Von der Lagerverwaltung zum Warehouse Management:

Vor · 2 Minuten zu lesen

So nutzen Sie Big Data für die optimale Lagerverwaltung

Wenn man nach einem harten Arbeitstag zu Hause voller Vorfreude den Kühlschrank öffnet und dieser leer ist, hat man irgendetwas falsch gemacht. Wenn die Vorräte im Keller schon längst das Verfallsdatum überschritten haben und weggeschmissen werden müssen, ist ebenfalls etwas schief gelaufen. Schon Kühlschrank und Keller zu verwalten, unsere kleinen, individuellen Lager, stellt eine Herausforderung dar. Wie schwierig ist es erst, bei Supermärkten, Friseurgeschäften, Restaurants, Werkstätten, Autoproduzenten oder Chemiekonzernen jederzeit die richtigen Waren in der richtigen Menge zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben! Zweifellos: Lagerverwaltung ist eine komplizierte Angelegenheit.

Lagermanagement für reibungslosen Ablauf zuständig

Definiert wird Lagerverwaltung, inzwischen auch als Warehouse Management in den Sprachgebrauch eingegangen, als Steuerung, Organisation und Überwachung aller Lagerprozesse, das heißt aller Veränderungen im Lager. Sie muss eine reibungslose und kostenwirtschaftliche Abwicklung aller Lagerprozesse eines Unternehmens gewährleisten. Dazu gehört, alle Lagerbestandsveränderungen zu registrieren, also die Lagerbuchhaltung umzusetzen, die Lagerstatistik zu führen, die Betriebsbereitschaft der technischen und informatorischen Lagersystemkomponenten zu erhalten sowie die Mehrwegverpackungen und die Transportmittel zu verwalten. Damit die Abläufe in einem Unternehmen reibungslos funktionieren, müssen Wareneingang und -ausgang sorgfältig ausbalanciert sein. Wenn dies gelingt, trägt Lagermanagement entscheidend zum Unternehmenserfolg bei.

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Zentrale Aufgabe des Lagermanagements ist es also, das optimale Gleichgewicht zwischen möglichst geringen Investitionen in den Lagerbestand und bestmöglichem Service für die Kunden herzustellen. Dafür müssen zahlreiche Daten ausgewertet und Prozesse optimiert werden.

Mehrere Bereiche, Big Data, ein System

Die Erfüllung dieser Aufgabe ist ohne Digitalisierung heute nicht mehr denkbar, denn zu viele Daten und Prozesse müssen berücksichtigt werden, um diesen reibungslosen Material- und Warenfluss zu organisieren. Effektiv wird eine Lagerverwaltung erst dann, wenn der automatisierte Materialfluss die Möglichkeiten digitaler Informationen und Prozesssteuerung nutzt und die verschiedenen Bereiche eines Unternehmens zusammenführt.

Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Reine Systeme zur Lagerverwaltung sind geschlossene Softwaresysteme, die nur dafür genutzt werden, die Prozesse im Lager zu optimieren. Sie können über technische Schnittstellen mit weiterer Software verbunden werden. Integrierte Lagerverwaltungssysteme dagegen sind in das gesamte Warenwirtschaftssystem eines Unternehmens eingebunden. Moderne ERP-Lösungen  sind in der Lage, nahezu alle Informationen innerhalb des Systems auszuwerten: Buchhaltung, Finanzen, Einkauf, Herstellung, Lagerbestand, Vertrieb und Kundenservice. Sie liefern unter Rückgriff auf Big Data Informationen zu komplexen gegenseitigen Abhängigkeiten, die sich aus bereichsübergreifenden Anforderungen, Produkt- und Servicekombinationen sowie wechselnden Angebots- und Nachfragefaktoren ergeben, und ermöglichen mit einem intelligenten und komplett integrierten Ansatz vollständige Prozesstransparenz und Flexibilität.

Entscheidungen in der Lagerverwaltung auf der Basis fundierter Analyse

Damit ist es möglich, Analysen auf jeder Ebene, detaillierte Berichte und granulare Workflows zu erhalten, um Bedarf, Belieferung und aktuellen Lagerbestand koordinieren zu können. So kann zeitnah festgestellt werden, wo das Unternehmen Geld verliert. Auch Informationen über Anbieter werden mit diesen Software-Lösungen erfasst. Damit lassen sich fundierte Entscheidungen treffen, da der Bedarf genauer und schneller prognostiziert werden kann als jemals zuvor.

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