Arbeitssicherheit

Arbeitssicherheit – Schutz vor Gefahren am Arbeitsplatz

Der Begriff Arbeitssicherheit beschreibt die gefahrenfreie Ausübung von Berufen. Voraussetzung dafür ist die Beseitigung oder zumindest Minimierung von Gesundheitsgefährdungen von Arbeitnehmern, zum Beispiel durch Unfälle. Damit ist der Zustand der Arbeitssicherheit eines der Ziele des Arbeitsschutzes.

Als rechtliche Grundlage für die damit verbundenen Maßnahmen im Berufsleben fungieren mehrere Gesetze, darunter das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Arbeitgeber, die diese Gesetze nicht beachten, müssen mit erheblichen Konsequenzen rechnen. Heute gewinnt eine ganzheitliche Perspektive auf Arbeitssicherheit an Bedeutung. Damit geht der Fokus weg von der reinen Vermeidung von Arbeitsunfällen. Stattdessen rückt das Wohlbefinden des Arbeitnehmers einschließlich psychischer Faktoren in den Vordergrund.

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Arbeitssicherheit – Definition und rechtliche Grundlagen

Es gibt unterschiedliche Auslegungen des Begriffs Arbeitssicherheit. Gemeinhin wird darunter die gefahrenfreie Ausübung der eigenen Arbeit verstanden. Arbeitgeber in Deutschland sind dazu verpflichtet, diesen Zustand herbeizuführen, indem sie Gefahren für die Gesundheit von Arbeitnehmern minimieren. Dahinter stehen neben humanen auch volkswirtschaftliche Gründe. Berufsbedingte Krankheiten sind schließlich mit erheblichen finanziellen Kosten verbunden.

Als gesetzliche Grundlage für die Arbeitssicherheit dienen vor allem:

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
  • Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG)

Das Arbeitssicherheitsgesetz regelt das Fundament und die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes. Dazu schreibt es zum Beispiel vor, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte zu bestellen. Außerdem regelt es die Bildung und die Aufgaben von Arbeitsschutzausschüssen. Diese sind in Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten vorgeschrieben. Ergänzt wird das ASiG durch weitere Vorschriften wie die „Unfallverhütungsvorschriften Betriebsärzte“.

Inhalt des Arbeitsschutzgesetzes sind die Maßnahmen, die Arbeitgeber treffen müssen, um für einen gefahrenfreien Arbeitsplatz zu sorgen. Fester Bestandteil davon ist eine Gefährdungsbeurteilung. Diese schließt Gefährdungen durch mangelnde Unterweisung oder bestimmte Arbeitsabläufe ein. Außerdem sind Arbeitgeber verpflichtet, regelmäßige Unterweisungen durchzuführen. Auf der Grundlage des Arbeitsschutzgesetzes hat der Gesetzgeber eine Reihe von Rechtsverordnungen zum Schutz am Arbeitsplatz erlassen. Dazu gehört die Arbeitsstättenverordnung, die den gesetzlichen Rahmen für die Einrichtung und den Betrieb von Arbeitsstätten vorgibt, oder die Bildschirmarbeitsverordnung.

Entwicklungen von Arbeitssicherheit

Der Begriff Arbeitssicherheit wird mittlerweile oft breiter ausgelegt als in der Vergangenheit. Maßgebliche Gründe dafür sind neue Entwicklungen in der Arbeitswelt, die neue Gefährdungen mit sich bringen. Außerdem spielen veränderte Sichtweisen auf und Definitionen von Gesundheit und Sicherheit eine wichtige Rolle. In diesem Zuge erfahren im Bereich der Arbeitssicherheit heute auch psychosoziale Faktoren Berücksichtigung, die sich negativ auf das Wohlbefinden von Arbeitnehmern auswirken. Damit ist Arbeitssicherheit mehr als die reine Vermeidung von Unfällen durch technische Vorrichtungen.

Heute haben größere Unternehmen oft ein Arbeitsschutzmanagementsystem zur systematischen Optimierung der Arbeitssicherheit. Manchmal trägt dieses den Namen Arbeitssicherheitsmanagementsystem.

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