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Dropshipping: Minimale Kosten – maximaler Erfolg

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Sie möchten Produkte vertreiben, aber das finanzielle Risiko infolge hoher Anfangsinvestitionen ausschließen? Sie wollen einen Onlineshop eröffnen, haben aber nur geringe Lagerkapazitäten? Ihnen ist es wichtig, mit einem großen Sortiment vertreten zu sein, idealerweise mit Verkaufsplattformen in verschiedenen Ländern? Dann sollten Sie den neuesten E-Commerce-Trend für Ihr Geschäftsmodell nutzen: Dropshipping.

Was ist Dropshipping?

Dropshipping hat in den vergangenen Monaten einen wahren Boom ausgelöst. Dabei ist es eigentlich keine neue Erfindung. Als sogenanntes „Streckengeschäft“ ist es aus der Distribution bekannt. In Kombination mit den Möglichkeiten der Digitalisierung entdeckt es der E-Commerce allerdings gerade ganz neu. Statt die im Onlineshop angebotenen Produkte vorab einzukaufen und dann bis zum Abruf zu lagern, setzen Dropshipper auf Just-in-time-Prozesse. Erst wenn eine tatsächliche Bestellung eingeht, ordern sie die gewünschte Ware – und zwar direkt beim Supplier. Das kann der Hersteller ebenso sein wie ein Großhändler. Dieser verpackt das Produkt neutral und versendet es direkt an den Endkunden. Der Dropshipper selbst bekommt die Ware nie zu Gesicht. Er fungiert lediglich als Mittelsmann.

Welche Vorteile bietet Dropshipping?

Ein Dropshipper ist in erster Linie ein Dienstleister, weniger ein Einzelhändler. Damit einher gehen vor allem fünf Mehrwerte:

  1. Geringer Kapitalbedarf: Dropshipper müssen weder Ware auf Vorrat kaufen noch einen Bestand im Lager vorhalten. Damit entfallen nicht nur Anschaffungskosten, auch für die sonst erforderliche Versicherung der Produkte muss kein Kapital eingesetzt werden. Selbst der Aufwand für Verpackung, Versand und Retourenabwicklung entfällt.
  2. Enorme Zeitersparnis: Wer keine Produkte vorhalten muss, kann sofort mit seinem Business beginnen. Vorlaufzeiten für den Aufbau eines Lagerbestands entfallen komplett. Und auch während des laufenden Geschäfts sind die größten Zeitfresser ausgeschaltet: Bestandsüberwachung, Beschaffung, Kommissionierung, Warenein- und -ausgangsmanagement sowie Inventarisierung werden vom Retailer erledigt.
  3. Minimaler Overhead: Alles, was ein erfolgreicher Dropshipper benötigt, ist eine stabile Internetverbindung. Diese Voraussetzung erfüllt in der Regel bereits das Homeoffice. Damit entfallen nicht nur alle Kosten rund um die Lagerlogistik, sondern auch Büromiete, Anfahrt etc.
  4. Maximale Unabhängigkeit: Ein Dropship-Shop lässt sich überall auf der Welt eröffnen, auch gleichzeitig in mehreren Ländern – und zwar unabhängig davon, wo sich der eigene Standort befindet. Der E-Commerce-Betreiber kann die unternehmerischen Fäden aus der deutschen Kleinstadt ebenso ziehen wie aus New York, Shanghai oder einer anderen Weltmetropole. Dieser Punkt ist vor allem für die größer werdende Zahl digitaler Nomaden interessant, die an wechselnden oder von multilokalen Standorten rund um den Globus agieren.
  5. Maximale Produktpalette: Da die Lagerhaltung entfällt, lässt sich die Produktpalette beliebig erweitern. Einzige Voraussetzung ist, dass der Hersteller oder Großhändler die Ware vorrätig hat. Auch mehrere Produktlinien für verschiedene Zielgruppen lassen sich daher unkompliziert aufbauen. Das Risiko, Ladenhüter zu horten, entfällt. Daher eignet sich Dropshipping auch hervorragend, um Trends bzw. Nachfragen zu testen – ohne den finanziellen Aufwand des klassischen Handels.

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Es gibt auch Herausforderungen

Den immensen Vorteilen, die Dropshipping im E-Commerce bietet, stehen allerdings auch Herausforderungen gegenüber. Und die sind nicht unerheblich: Zum einen sind die Gewinnmargen relativ gering. Wer nur vermittelt, dem entfällt das Gewinnpotenzial rund um die Logistik des Lagers. Aufgrund des wachsenden Konkurrenzkampfs unter den Dropshippern wird sich dieser Aspekt künftig tendenziell noch verschärfen.

Ein weiterer Aspekt liegt im Kundenservice rund um Verpackung, Versand und Retournierung. Da dieser Teil der Bestellung komplett ohne Einwirken des Dropshippers erfolgt, hat er bei eventuellen Liefer- oder Zustellschwierigkeiten keinerlei Handhabe. Wo befindet sich das Paket? Oder ist die Ware beschädigt? Auch wenn der Service des eigenen Shops ausgezeichnet ist, fallen Fehler des Retailers zu 100 Prozent auf den Dropshipper zurück. Schließlich weiß der Endkunde nicht, dass die Zustellung ohne dessen Zutun erfolgt. Wenn wiederholt Sendungen verspätet oder unzureichend verpackt ankommen, kann das zu nachhaltigen Imageschäden führen.

Fazit

Um schnell, aber wohlüberlegt ins eigene E-Commerce-Business zu starten, ist Dropshipping eine innovative Möglichkeit. Auch wer die Nachfrage innerhalb einer Zielgruppe zunächst testen möchte, ist mit dieser Form des Internethandels gut beraten. Der Erfolg steht und fällt dabei in erster Linie mit der Angebotspalette und dem Kundenservice. Wer seine potenziellen Käufer zudem mit hochwertigen Inhalten und Mehrwerten rund um das Sortiment bindet, kann seinen Umsatz ankurbeln und zur bevorzugten Anlaufstelle wiederkehrender Online-Käufer werden. Und das bei minimalen Kosten und fast ohne Risiko.

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