Beschreibung im Lexikon

Anforderungsprofil

Anforderungsprofil bei der Stellenausschreibung – wer soll in die engere Wahl kommen?

Ein Studienabschluss als Betriebswirt, verhandlungssichere Englischkenntnisse oder Berufserfahrung in der Teamleitung – diese und weitere Anforderungen finden sich in Stellenausschreibungen. Um einen geeigneten Mitarbeiter zu finden, sollte das Jobinserat so präzise wie möglich sein und die jeweiligen gewünschten Eigenschaften auflisten. Für Arbeitgeber ist die Erstellung des Anforderungsprofils einer der ersten wichtigen Schritte im Recruitment-Prozess. Anhand des Profils lassen sich die Jobbeschreibung, die mögliche Gehaltsspanne und Maßnahmen zur Personalentwicklung ableiten. Bei der Auflistung aller geforderten Qualifikationen, Kenntnisse und anderer Attribute sollten Unternehmen realistisch vorgehen. Das Anforderungsprofil sollte mit den Aufgabenstellungen, den Herausforderungen und dem Verantwortungsbereich der jeweiligen Stelle korrelieren. Werden zu hohe Anforderungen gestellt, bewerben sich möglicherweise weniger Kandidaten. Diese haben wiederum hohe Erwartungen an den Job und die Bezahlung. Bleiben in der Stellenanzeige hingegen relevante Fähigkeiten unberücksichtigt, kann sich der neue Mitarbeiter schnell überfordert fühlen oder ist möglicherweise ungeeignet für seine Position.

Qualifikation, Kenntnisse und Fähigkeiten benennen

Bei der Erstellung des Anforderungsprofils empfiehlt es sich, die Aufgabenbereiche und Ziele der offenen Stelle näher zu definieren. Daraus ergeben sich die gewünschten Anforderungen in Hinblick auf die schulische bzw. berufliche Ausbildung, Zusatzqualifikationen, Berufserfahrung, Fachkenntnisse, Fertigkeiten, physischen Anforderungen und Soft Skills. Neben den formalen und fachlichen Anforderungen sind gerade soziale und Methodenkompetenzen in vielen Berufen wichtig. Braucht der Kandidat in seinem Beruf ein hohes Maß an Durchsetzungsvermögen, zeigt er zielgerichtetes Denken, kann er Aufgaben priorisieren, wie ist es um sein Zeitmanagement bestellt? Diese Eigenschaften lassen sich nicht anhand des Studienabschlusses oder eines Berufszertifikats ablesen. Für einige Positionen mag es zudem wichtig sein, dass der neue Kollege ethische Grundsätze versteht und einhält, Integrität demonstriert oder sich neben seiner Arbeit ehrenamtlich engagiert.

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Soft Skills gehören ebenso auf das Stellenprofil

Zu den gewünschten Soft Skills gehören oftmals so häufig gehörte Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Lernbereitschaft, Kritikfähigkeit, Motivation und Kommunikationsfähigkeit. Hier sollte der Arbeitgeber genau definieren, was er von seinem neuen Mitarbeiter verlangt. Wer beispielsweise gute kommunikative Fähigkeiten für seinen Beruf braucht, sollte nicht nur gut reden und präsentieren können. Ebenso wichtig ist es, dass der Kandidat anderen Menschen zuhören und Ansichten anderer verstehen kann. Erfordert die ausgeschriebene Stelle ausgezeichnete Fremdsprachenkenntnisse für den Geschäftskontakt ins Ausland, ist möglicherweise auch interkulturelle Kompetenz gefragt.

Anforderungen gewichten und zusammenfassen

Nachdem die Liste an geforderten Qualifikationen, Kompetenzen und Fähigkeiten fertiggestellt ist, sollten die einzelnen Anforderungen gewichtet werden. Dadurch lässt sich feststellen, welche Anforderungen der Kandidat unbedingt erfüllen muss und welche Attribute wünschenswert, jedoch nicht zwingend erforderlich sind. Durch diese systematische Herangehensweise lässt sich ein Anforderungsprofil erstellen, das bei der Personalauswahl nützliche Dienste leistet und sich mit dem jeweiligen Kandidatenprofil gut abgleichen lässt.

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