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HR in der Zukunft: 6 Beispiele für mögliche neue People-Berufe

HR-Management und Payroll

HR in der Zukunft: 6 Beispiele für mögliche neue People-Berufe

4 Tage Woche

In den nächsten zehn Jahren könnte es in Ihrem Unternehmen neue Stellen geben, von denen Sie vielleicht noch nie gehört haben. Sie wissen es wahrscheinlich aus eigener Erfahrung: Die Art und Weise, wie wir heute arbeiten, hat sich den letzten Jahren grundlegend geändert. Digitalisierung, soziale Netzwerke, Datenanalysen und Homeoffices prägen unsere heutige Arbeitswelt. Nicht zuletzt durch die Pandemie sind Arbeitsmodelle flexibler geworden – ein Trend, der sich fortsetzen dürfte. Denn in diesem Jahrzehnt wird es mindestens genauso viele technologische Neuerungen wie in den letzten zehn Jahren geben (wenn nicht sogar mehr).

Dieser fundamentale Wandel betrifft auch das Personalwesen. Stellen Sie sich schon einmal darauf ein, dass Ihr HR-Team in wenigen Jahren eine ganz andere Funktion als heute erfüllen wird. Die größten Veränderungen dürften dabei vollkommen neue Jobs im Personalbereich sein. Das zeigt auch eine unserer HR-Studien, bei der wir weltweit 500 Personaler in mittelständischen Unternehmen befragt haben.

Zwar fand diese Studie noch vor der Pandemie statt. Aber schon zu diesem Zeitpunkt rechneten viele Teilnehmer mit internen Veränderungen oder berichteten von bereits laufenden Umstellungen.

Aus den Ergebnissen unserer Studie haben wir einige Trends abgeleitet, wie sich das HR-Management in den kommenden Jahren verändern wird.

HR in 10 Jahren: Eine andere Welt

Beginnen wir bei den Führungskräften. Die befragten Personalchefs waren sich einig: In weniger als einem Jahrzehnt wird die HR-Leitung vollkommen neue Aufgaben übernehmen. Dieses Ergebnis hat uns mit am meisten überrascht, zumal bemerkenswerte 82 Prozent der Befragten dieser Aussage zustimmten.

Was treibt den Wandel an?

86 Prozent der Teilnehmer sehen besonders bei der HR-Leitung einen Fortbildungsbedarf in mehreren zentralen Bereichen – und dank dieser neuen Qualifikationen werden Personalchefs dann vollkommen neue Aufgaben übernehmen können. Gleiches gilt für das gesamte HR-Team.

Aber das ist erst der Anfang angesichts der vielen Veränderungen, vor denen wir im Personalbereich stehen. Ihr Team wird zusätzlich Verstärkung durch neue Experten bekommen, darunter sechs neue Rollen im HR-Management, die wir bisher nur aus anderen Abteilungen kennen:

1. HR Data Scientist – der Datenwissenschaftler fürs Personalwesen

Daten, Daten und kein Ende … allein der Gedanke an die schiere Masse der Daten kann ein HR-Team in „Schockstarre“ versetzen. Das muss aber nicht so sein, wenn Sie wissen, wonach Sie suchen große Datenmengen sind extrem wertvoll, wenn Sie Antworten auf konkrete Fragen brauchen.

Das sehen auch die befragten HR-Experten so: 42 Prozent gaben an, bereits mit datengestützten Personalentscheidungen zu arbeiten. Weitere 41 Prozent wollten solche Technologien innerhalb der nächsten zwölf Monate im Unternehmen einführen.

38 Prozent der Befragten verwenden bereits Echtzeitdaten für die Entscheidungsfindung und 51 Prozent der Teilnehmer wollen demnächst davon profitieren. Das bedeutet: In den kommenden zehn Jahren werden viele HR-Abteilungen große Mengen an Personaldaten sammeln und speichern. Und je stärker sich neue, flexible Arbeitskonzepte wie Homeoffices durchsetzen, desto wichtiger wird eine sinnvolle Analyse dieser Datenmengen.

Zweifellos wird dafür professionelle Hilfe nötig sein. Unser Tipp: Stellen Sie einen Datenwissenschaftler ein, der Trends und Muster aus der Datenflut treffsicher ableiten kann.

2. HR Technology Lead – der Technologie-Experte für Ihr HR-Team

Ist Ihr HR-Team ausreichend qualifiziert, um bei modernsten Technologien im Personalwesen auf dem neuesten Stand zu bleiben?

