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[VIDEO] Nachgefragt: Was ist EDI?

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Lorna Syson

[VIDEO] Nachgefragt: Was ist EDI?

Adrian Flak ist Portfolio Manager bei Sage Enterprise Market Europe

Adrian Flak, Portfolio Manager bei Sage Enterprise Market Europe, erklärt uns den Begriff EDI. Quelle: Sage.

In unserer Reihe „Nachgefragt“ erklären wir kurz und knapp, was hinter all den Abkürzungen und Anglizismen der IT-Branche steckt. Zuletzt haben wir den Begriff E-Payment für den IT-Novizen erklärt. Diese Woche schauen wir uns den Begriff „EDI“, der insbesondere im produzierenden Gewerbe eine große Rolle spielt, näher an. Sage Experte Adrian Flak, Product Portfolio Manager bei Sage Enterprise Market Europe, hat sich die Zeit genommen und uns den Begriff anschaulich erklärt.

EDI steht für „Electronic Data Interchange“, zu Deutsch „Elektronischer Datenaustausch“ und bezeichnet genau das: den elektronischen Austausch von Nachrichten zwischen Softwaresystemen. So eine Nachricht könnte beispielsweise eine Bestellung oder ein Lieferschein zwischen zwei ERP-Systemen sein und läuft im Hintergrund automatisch ab. Dadurch wird mindestens Papier und Zeit gespart, deshalb wächst diese Art der Kommunikation rapide an.

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Richtig eingesetzt hilft EDI, den Informationsaustausch – Bestellungen, Lieferscheine, Rechnungen, Lieferabrufe, etc. – mit Kunden und Lieferanten effektiv, automatisiert und vor allem schnell abzuwickeln. Durch die Automatisierung werden zusätzlich Fehler vermieden, die sonst bei der persönlichen Eingabe von beispielsweise Bestellungen, passieren können. Darüber hinaus ist gerade bei größeren Geschäftspartnern die EDI-Fähigkeit der Lieferanten ein absolutes Muss.

Damit in der Automobilbranche alles reibungslos vom Band geht

In einigen Branchen ist EDI schon lange Alltag, z.B. kommunizieren Automobilzulieferer mit Herstellern bereits sehr intensiv mit EDI, nach dem sogenannten VDA-Format. Wenn beispielsweise bei einem Automobilhersteller ein Scheinwerfer von einem Zulieferer angeliefert wird, wissen die Systeme durch einen einfachen Scan bei der Lieferung, in welches Auto dieses Teil eingebaut werden muss. So müssen Teile gar nicht mehr zwischengelagert werden, bis Sie in das ERP-System aufgenommen und weiterverarbeitet wurden, sondern können direkt zur Montage transportiert werden. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Lagerfläche und damit Geld.

Auch der Staat fördert den elektronischen Austausch mit eigenen Projekten wie z.B. der elektronischen Steuererklärung (ELSTER) oder dem Austausch von Steuerdaten zwischen Arbeitgeber und Finanzamt. Weiterhin werden Fördergelder für die Entwicklung von Standards bereitgestellt, wie etwa für die elektronische Rechnung (lesen Sie auch „8 Tipps! Grün und günstig: Wie Unternehmen auf die E-Rechnung umstellen“). Das zeugt von dem Potenzial von EDI zur breiten Anwendung, das hier noch schlummert und entdeckt werden will.

Von Adrian Flak

Adrian Flak ist Product Portfolio Manager bei Sage Enterprise Market Europe.