damit einhergehenden Chancen und Risiken zu geben. Des Weiteren können gleichermaßen auch Opportunitäten und Verbesserungspotenziale aufgedeckt werden.

Gelingt es Unternehmen, die Chancen der Digitalisierung zu ergreifen, könnte die Wirtschaftsleistung allein in Deutschland bis zum Jahr 2020 um unglaubliche 82 Milliarden Euro steigen. Weltweit sogar um 1,83 Billionen. Das prognostizieren die Experten des Beratungshauses Accenture in der im Januar 2016 veröffentlichten Studie „Digital Disruption: the Growth Multiplier“.

Veränderung, die sich lohnt

Die Potenziale sprechen für sich: Ziel muss es folglich sein, die Grenzen zwischen Beruf und Freizeit auch in technischer Hinsicht zu überwinden und die digitale Selbstverständlichkeit des Privatlebens in die Arbeitswelt zu übertragen. Denn die zunehmende Technologisierung der Konsumenten ist gleichermaßen eine große Chance für Unternehmen, ihre Produkte über eine Vielzahl an Kanälen anzubieten. Fakt ist: Die Digitalisierung des eigenen Geschäftsmodells bedarf einer sorgfältigen Analyse sowie ausreichend Zeit für die Integration digitaler Maßnahmen. Es bedarf neuer Fähigkeiten und Führungsgenerationen. Aber: Die Mühe lohnt sich, denn Digitalisierung ist längst nicht mehr nur Zukunftsmusik. Sie ist bereits in sämtlichen Lebensbereichen angekommen.

Wir beschäftigen uns hier auf dem Blog in vielen Bereichen mit dem Thema Digitalisierung im Unternehmen. Wenn Sie Interesse an neuen Beiträgen zum Thema haben, tragen Sie sich gern im Newsfeed ein. Wie sehen Sie diese Entwicklung in Ihren Unternehmensbereichen? Wir freuen uns auf Ihr Feedback im Kommentar!