43 Prozent der befragten Personaler haben diese Frage verneint – und das obwohl rund die Hälfte der Teilnehmer angaben, kontinuierlich in HR-Technologien zu investieren. Anscheinend stecken viele Unternehmen zwar Geld in HR-Technologien, haben aber keinen Experten, der diese Neuanschaffungen sinnvoll in die tägliche Arbeit integrieren kann.

Das muss sich ändern, zumal wir in diesem Jahrzehnt mit noch mehr neuen HR-Technologien rechnen können. Unser Tipp: Stellen Sie einen Technologie-Experten ein, der im HR-Team eine führende Rolle übernimmt.

3. Head of Behavioral Science – der Verhaltenswissenschaftler für Personalfragen

Wie bereits erwähnt, sammeln HR-Teams schon jetzt große Mengen an Personaldaten. Mit einem Datenwissenschaftler im Team können Sie diese Datenflut leichter erfassen, speichern und analysieren. Wenn Sie aber wissen wollen, was diese Daten über Verhaltensänderungen in Ihrer Firma aussagen, brauchen Sie einen anderen Spezialisten: einen leitenden Verhaltenswissenschaftler, der die Brücke zwischen Technologie und Belegschaft schlägt.

An Daten dafür dürfte es nicht mangeln: 40 Prozent der Personalchefs gaben an, ständig Daten über die Mitarbeiterleistung zu erfassen, und 47 Prozent der Befragten wollten damit im Laufe des nächsten Jahres beginnen.

4. Communications und Marketing-Lead – der Kommunikations- und Marketing-Experte für Personalfragen

Beim Marketing ist der Unterschied zwischen Wunsch und Realität groß: Viele Personaler wünschen sich ein Team mit Marketing-Skills, tatsächlich sind aber Kommunikationsexperten im Personalwesen eher die Ausnahme. 73 Prozent der Befragten gaben an, solche Qualifikationen in den nächsten drei Jahren gut gebrauchen zu können, aber lediglich 30 Prozent der HR-Teams haben bereits Marketing-Experten eingestellt.

Ein Kommunikations- und Marketing-Experte kann Ihrem Unternehmen helfen, mit gezielten Kampagnen die richtigen Mitarbeiter zu gewinnen. Unser Tipp: Ideal ist, wenn er sich auch um Ihr Marketing-Material, Ihre Website, Ihr Blog und Ihre Social-Media-Aktivitäten kümmert.

5. Head of Creativity – der kreative Leiter für Ihr HR-Image

Wie der Marketing-Experte ist der kreative Leiter dafür zuständig, dass Ihr HR-Team als innovativ und zukunftsorientiert wahrgenommen wird und Ihr Unternehmen als interessanter Arbeitgeber gilt, für den man gern arbeitet.

Der kreative Leiter sollte Erfahrung mit der Entwicklung und Umsetzung von Kampagnen haben und sich mit Video- und Digitaltechnologien sowie anderen Medien gut auskennen. Außerdem sollte er mit kreativen Ideen zu einem besseren Arbeitsklima im gesamten Unternehmen beitragen.

In diesem Punkt sind sich die Studienteilnehmer einig: 73 Prozent der befragten HR-Manager halten Kreativität für eine wichtige Kompetenz für die nächsten drei Jahren.

6. Head of Employee Wellbeing – der Experte für zufriedene Mitarbeiter

In den letzten zehn Jahren waren psychische Aspekte und das Wohlbefinden der Mitarbeiter ein zentrales Thema im HR-Management.

Wir gehen davon aus, dass Unternehmen in diesem Bereich weitere Initiativen starten werden. So lässt sich nicht nur verhindern, dass Spitzentalente wegen Stress und Burnout ausfallen – auch neue, flexible Arbeitsmodelle wie Homeoffices müssen kompetent unterstützt werden. Allerdings gaben nur 37 Prozent der Befragten an, dass ihre Firma Mitarbeitern ein ganzheitliches Wellness-Programm anbietet. Hier ist also noch Spielraum nach oben.

Unser Tipp: Holen Sie sich einen Experten an Bord, der sich um das Wohlbefinden Ihrer gesamten Belegschaft kümmern. Ideal ist, wenn er auch Änderungen im Unternehmen anregt, von denen die psychische und physische Gesundheit gleichermaßen profitieren.

Ihre Meinung interessiert uns

Welche Jobs im Personalwesen werden Ihrer Ansicht nach im nächsten Jahrzehnt eine wichtige Rolle spielen? Wird Ihr Unternehmen versuchen, neue HR-Experten einzustellen? Oder werden Sie interne Fort- und Weiterbildungen anbieten? Ihre Meinung interessiert uns sehr!